Suche Suche
 

Informationen für die Presse

Broschueren

Pressefotos

Kostenfreie Fotos vom Vorstand, aus der... mehr

Broschueren

Messen

Auf namhaften Messen präsentiert sich... mehr

Freibeträge

Die Grundsicherung für Arbeitsuchende lässt Freibeträge beziehungsweise Absetzbeträge zu, die bei der Anrechnung Ihres Einkommens beziehungsweise Vermögens berücksichtigt werden.

Von den Einnahmen können Aufwendungen abgesetzt werden, wie

  • auf das Einkommen entfallende Steuern,

  • Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung,

  • Werbungskosten,

  • gesetzlich vorgeschriebene Versicherungen (zum Beispiel Kfz-Haftpflicht) und

  • ein Zusatz-Freibetrag von 30 € pro Monat für angemessene private Versicherungen

Auf Einkommen aus Erwerbstätigkeit wird ein Freibetrag gewährt, der von der Höhe des erzielten Brutto- und Nettoeinkommens abhängig ist. 

Freibetrag bei Erwerbstätigkeit

Wenn Sie aus einer Erwerbstätigkeit Einkommen erzielen, wird ein Teil davon auf die Grundsicherung angerechnet. Sie bekommen also weniger Geld von Ihrem Jobcenter. Freibeträge sorgen aber dafür, dass Sie am Ende auch mehr Geld zur Verfügung haben (siehe Beispiel unten).

Wichtig:
Für die Höhe Ihres Freibetrags ist das Bruttoeinkommen (Einkommen vor Steuern und Abgaben) entscheidend.

  • Die ersten 100,00 € aus Erwerbseinkommen werden nicht angerechnet (Grundfreibetrag),
  • zusätzlich bleiben 20% des über 100,00 € bis einschließlich 1000,00 € liegenden Teils des Bruttoeinkommens anrechnungsfrei.
  • Zusätzlich zu den beiden anderen Freibeträgen werden 10% von ihrem Bruttolohn über 1000,00 € bis zur Verdienstobergrenze nicht angerechnet. Bei Leistungsberechtigten ohne Kind liegt die Verdienstobergrenze bei einem Bruttoeinkommen von 1.200,00 €, bei Leistungsberechtigten mit mindestens einem Kind bei 1.500,00 €.

Beispiel:
Sie verfügen über ein Bruttoeinkommen von 1.900 €. Angenommen, nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen würden 1500,00 € verbleiben, ergibt sich folgende Berechnung:

Berechnung des Freibetrages:

Brutto-Betrag des Einkommens zur Berechnung des Freibetrages 1.900,00 €
Grundfreibetrag 100,00 €
von 100,01 € bis 1.000,00 € bleiben 20% anrechnungsfrei 180,00 €
von 1000,01 € bis 1.200,00 € bleiben 10% anrechnungsfrei 20,00 €
Summe des Freibetrages 300,00 €

Berechnung des anrechenbaren Einkommens:

Netto-Betrag des Einkommens 1.500,00 €
./. Summe des Freibetrages - 300,00 €
Anrechenbares Einkommen 1.200,00 €

Haben Sie ein minderjähriges Kind, kommen maximal nochmals 30,00 € Freibetrag dazu (10% von 1200,01 – 1.500,00 €)

Unterm Strich bleiben also 300,00 € bzw. 330,00 € mehr in der Kasse.

Vermögens-Grundfreibetrag

Jeder in der Bedarfsgemeinschaft lebenden Person und deren Partnerin oder Partner steht jeweils ein Grundfreibetrag von 150,00 € je vollendetem Lebensjahr zu, mindestens aber jeweils 3.100,00 €. Jedem minderjährigen leistungsberechtigten Kind steht ein Grundfreibetrag von 3.100,00 € zu. Jede in der Bedarfsgemeinschaft lebende leistungsberechtigte Person erhält zusätzlich einen Freibetrag von pauschal 750,00 €. Dieser ist für notwendige Anschaffungen vorgesehen.

Private Altersvorsorge

Zusätzlich zu dem Vermögens-Grundfreibetrag steht jeder erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person ein Freibetrag in Höhe von 750,00 € je vollendetem Lebensjahr für die Private Altersvorsorge zu. Voraussetzung ist allerdings, dass die Verwertung der Anlage vor Eintritt in den Ruhestand vertraglich unwiderruflich ausgeschlossen ist. Auch ein Rückkauf, eine Kündigung oder eine Beleihung darf nicht möglich sein. Ein Ausschluss der Verwertung vor dem 60. Lebensjahr reicht aus.

Betriebliche Altersvorsorge

Frei sind auch Betriebsrenten, wenn sie ausschließlich arbeitgeberfinanziert sind und eine Verfügung vor dem Eintritt des Versorgungsfalles ausgeschlossen ist.

Stand