Qualifizierungsberatung in Netzwerken
Kooperation zwischen der Initiative für Beschäftigung (IfB) und der Bundesagentur für Arbeit (BA) – regionale Qualifizierungsverbünde für kleine und mittlere Unternehmen
Hinter der Initiative für Beschäftigung steht eine der größten konzertierten Aktionen der deutschen Wirtschaft zum Thema Beschäftigung. Eine Vielzahl regionaler Netzwerke, Initiatoren und Unternehmen in ganz Deutschland arbeiten daran, vor Ort konkrete Beschäftigungsprojekte zu entwickeln und umzusetzen. Lager- und organisationsübergreifendes Denken sowie die Arbeit in den Netzwerken sind entscheidende Faktoren für diesen Erfolg.
Am 16.07.2009 unterzeichneten die Bundesagentur für Arbeit und die Initiative für Beschäftigung eine Kooperationsvereinbarung mit der Intention, durch umfangreiche Qualifizierungsberatung von kleinen und mittelständischen Betrieben (KMU) und intensiviertes Netzwerkmanagement nachhaltige Veränderungsprozesse in der Personalentwicklung und der Qualifizierungsbereitschaft der Betriebe zu erreichen.
Neben der Qualifizierungsberatung verfolgt das Projekt damit insbesondere die Vernetzung von Unternehmen sowie den Auf- und Ausbau regionaler Qualifizierungsverbünde. Dabei sind Kammern, Wirtschaftsförderer, Verbände etc. weitere regionale Partner.
Zentrale Handlungsfelder der Kooperation
- Beratung
- Qualifizierung
- Vernetzung
Beratung / Qualifizierung
In Kooperation der regionalen Netzwerke der IfB mit den örtlichen Agenturen für Arbeit analysieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitgeber-Service zusammen mit den Betrieben – im Rahmen ihrer Kernaufgaben der Arbeitgeberberatung gem. § 34 SGB III – gemeinsam Altersstruktur, Bildungsbedarfe, Personalentwicklungs- und Weiterbildungsansätze und unterstützen bei der Umsetzung von Maßnahmen zur nachhaltigen Sicherung von Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit.
Vernetzung
Als gewachsene Unternehmensplattform gibt die IfB, mit über 400 Mitgliedsunternehmen, direkte und indirekte Impulse aus ihrer betrieblichen Perspektive. Unternehmenszugänge sollen erleichtert, regionale Akteure ggf. vereinfacht einbezogen und gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit zur Wahrnehmungssteigerung des Projektes durchgeführt werden.
Durch Vernetzung und Qualifizierung im Verbund entsteht eine regionale Unterstützungsstruktur, die KMU bei der mittel- und langfristigen Entwicklung ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch Beratung und passgenaue Qualifizierung begleitet.
Regionale Verankerung
Die konkrete Umsetzung erfolgt in fünf Regionen Deutschlands:
Projektlaufzeit
2009 - 2012
Evaluation
Zur Erfolgsmessung des Projektes wird eine Implementierungs- und Begleitstudie durchgeführt. Es soll die Frage untersucht werden, ob durch die Kooperation zwischen IfB! und BA kleine und mittlere Betriebe hinsichtlich ihrer Weiterbildungsaktivitäten besser erreicht werden können.
Zentrale Thesen sind u.a., dass durch das Angebot von Qualifizierungsberatung in regionalen Netzwerken
- es zu einer Reduzierung des Arbeitslosigkeitsrisikos der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommt (Fokus: ältere und gering qualifizierte Beschäftigte), indem die Beschäftigungsfähigkeit durch die Bildungsmaßnahmen gesteigert wird.
- Kompetenzen und Fähigkeiten der Weiterbildungsteilnehmerinnen und -Teilnehmer gestärkt und dadurch im Fall eintretender Arbeitslosigkeit die Vermittlungsfähigkeit verbessert werden kann. Möglicherweise kann auch eine Aufstiegsmobilität initiiert werden.
- Kosten für aktive und passive Leistungen der Arbeitsförderung nach dem SGB III und II langfristig vermieden bzw. reduziert werden.
- eine Verhaltensänderung insbesondere bei den Betrieben erreicht wird, die im Bereich der betrieblichen Weiterbildung bislang keine oder nur geringe Aktivitäten zeigten (Vermutung latent vorhandenen Weiterbildungsbedarfs).



Bundesagentur für Arbeit
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