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Büro Führungskräfte zu Internationalen Organisationen (BFIO)

Kreis aus Flaggen aller europäischen Länder.

Deutschland ist Mitglied in etwa 200 Internationalen Organisationen in denen sich international ausgerichteten Führungskräfte interessante Karrieremöglichkeiten bieten. Das BFIO unterstützt - in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt - mit seinem Serviceangebot die Bundesregierung, die Zahl deutscher Mitarbeiter bei Internationalen Organisationen zu erhöhen.

Arbeiten bei Internationalen Organisationen

Ob bei den Vereinten Nationen, den Einrichtungen der Europäischen Union oder vielen anderen Fachorganisationen: an zahlreichen Orten der Welt warten herausfordernde Aufgaben. Tätigkeiten in diesem Umfeld sind begehrt, entsprechend groß ist die internationale Konkurrenz der Bewerberinnen und Bewerber.

 

Das BFIO informiert und berät Führungs- und Führungsnachwuchskräfte zu allen Fragen hinsichtlich der Beschäftigung bei Internationalen Organisationen.

Das BFIO führt darüber hinaus das Programm Beigeordnete Sachverständige für die Bundesregierung durch, die Federführung liegt beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Beschäftigungsfeld

Die Internationalen Organisationen lassen sich wie folgt einteilen:

  • Die Vereinten Nationen (VN) mit ihren Unter- und Sonderorganisationen
  • Die Institutionen der Europäischen Gemeinschaften
  • Internationale Finanzorganisationen
  • Fachorganisationen mit spezifischen Aufgabenstellungen.

In den Vereinten Nationen beginnt die Laufbahn, die mit dem höheren Dienst der deutschen öffentlichen Verwaltung vergleichbar ist, mit der P-1 Position (Assistant Officer) und führt über P-5 Stellen (Senior Officer/Head of Section) bis zur Ebene D-2 (Director/Head of Division). Die Institutionen der Europäischen Union starten mit einer AD-5 Position (Berufsanfänger mit Hochschulstudium) und führen über AD-10 (berufserfahrene Beamte) bis zur Referatsleiterebene (AD-15). Die Internationalen Finanzorganisationen haben wie auch weitere Internationale Organisationen eigene Vergütungssysteme entwickelt. Für gewöhnlich besteht die Vergütung aus einem Grundgehalt, einem von dem Einsatzort abhängigen Kaufkraftausgleich („post adjustment") und weiteren Zulagen wie etwa der Familienzulage. Informationen zu ihrem jeweiligen Dienstrecht bieten die Internationalen Organisationen auf ihren Internetseiten.

Die Internationalen Organisationen suchen qualifizierte und international ausgerichtete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedensten Fachrichtungen. Friedenssicherung, Humanitäre Hilfe, nachhaltige Entwicklung, Internationale Beziehungen, Internationales Recht, Wirtschaft und Handel, Energiefragen, Umweltschutz, Gesundheitswesen, Agrarentwicklung und Ernährungssicherung, Luftverkehr und Raumfahrt, Informationstechnologie, Personal- und Finanzverwaltung oder Dolmetschen und Übersetzen in den Institutionen der EU gehören zu den vielfältigen Aufgabenfeldern.

Die internationale Konkurrenz der Bewerberinnen und Bewerber ist groß und kann ebenfalls ein hervorragendes Qualifikationsniveau nachweisen. Weltweit gibt es bei den Internationalen Organisationen rd. 60.000 mit dem höheren Dienst in der Bundesrepublik Deutschland vergleichbare Positionen. Gegenwärtig arbeiten 5.400 Deutsche in diesem Bereich.

Eignungs- und Leistungsprinzip sind die entscheidenden Kriterien bei der Personalgewinnung aller Internationalen Organisationen. Gleichwohl ist es Ziel, das Personal unter der breitestmöglichen Berücksichtigung aller Mitgliedsstaaten auszuwählen.

Karrierewege

Die Verfahren der Personalgewinnung sind bei Internationalen Organisationen recht unterschiedlich. Der Großteil der offenen Positionen wird bei Internationalen Organisationen im Rahmen von Einzelausschreibungen bekannt gemacht. Eine wichtige Ausnahme bilden die Organe der Europäischen Union, die ihr Personal (Beamtenlaufbahn) fast ausschließlich über Auswahlverfahren („concours") rekrutieren. Im Nachwuchsführungskräftebereich gibt es auch bei den Vereinten Nationen eine gewisse Einschränkung für Einzelausschreibungen. Sie sind zahlenmäßig begrenzt. Dies liegt unter anderem daran, dass Nachwuchspositionen über spezielle Auswahlverfahren wie das National Competitive Recruitment Examiniation der VN und die Junior Professional Officer Programme der Geberländer besetzt werden (Nachwuchsprogramm Beigeordnete Sachverständige (BS) der Bundesregierung). Für zeitlich befristete Experten- und Consultanteinsätze können sich Interessenten auch für die Aufnahme in eine Expertendatenbank bewerben.

