Rückgang der Arbeitslosigkeit im März - 42.676 Arbeitslose im Bezirk der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven

Arbeitslosenquote auf 10,0% gesunken

 Aktuelle Arbeitskräftenachfrage zurückgegangen

28.03.2024 | Presseinfo Nr. 36

Arbeitslosenzahl:

42.676

Veränderung gegenüber Vormonat:

-598 bzw.   -1,4%

Veränderung gegenüber Vorjahresmonat:

Arbeitslosenquote (+Vorjahreswert):

+2.180 bzw.   +5,4%

10,0% (9,5%)

 

 

 

Arbeitslosenzahl im März gesunken

Im Berichtsmonat März ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen gesunken. Mit 42.676 Personen waren gegenüber dem Vormonat 598 Arbeitslose weniger im Bezirk der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven gemeldet. Dies entsprach einer Abnahme von  -1,4 Prozent. Gegenüber dem März 2023 hat die Zahl der Arbeitslosen um 2.180 Personen oder +5,4% zugenommen. Die Arbeitslosenquote betrug im März 10,0% (Vormonat: 10,1%, Vorjahresmonat: 9,5%).

Weniger Arbeitslose in der Stadt Bremen

Mit 31.344 arbeitslos gemeldeten Personen hat die Arbeitslosigkeit in der Stadt Bremen im Berichtsmonat März um 422 Personen oder -1,3 Prozent abgenommen. Gegenüber dem

Vorjahresmonat waren 1.385 Personen mehr arbeitslos gemeldet (+4,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote betrug im März 10,2% (Vormonat 10,4%, Vorjahresmonat 9,8%).                                                                                                    

Arbeitslosenquote in Bremerhaven wieder unter 15%

In der Stadt Bremerhaven sank die Arbeitslosigkeit im März. Mit 9.178 Personen gab es 73 gemeldete Arbeitslose weniger als im Februar (-0,8%). Gegenüber dem Vorjahr befanden sich 755 Personen mehr in der Arbeitslosigkeit (+9,0%). Die Arbeitslosenquote betrug im März 14,9% (Vormonat 15,0%, Vorjahr 14,0%).

Weniger Menschen im Landkreis Osterholz arbeitslos gemeldet

Im Berichtsmonat März ist die Arbeitslosigkeit im Landkreis Osterholz gesunken. Mit 2.154 arbeitslos gemeldeten Personen nahm die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 103 Personen oder -4,6 Prozent ab. Gegenüber dem Vorjahr gab es eine Zunahme, um 40 Personen oder +1,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote betrug im März 3,5% (Vormonat 3,7%, Vorjahresmonat 3,5%).

Weniger Arbeitslosmeldungen aus Beschäftigung im März

Der Zugang in Arbeitslosigkeit aus einer Erwerbstätigkeit heraus hat mit 2.282 Personen im März gegenüber dem Vormonat um 239 Personen oder -9,5% abgenommen. Zum Vorjahr gab es einen Anstieg um 88 Personen oder +4,0 Prozent.

Mehr Arbeitsaufnahmen im März  

Im März konnten 2.184 Personen ihre Arbeitslosigkeit durch Arbeitsaufnahme beenden. Das waren 20,7 Prozent oder 374 Personen mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat März haben 276 Personen (+14,5%) mehr ihre Arbeitslosigkeit durch Beschäftigungsaufnahme beendet.

Statement zum Arbeitsmarkt 

Joachim Ossmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven: „Im März hat es den im Frühjahr typischen Rückgang der Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven gegeben. Ursächlich dafür waren mehrere Faktoren: Weniger Personen haben ihren Arbeitsplatz verloren und mussten sich arbeitslos melden. Mehr zuvor arbeitslose Personen konnten ihre Arbeitslosigkeit durch Arbeitsaufnahme beenden und als weiterer entlastender Faktor nahmen mehr Personen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teil als im Vormonat. Mit 42.676 Personen waren im März 598 Personen oder -1,4 Prozent weniger gemeldet als im Vormonat.  Die Arbeitslosenquote ist entsprechend von 10,1 im Februar auf 10,0 Prozent im März gesunken. Der Abstand zum Vorjahr zeigt ein Plus von 0,5 Prozentpunkten.   

