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Arbeitsmarkt für Frauen

Aktuelle Entwicklungen und Tendenzen auf dem Arbeitsmarkt im Überblick

Der Strukturwandel hin zur Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft verändert die Arbeitslandschaft nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ. Die Zwänge zur geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung gehen zurück. Die körperliche Leistungsfähigkeit spielt im Erwerbsleben nur noch eine geringe Rolle, herstellende Aufgaben in der Produktion verlieren an Bedeutung, Dienstleistungen und Informationsaufgaben nehmen zu.

Diese Trends führen jedoch nicht automatisch zu besseren Beschäftigungschancen für Frauen.

  • Frauen arbeiten häufig in Dienstleistungen, die vom Abbau bedroht sind. Zudem sind sie noch zu wenig vertreten in den wirtschaftsnahen Dienstleistungen sowie in technischen und zukunftsorientierten Bereichen (zum Beispiel in IT -Berufen).
  • Durch den Trend zu mehr Dienstleistung steigen und verändern sich die Qualifikationsanforderungen. Davon können hochqualifizierte Frauen profitieren. Verliererinnen werden jedoch formal nicht qualifizierte oder gering qualifizierte Frauen sein, die schon jetzt weit überdurchschnittlich vom Beschäftigungsabbau betroffen sind.
  • Flexiblere Arbeitsstrukturen eröffnen nicht nur die Chance für eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen, sondern beinhalten auch die Gefahr, dass sie verstärkt in die wenig oder nicht abgesicherten Bereiche abgedrängt werden.
  • Durch verlängerte Ausbildungszeiten und früheren Ausstieg aus dem Erwerbsleben verdichtet sich die beruflich aktive Zeit auf jene Phase, in der die Familienaufgaben anstehen.
  • Als Folge ungleicher Verteilung familienbezogener Arbeit und tradierten Rollenverhaltens sowie nicht ausreichender bedarfsgerechter Kinderbetreuung wird es weiter Wettbewerbsnachteile für Frauen am Arbeitsmarkt geben.

Berichte zur aktuellen Arbeitsmarktsituation von Frauen: