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Chancengleichheit am Arbeitsmarkt in der Regionaldirektion Baden-Württemberg

Gruppe junger Menschen

Die Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt ist eine Leitlinie der Geschäftspolitik der Bundesagentur für Arbeit.

Hier finden Sie Informationen zu Themen wie Chancengleichheit, Berufsrückkehr, Arbeits- und Ausbildungsmarkt, Gender- Mainstreaming,
Netzwerke für Frauen, Kinderbetreuung, Moderne Personalpolitik, sowie verschiedene gesetzlichen Regelungen und vieles mehr:

 

Aktueller Genderbericht: Frauen und Männer am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt
in Baden-Württemberg

Die Wirtschaftskrise hat in Baden-Württemberg Frauen und Männer unterschiedlich betroffen. Insgesamt haben Frauen die Krise besser überstanden, da sie weniger in den betroffenen Branchen tätig waren. Im Jahr 2009 stieg die Arbeitslosenquote der Frauen um 0,5 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent, während bei den Männern die Steigerung mit 1,7 Prozentpunkten auf 6,0 Prozent stärker ausfiel. Die Gesamtsituation der Frauen für das Jahr 2009 stellt sich jedoch nicht in allen Aspekten positiv dar. Zwar steigt die Erwerbsbeteiligung und Beschäftigung von Frauen an, Teilzeitbeschäftigung und Minijobs bleiben jedoch nach wie vor Frauendomänen. 85 Prozent der Teilzeitarbeitenden in Baden-Württemberg sind weiblich und mit fast zwei Dritteln stellen Frauen die Mehrzahl der Minijobber dar. Der Frauenanteil ist auch bei den Alleinerziehenden sehr hoch. In Baden-Württemberg sind 92 Prozent der arbeitslosen Alleinerziehenden weiblich. Schlusslichter des Bildungssystems bilden Jugendliche mit Migrationshintergrund. Sie weisen häufiger keinen Schul- bzw. beruflichen Bildungsabschluss auf. Insbesondere der Anteil der Migrantinnen ohne Bildungsabschluss ist hoch (45,5 Prozent). Positive Tendenzen für die Wahl eines MINT-Berufes zeigen sich bei weiblichen Studierenden in Baden-Württemberg: fast ein Viertel aller Studienanfängerinnen entschließen sich für ein MINT-Studienfach. Für die Zukunft werden für Frauen gute Chancen durch den steigenden Fachkräftebedarf sowie durch den sektoralen Strukturwandel zur Dienstleistungsgesellschaft gesehen."

Genderbericht 2010

 

Aktuelle Studie: Ausbildung und Beschäftigung von Frauen in MINT- Berufen
in Baden-Württemberg

Im Mittelpunkt dieser Studie steht die Frage, inwieweit Frauen in der Ausbildung, im Studium und am Arbeitsmarkt in Berufsfeldern beteiligt sind, die Qualifikationen in der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik erfordern. Schon jetzt ist der Bedarf an Fachkräften aus diesen Bereichen hoch. Mögliche Engpässe können verhindert oder abgemildert werden, wenn zukünftig in größerem Maße das Arbeitskräftepotential von Frauen in MINT- Berufsfeldern genutzt wird. Dazu ist es nötig, den Frauenanteil in der Ausbildung und im Studium der traditionell männerdominierten Fachrichtungen zu erhöhen. Für weibliche Auszubildende oder Beschäftigte zahlt sich eine stärkere Orientierung in Richtung technischer Berufe aus, wenn sich dadurch ihre Arbeitsmarktchancen verbessern.
Die Situation von Frauen in MINT- Berufen wird anhand von drei Aspekten näher betrachtet:

1. die Ausbildungssituation

2. die Entwicklung der Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger und

3. die Lage auf dem Arbeitsmarkt.

Grundlage bilden die Daten der Bundesagentur für Arbeit, des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und die Statistik für Hochschulbildung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg.
Analysiert werden jeweils sowohl die aktuelle Situation als auch langfristige Entwicklungen.
Besonderes Augenmerk wird dabei auf die geschlechtsspezifischen Unterschiede gelegt.

MINT- Studie Baden-Württemberg 1/2009. (PDFPDF, 261 KB)

 

Zum Ausbildungsmarkt

Girls' Day Akademie
Die Girls’ Day Akademie begleitet Mädchen auf ihrem Weg in eine naturwissenschaftlich- technische Ausbildung oder einen Studiengang aus diesem Bereich. Sie vermittelt schulbegleitend Informationen, Kenntnisse und praktische Erfahrungen aus diesen Bereichen. Das besondere Merkmal ist dabei die Kombination aus fachlichem Wissen, praktischem Arbeiten und Vermittlung überfachlicher Qualifikationen.

Das von der Agentur für Arbeit Heilbronn und dem Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e. V., Südwestmetall entwickelte Konzept der Girls’ Day- Akademie bietet interessierten jungen Frauen die Möglichkeit, sich nachhaltig mit diesen Themen auseinanderzusetzen.

Die Umsetzung der Girls’ Day- Akademie vor Ort ist bestens vorbereitet: das qualitätsgesicherte Handbuch (PDFPDF, 1537 KB) mit Inhalt und Ausgestaltung des erfolgreich erprobten Konzepts liegt vor. Es ist praxistauglich und praxisnah ausgearbeitet.

