Arbeitgeber erkennen die Arbeitskräftepotenziale:

Geflüchtete schneller ins Arbeitsleben integrieren!

22.04.2024 | Presseinfo Nr. 31

Im Jobcenter Kreis Pinneberg werden rund 2.194 arbeitslose Geflüchtete aus der Ukraine, Syrien, Afghanistan, Iran, Irak und weiteren Ländern betreut. Nach erfolgreichem Sprachkurs suchen sie nun Arbeit. Immer mehr Arbeitgeber erkennen ihre Chance, die händeringend gesuchten Arbeitskräfte zu finden. Mit einer bundesweiten Kampagne sollen diese Aktivitäten des „Job-Turbos“ bekannter werden.

„Durch unseren engen Austausch und intensiven Gesprächen mit den Menschen kennen wir die Fähigkeiten und Interessen unseren Kundinnen und Kunden.“, beschreibt Ute Beckmann, Geschäftsführerin des Jobcenter Kreis Pinneberg die Bemühungen. „Aus der Flüchtlingswelle 2015/16 haben wir gelernt. Nicht jede Wiederholung oder Verlängerung eines Sprachkurses verbessert die Situation. Die Vertiefung und sichere Anwendung der Fachsprache erlernt man im beruflichen Alltag.“

„In fast allen Branchen wissen wir von Arbeitgebern, wie schwierig es geworden ist, Arbeitskräfte zu finden. Und da geht es nicht nur um Fachkräfte, sondern auch um Helfertätigkeiten“, so Alexandra Nütten, Geschäftsführerin Operativ der Arbeitsagentur in Elmshorn. „Auch wenn die Anforderungen der freien Stellen nicht auf Anhieb 1:1 mit den Kompetenzen der Arbeitsuchenden zusammenpassen, lohnt es sich, einen Versuch zu unternehmen.“ Probearbeit und ein finanzieller Ausgleich für Zeiten der Einarbeitung sind ebenso möglich wie auch berufsbegleitende Sprachkurse oder eine spätere berufliche Qualifizierung.

In Zusammenarbeit von Jobcenter und Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur im Kreis Pinneberg wurde bereits Folgendes erfolgreich umgesetzt:

 

  • Eine Ukrainerin wurde als Reinigungskraft in einem Hotel und Restaurant in Teilzeit (20 Wochenstunden) und unbefristet eingestellt.
  • Bei einem Arbeitgeber gab es einen Bewerbertag für geflüchtete Menschen. 10 Personen haben teilgenommen, das Unternehmen hat sich vorgestellt und einen Betriebsrundgang sowie erste individuelle Gespräche durchgeführt. Jetzt werden für einige geeignet Erscheinende Probearbeitstage vereinbart.
  • Ein Ukrainer wurde beim Arbeitgeber in Vollzeit eingestellt. Allerdings hatte der Arbeitgeber die Sprach- und Fachkenntnisse unterschätzt, hält aber an dem Beschäftigten fest, weil er die Potenziale erkannt hat. Jetzt organisiert er mit Unterstützung von Jobcenter und Arbeitsagentur zusätzliche Qualifizierungen.

 

Diese und vergleichbare Aktivitäten sind in allen Betrieben möglich! Unternehmen, die sich für die Einstellung von geflüchteten Menschen interessieren, können gerne über die lokale, kostenfreie Rufnummer beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service unter 0800 – 4 5555 20 Kontakt aufnehmen.