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Chancengleichheit am Arbeitsmarkt

Momentaufnahme einer Besprechung

Glossar

Die Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt sowie die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehört zu den Aufgaben der Bundesagentur für Arbeit.

Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt sowie Beseitigung und Verhinderung von Benachteiligungen wegen des Geschlechts ist erklärtes Ziel der Gesetzgebung. Ebenso ist es Ziel, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer zu verbessern.

"Gender Mainstreaming", "Gleichstellung als Querschnittsaufgabe" oder "Chancengleichheit" - es gibt inzwischen viele Begriffe für Gleichstellungspolitik. Zuweilen tauchen daneben auch Bezeichnungen wie "Mainstreaming Aging", "Cultural Mainstreaming", "Familiy Mainstreaming" oder "Diversity Mainstreaming" auf. Entscheidend ist, dass Benachteiligungen aufgrund verschiedener Lebenslagen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern es um strukturelle und inhaltliche Veränderungen geht, die zu gerechten Arbeits- und Lebensverhältnisse führen.

Gender Mainstreaming ist dabei eine Strategie, um das oben genannte Ziel zu erreichen. Gender Mainstreaming bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen. Die Verpflichtung zu Gender Mainstreaming ist europarechtlich verankert.

Diversity Management bzw. Vielfaltsmanagement (auch Managing Diversity) ist ein Konzept der Unternehmensführung, das die Heterogenität der Beschäftigten beachtet und zum Vorteil aller Beteiligten nutzen möchte. Diversity Management toleriert nicht nur die individuelle Verschiedenheit (engl.: diversity) der Mitarbeiter, sondern hebt diese im Sinne einer positiven Wertschätzung besonders hervor. Ziele von Diversity Management sind eine produktive Gesamtatmosphäre im Unternehmen zu erreichen, Diskriminierungen von Minderheiten zu verhindern und die Chancengleichheit zu verbessern. Dabei steht aber nicht die Minderheit selbst im Fokus, sondern die Gesamtheit der Mitarbeiter in ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten. Bei den im Diversity Management zu beachtenden Unterschiede handelt es sich zum einen um die äußerlich wahrnehmbaren Unterschiede, von denen die wichtigsten Geschlecht, Ethnie, Alter und Behinderung sind und zum anderen subjektive Unterschiede wie die sexuelle Orientierung, Religion und Lebensstil. Bei Diversity Management handelt es sich um mehr als nur die Umsetzung von Antidiskriminierungsvorschriften, sondern um ein Gesamtkonzept des Umgangs mit personaler Vielfalt in einem Unternehmen zum Nutzen aller Beteiligten, also auch des Unternehmers. Diversity Management ist damit sehr viel mehr als eine Unternehmenskultur. Seit Ende der 1990er Jahre wird Diversity Management immer mehr zum Qualitätsmerkmal von Unternehmenskonzepten.