Neue Kurzarbeit wurde erneut nur von sehr wenigen Betrieben angezeigt. Sie verläuft weiterhin auf niedrigem Niveau und bietet als Indikator für Probleme auf dem Arbeitsmarkt aktuell keinen Anlass zur Sorge.

Die aktuelle Arbeitskräftenachfrage hat im März abgenommen. So wurden der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven mit 1.640 neuen Stellenangeboten 130 offene Stellen oder -7,3% weniger aufgegeben als im Vormonat. Deutlich weniger Nachfrage zum Vormonat gab es aus der Zeitarbeit. Eine höhere Arbeitskräftenachfrage kam aus dem Baugewerbe und dem Handel. Die Zahl der offenen Arbeitsangebote im Bestand hat weiter leicht nachgegeben und lag mit 8.869 Stellen 45 Stellen unter dem Vormonat (-0,5%) und 1.074 Stellen unter dem Vorjahr  (-10,8%).“

Weniger  neue Stellenangebote im März

Im März wurden der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven von den Betrieben 1.640 Stellen neu zur Besetzung aufgegeben. Das waren insgesamt 130 Stellen oder -7,3 Prozent weniger als im Vormonat und 211 Stellen oder -11,4 Prozent weniger als im März des letzten Jahres.                                                                         

Bestand an offenen Stellen weiter rückläufig

Insgesamt befanden sich im März 8.869 offene Stellen im Bestand. Das waren 45 Stellen     oder -0,5 Prozent weniger als im Februar. Zum Vorjahr gab es 1.074 oder -10,8 Prozent     weniger offene Stellen im Bestand.

Weniger Unternehmen beantragen Kurzarbeit

Im Februar wurde von einer unter der statistischen Ausweisgrenze liegenden Zahl von Unternehmen Kurzarbeit neu angezeigt. Im Januar waren noch 16 Anzeigen für voraussichtlich 90 von Kurzarbeit betroffene Beschäftigte neu eingegangen. Im Februar des Vorjahres hatten 28 Unternehmen für maximal 439 Personen Kurzarbeit neu angezeigt.

Für den jeweiligen Monat können die Betriebe die Anzeige auf Kurzarbeit bis zum Monatsende einreichen. Die Zahlung des Kurzarbeitergeldes durch die Agenturen für Arbeit erfolgt anhand der Abrechnungslisten aus den Betrieben. Diese müssen für jeden Kalendermonat    mit Kurzarbeit innerhalb von drei Monaten nach Beendigung dieses Monats eingereicht werden. Daher liegen valide Zahlen zur tatsächlichen Kurzarbeit erst mit einem Zeitverzug von fünf Monaten vor.

Weniger Jugendliche arbeitslos, etwas mehr arbeitslose Schwerbehinderte

Betrachtet man die besonderen Personengruppen am Arbeitsmarkt, so gab es im März zum Vormonat unterschiedliche Bewegungen:  Eine im Vergleich  zum allgemeinen Rückgang  der Arbeitslosen von -1,4% deutlich höhere Abnahme zeigte sich in der Altersgruppe der Jüngeren von 15 bis unter 25 Jahre mit -4,4 Prozent oder -171 Personen. Mit -1,5% ähnlich rückläufig wie die allg. Arbeitslosigkeit verlief die Ausländerarbeitslosigkeit (-303 Personen). Eine im Vergleich unterdurchschnittliche Abnahme, verzeichneten die älteren Arbeitslosen (50 Jahre und älter) mit -0,8 Prozent (-111 Personen) und die Langzeitarbeitslosen mit -0,4 Prozent oder -65 Personen. Zu einer Zunahme gegen den Trend kam es bei den arbeitslosen Schwerbehinderten. Ihre Zahl stieg um 1,2 Prozent (+20 Personen).

Unterbeschäftigung in allen Regionen gesunken  

Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven Angaben zur Unterbeschäftigung. Dazu zählen zusätzlich zu den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber z.B. im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden[1].

Nach dieser Definition waren nach vorläufigen Angaben im März 57.164 Personen im Agenturbezirk Bremen-Bremerhaven unterbeschäftigt. Das waren 341 Personen weniger als im Vormonat (-0,6%) und 1.524 Personen oder 2,7 Prozent mehr als vor einem Jahr.

