1. Zum Inhalt springen

Studienfinanzierung

Ein Studium ist nicht billig. Neben dem Lebensunterhalt sind auch Studiengebühren, Literatur und andere Studienmaterialien zu finanzieren. Dennoch sollten Sie sich nicht aus finanziellen Gründen abhalten lassen zu studieren, denn es gibt viele Möglichkeiten der Finanzierung eines Studiums. Wir bieten Ihnen hier einen kurzen Überblick.

BAföG

Die staatliche Unterstützung für Studierende ist im Bundesausbildungsförderungsgesetz geregelt – besser bekannt unter dem Kürzel BAföG, womit auch die Förderung an sich bezeichnet wird. BAföG wird für Studierende grundsätzlich zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsfreies Staatsdarlehen gezahlt, das nach dem Studium an das Bundesverwaltungsamt zurückgezahlt werden muss. Die Förderung nach dem BAföG ist bis auf einige Ausnahmen vom Einkommen der Eltern abhängig. Einkommen und Vermögen des/der Studierenden werden dagegen grundsätzlich nach Abzug der Freibeträge auf den Förderbetrag angerechnet.

Studienkredit

Bis zu 14 Semester lang können Studierende ihre Lebenshaltungskosten mit einem Studienkredit finanzieren. Die monatlichen Kreditbeträge können von 100,- bis zu 650,- Euro betragen, abhängig vom Wunsch des Kreditnehmers oder der Kreditnehmerin. Die Zinsen sind vergleichsweise niedrig und mit der Rückzahlung ist zwischen 6 und 23 Monate nach Studienabschluss zu beginnen. Der Kreditantrag ist möglichst 3 Monate vor Finanzierungsbeginn bei einem KfW-Vertriebspartner, das ist ein Studentenwerk, eine Bank oder Sparkasse vor Ort, einzureichen. Weitere Informationen zum Studienkredit der KfW gibt es auf der Internetseite der KfW Bankengruppe.

Literaturtipp: Clever studieren – mit der richtigen Finanzierung,
Broschüre: 198 Seiten, Verlag: Stiftung Warentest, 3. Auflage, September 2009, ISBN-10: 394058035X

BAföG-Bankdarlehen

Im Rahmen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) können Studierende unter bestimmten Voraussetzungen ein zinsgünstiges Bankdarlehen erhalten. Wer eine weitere Ausbildung, die eine erste Hochschulausbildung sinnvoll ergänzt, anschließen möchte, die durch einen Fachrichtungswechsel verlängerte Studiendauer finanzieren muss oder finanzielle Unterstützung bis zum Studienabschluss benötigt, weil die BAföG-Förderungshöchstdauer überschritten wurde, kann beim Amt für Ausbildungsförderung einen Antrag stellen. Die Höhe des Darlehens legt das zuständige BAföG-Amt fest. Ausgezahlt wird es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Bildungskredit

Der Bildungskredit ist speziell für die Schlussphase des Studiums, für Praktika, Zusatz-, Ergänzungs- oder Aufbaustudiengänge gedacht. Er finanziert den Studierenden oder die Studierende bis zu zwei Jahre lang mit monatlich bis zu 300,- Euro, sofern das Studium an einer BAföG-anerkannten Ausbildungsstätte absolviert wird. Der Bildungskredit wird von der KfW Privatkundenbank vergeben und kann auch zusätzlich zum BAföG beantragt werden. Der Darlehenszins ist niedrig und auf der Internetseite der KfW Bankengruppe einsehbar.

Stipendium

Finanzielle Unterstützung, die unter anderem Studierende oder junge Wissenschaftler erhalten. Die Geförderten werden als Stipendiaten oder Stipendiatinnen bezeichnet. In den meisten Fällen werden damit besonders gute Leistungen honoriert. Manche Stipendien werden jedoch auch für politisches, gesellschaftliches oder kirchliches Engagement vergeben. In der Regel muss man sich direkt bei der Stiftung bewerben. Neben den großen partei- und kirchennahen Stiftungen gibt es noch eine Reihe weniger bekannter Stiftungen. Mit dem „Stipendienlotse“ stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Internet eine Datenbank zur Verfügung, mit der gezielt nach Stipendien gesucht werden kann.
Daneben gibt es das Programm "Aufstiegsstipendium" als Teil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung „Aufstieg durch Bildung“. Das Stipendium ist ein Programm der Begabtenförderung und unterstützt Berufserfahrene, die Talent und Engagement gezeigt haben, während eines ersten Hochschulstudiums. Die „SBB – Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung“ führt im Auftrag und mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten durch und begleitet sie während ihres Studiums.

Jobben

Viele Studierende arbeiten neben dem Studium und finanzieren so einen Teil ihres Lebensunterhalts. Besonders sinnvoll ist, wenn der Nebenjob inhaltlich Parallelen zum Studium aufweist. Die Agenturen für Arbeit vermitteln schnell und unentgeltlich befristete Beschäftigungen jeder Art, stunden-, tage-, wochen- und monatsweise. Auch über die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit lässt sich gezielt nach Nebenjobs suchen.