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Schulische Ausbildung

Jeder fünfte Jugendliche mit Haupt- oder Realschulabschluss entscheidet sich für einen schulischen Ausbildungsberuf. Der betrieblichen Ausbildung ebenbürtig, werden gerade Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen, in der Wirtschaft, in Fremdsprachen sowie in Technik und IT schulisch ausgebildet.

Neben der dualen Ausbildung gibt es in Deutschland noch die Möglichkeit, eine schulische Berufsausbildung zu absolvieren. Für diese Variante entscheiden sich etwa 20 Prozent aller Jugendlichen mit Haupt- oder Realschulabschluss. Sie wird mit der betrieblichen Ausbildung als ebenbürtig angesehen.

Struktur

Kennzeichnend für die schulische Ausbildung sind die Berufe, in denen man die Ausbildung machen kann: Denn insbesondere Berufe aus den Bereichen Gesundheits- und Sozialwesen, Wirtschaft, Fremdsprachen, Gestaltung, Musik, Technik und IT kann man nur an Berufs(fach)schulen erlernen. Diese Schulen können staatlich oder privat sein. 

Die schulische Berufsausbildung dauert zwischen einem und drei Jahren und findet in Vollzeit statt. Da die Verantwortung für die Durchführung der Ausbildung allein beim Ausbildungsträger, also beim Bundesland und der jeweiligen Schule, liegt,  bedeutet dies gleichzeitig: Schulische Ausbildungsberufe sind nur teilweise durch Bundesrecht geregelt, die landesrechtlichen Regelungen können also je nach Bundesland variieren. 

Voraussetzungen

Die meisten Schulen erwarten einen mittleren Schulabschluss und häufig auch ein Mindestalter. Für manche Ausbildungsberufe wird auch ein Vorpraktikum vorausgesetzt.

Vergütung

Bei manchen schulischen Ausbildungen erhalten Auszubildende eine Ausbildungsvergütung. Dies ist zum Beispiel beim Beruf des/der Gesundheits- und Krankenpfleger/in der Fall.

Oft erhalten Auszubildende in der schulischen Berufsausbildung jedoch keine Bezahlung. Ganz im Gegenteil: Für die Ausbildung an privaten Schulen muss Schulgeld bezahlt werden. Finanzielle Hilfe bieten hier die Ämter für Ausbildungsförderung: Bei ihnen kann man prüfen lassen, ob man als angehender Azubi in der schulischen Ausbildung finanzielle Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz – besser bekannt als BAföG – erhält. Die Ämter für Ausbildungsförderung findet man bei der zuständigen Stadt- und Kreisverwaltung.

Abschluss

Wer sich für eine schulische Ausbildung interessiert, sollte sich vorab informieren, ob die Ausbildung an der jeweiligen Schule mit einem staatlichen oder staatlich anerkannten Abschluss endet. Zumindest sollte die Schule ein Abschlusszeugnis anbieten, das in ganz Deutschland (und nicht nur im jeweiligen Bundesland) anerkannt ist.

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