 

Zum Arbeitsmarkt

Übersichtsflyer "Frauen und Männer am Arbeits- und Ausbildungsmarkt (PDFPDF, 1284 KB)

 
Gender-Index

Ein neuer Ansatz, um örtliche Handlungsfelder aufzuzeigen ist der Gender-Index. Er wird aufgelegt vom Bundesministerium für Bauwesen und Raumordnung und der Hans Böckler Stiftung.

Der Gender-Index misst die Chancengleichheit oder –ungleichheit von Frauen und Männern in Regionen. Er ist das erste bundesweite Messinstrument zum regionalen Vergleich der Gleichbehandlung von Frauen und Männern.

 

Moderne Personalpolitik

Familienorientierte Personalpolitik bringt Gewinn

Der wirtschaftliche Erfolg von Unternehmen hängt zunehmend von der Qualifikation, Leistungsbereitschaft und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab. Der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte hat begonnen und wird sich angesichts der demografischen Entwicklung weiter verschärfen.

Deshalb ist es wichtig, die Produktivität der Unternehmen und die Lebensvorstellungen der Beschäftigten in Einklang zu bringen. Familienfreundliche Arbeitsbedingungen sind dafür eine Voraussetzung.

 

Vorteile familienbewusster Personalpolitik für Ihr Unternehmen:

  • die Motivation und Arbeitszufriedenheit Ihrer Beschäftigten steigt
  • die schnelle Wiedereingliederung nach der Elternzeit spart Kosten
  • die Arbeitsproduktivität steigt
  • die Qualifikation Ihrer Beschäftigten bleibt erhalten
  • Sie sparen Kosten für Personalrekrutierung
  • die Attraktivität Ihres Unternehmens steigt und ist ein Wettbewerbsvorteil bei der Gewinnung von Fachkräften 

Bei der Umsetzung familienbewusster Personalmaßnahmen informieren und beraten wir Sie gerne.

 

Ihre kompetenten Ansprechpartnerinnen vor Ort sind die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt. (PDFPDF, 22 KB)

 

Das Unternehmensnetzwerke „Erfolgsfaktor Familie“ und das Kompetenzzentrum für Beruf und Familie in Baden-Württemberg bieten Ihrem Unternehmen als zentrale Plattformen viele weitreichende Informationen zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Basisinformationen zu familienbewusster Personalpolitik werden vermittelt, Lücken zwischen interessierten Firmen und solchen Betrieben, die bereits Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf umgesetzt haben, werden geschlossen.

 

Leitfaden für Unternehmen zu geschlechtsneutraler Kommunikation
"So kriegen Sie alle" (PDFPDF, 4301 KB)

Baden-württembergische Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen: landesweit fehlen 20.000 Ingenieurinnen und Ingenieure und 40.000 qualifizierte Facharbeiterinnen und Facharbeiter. Viele Unternehmen würden gerne Frauen einstellen - wenn sie sich bewerben würden! Oft ist es jedoch so, dass Ausschreibungen gerade für technische Berufe eher Männer ansprechen, da Technik als angeborenes Interesse von Männern dargestellt wird.

Der Leitfaden soll Unternehmen und Personalentwicklern Anregungen geben.

Wie sie mit treffenden Formulierungen und ausgewogenen Bildern sowohl Männer als auch Frauen für ihr Unternehmen gewinnen können. So erreichen Sie alle!“ Durch geschlechtsneutrale Kommunikation sprechen Unternehmen alle potentiellen Bewerberinnen und Bewerber an - gerade auch interessierte und qualifizierte Frauen!

Der Leitfaden enthält konkrete Beispiele, wie Anzeigen geschlechtsneutral formuliert und Bilder geschlechtsübergreifend einladend eingesetzt werden. Checklisten und ein kleines Wörterbuch sensibilisieren dafür, wie männlich dominierte Ausdrücke oder Anreden geschlechterneutral formuliert werden.

 

Forum Chancengleichheit

Unter Federführung des Wirtschaftsministeriums, Referat Frau, Wirtschaft und Technik, und des Stabs für Chancengleichheit der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit wurde im März 2006 das Forum „Chancengleichheit“ gegründet.

Ziel des Forums ist es, neben einer Vernetzung und einem organisationsübergreifenden Austausch konkrete Projekte rund um das Thema: Frau-Beruf-Wirtschaft zu entwickeln und durchzuführen. Im Forum „Chancengleichheit“ sind unterschiedliche Organisationen wie Kammern, Landesfrauenrat, Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände, Deutscher Gewerkschaftsbund Baden-Württemberg, Weiterbildungsorganisationen, Forschungsinstitute, Universitäten, Unternehmen, Kontaktstellen Frau und Beruf, Wirtschaftsfördereinrichtungen und das Ministerium für Arbeit und Soziales vertreten.

Projekte die das Forum „Chancengleichheit“ bisher angestoßen, konzipiert und begleitet hat, finden Sie hier!

 

Gendertraining für Berufsberatende

Vorstellungen über „Männer- und Frauenberufe“ prägen das Berufswahlverhalten junger Menschen. Aber auch Eltern, Freunde ,Lehrkräfte und Berufsberatende sind nicht frei von diesen Rollenbildern. Damit sich Berufsberatende dessen bewusst werden,  eigene Klischees hinterfragen und überarbeiten können, hat Frau Prof. Dr Franzke einen Schulungsleitfaden zu diesem Thema erarbeitet. Theorie und Praxis der Beratung sind bestens aufgearbeitet, ein sicherer Weg zur Genderkompetenz.

Konzeption eines Gendertrainings (PDFPDF, 751 KB)