In der Stadt Bremen waren 42.197 Personen unterbeschäftigt, 266 Personen (-0,6%) weniger als im Vormonat und 903 Personen (+2,2%) mehr als im Vorjahr. Mit 11.604 Personen  waren in Bremerhaven 44 Personen oder -0,4% weniger unterbeschäftigt als im Vormonat und 475 Personen (+4,3%) mehr als im März 2023. Die Zahl der Unterbeschäftigten im

Landkreis Osterholz lag mit 3.361 Personen um 34 Personen (-1,0%) niedriger als im Vormonat und um 144 Personen (+4,5%) höher als im Vorjahresmonat März.

Entlastung durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen im März gestiegen

10.863 Personen haben im März im Bezirk der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik teilgenommen. Das waren 337 Personen (+3,2%) mehr als im Vormonat und 227 Personen (+2,1%) mehr als im Vorjahr.

An beruflicher Weiterbildung haben im März 3.240 Personen teilgenommen. Das waren 126 Personen mehr (+4,0%) als im Februar und 429 Personen mehr (+15,3%) als im März 2023. Mit 1.766 Personen haben im aktuellen Monat 57 Personen mehr (+3,3%) an Beschäftigung schaffenden Maßnahmen teilgenommen als im Vormonat und 132 Teilnehmende weniger  (-7,0%) als noch vor einem Jahr.

Ausbildungsmarkt

Im März standen mit 4.359 seit Beginn des Berufsberatungsgeschäftsjahres gemeldeten Ausbildungsplätzen 481 Ausbildungsplätze oder -9,9 Prozent weniger Ausbildungsplätze im Bezirk der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven zur Verfügung als im gleichen Vorjahreszeitraum. Von den 4.359 gemeldeten Ausbildungsplätzen waren 2.925 noch unbesetzt (-418 Stellen oder -12,5% zum Vorjahr). Dem Ausbildungsplatzangebot standen mit 3.635 gemeldeten Ausbildungsplatzbewerber/innen 85 Ausbildungsplatzbewerber/innen mehr (+2,4%) gegenüber als im gleichen Vorjahreszeitraum. 2.110 dieser Bewerberinnen und Bewerber waren noch unversorgt (+50 Personen oder +2,4%).

Statement zum Ausbildungsmarkt

Joachim Ossmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven: „Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze sechs Monate nach Beginn des Berufsberatungsgeschäftsjahr stellt einen ersten Anhaltspunkt für die diesjährige Ausbildungskampagne dar. Die schwierigere Konjunkturlage scheint sich danach das Ausbildungsplatzangebot in diesem Jahr auszuwirken: So wurden von den Unternehmen mit 4.359 Ausbildungsplätzen bisher 481 Ausbildungsplätze oder 9,9 Prozent weniger im Arbeitsagenturbezirk gemeldet als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Ausbildungsplatzangebote wird bis zum ersten Ausbildungsbeginn Anfang August aber noch steigen.

Die Zahl der gemeldeten Ausbildungssuchenden liegt mit 3.635 etwas höher als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres (+85 Personen, +2,4%). Bezogen auf den Bezirk der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven liegt das das jetzige Ausbildungsplatzangebot aber deutlich über der Ausbildungsnachfrage. Und auch die Zahl der noch unbesetzten Ausbildungsstellen überschreitet die Zahl der noch unversorgten Jugendlichen erheblich. Ich empfehle allen Jugendlichen, die bisher ohne Unterstützung auf Ausbildungsplatzsuche sind, den Kontakt zur Berufsberatung aufzunehmen und bis zum erfolgreichen Abschluss der Ausbildungsplatzsuche zu halten. Der Ausbildungsmarkt hat in diesem Jahr viel zu bieten und unsere Berufsberaterinnen und -berater helfen gerne. Unter der kostenfreien Service-Nummer 0800 4 5555 00 bekommt man einen Termin zur Berufsberatung.“

 

 

[1] Dazu gehören Personen in Arbeitsmarktmaßnahmen, beruflicher Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten, Gründungszuschuss, Altersteilzeit etc. Aufgrund der Vorläufigkeit der Daten zur Maßnahmeteilnahme können sich hier in den kommenden Monaten noch Änderungen ergeben. Nicht enthalten sind Beschäftigte in Kurzarbeit, weil diese Daten erst mit mehrmonatiger zeitlicher Verzögerung erhoben werden können.