Einzelausschreibungen

Die aktuellen Stellenausschreibungen findet man auf der jeweiligen Homepage der Internationalen Organisationen. Hier erhält man auch Hinweise zum Bewerbungsverfahren. Die Bewerbung erfolgt fast ausschließlich auf elektronischem Wege.

Einen Überblick über alle der Bundesregierung bekannten offenen Positionen in Internationalen Organisationen bietet der Internationale Stellenpool des Auswärtigen Amtes. Möglich sind Abfragen etwa nach den Merkmalen Internationale Organisation, geforderte Qualifikation, geleistete Vergütung oder Einsatzort.

In den Internationalen Personalpool können potentiell geeignete Kandidatinnen und Kandidaten ihr Qualifikationsprofil selbst eingeben und so automatisch einen Abgleich mit den Ausschreibungen im Internationalen Stellenpool erhalten.

Die Concours der EU-Institutionen

Voraussetzung für eine Beamtenlaufbahn in einer EU-Institution ist die erfolgreiche Teilnahme an einem Auswahlverfahren („Concours“). Die Concours dienen der Bildung einer zahlenmäßig begrenzten Personalreserve für jeweils bestimmte Fachgebiete der Organe der Europäischen Union (Europäische Kommission, Europäischer Gerichtshof, Europäischer Rechnungshof, Europäisches Parlament, Rat der Europäischen Union).

Fast alle Auswahlverfahren für den vergleichbaren höheren Dienst richten sich an Interessenten für Einstiegspositionen. Die Zeitabstände, in denen die Auswahlverfahren stattfinden, sind unregelmäßig und richten sich nach dem Personalbedarf. Die dreistufigen Auswahlverfahren sind anspruchsvoll. Es ist von vornherein festgelegt und bekannt, wie viele Kandidaten in welchen Sachgebieten und welcher Laufbahngruppe eine Runde weiter kommen; dies gilt unabhängig von der Bewerberzahl.

Alle Bewerber aus EU-Mitgliedsländern können an der ersten Stufe, einem Vorauswahltest (multiple choice) mit Fragen unter anderem zu den Politikbereichen der Europäischen Union, teilnehmen. Im Anschluss an den Vorauswahltest werden diejenigen, die am besten abgeschnitten haben, gebeten, ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen einzureichen. Nach Prüfung der Bewebung erfolgt die Einladung zum zweiten Teil des Verfahrens. Hier geht es um die Bearbeitung von Fallstudien und einen Aufsatz zu EU-Themen. Die besten Kandidaten werden zu der mündlichen Prüfung zugelassen. Eine Prüfungskommission beurteilt in einem Gespräch die fachliche Kompetenz, die fremdsprachlichen Kenntnisse und die Eignung zum Arbeiten im multikulturellen Umfeld einer europäischen Institution.

Der Concours zieht sich über circa ein Jahr hin. Dann steht die Reserveliste fest und aus dieser werden, wenn sich freie Stellen in der Europäischen Union ergeben, die Kandidaten und Kandidatinnen der Reserveliste zu Bewerbungsgesprächen für offene Stellen eingeladen. Die Reserveliste hat zunächst eine Gültigkeitsdauer von einem Jahr. Das Verfahren stellt hohe Anforderungen und ist ohne intensivste Vorbereitung auf europäische Spezifika kaum zu bestehen.

Deutschen Bewerberinnen und Bewerbern ist deshalb die Teilnahme an den Vorbereitungsseminaren des Auswärtigen Amtes zu den EU-Concours sehr zu empfehlen. Gezielte Informationen findet man unter der Rubrik "Eine Karriere in Europa" auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes.

Informationen zu laufenden und geplanten Auswahlverfahren und weiteren alternativen Karrieremöglichkeiten bei den Institutionen der EU erhalten Interessentinnen und Interessenten auf den Internetseiten des Europäischen Amts für Personalauswahl.

Nachwuchsprogramme Internationaler Organisationen

Zur Gewinnung von Führungsnachwuchskräften bieten einzelne Internationale Organisationen eigene Nachwuchsprogramme für Hochschulabsolventen bestimmter Fachrichtungen mit Berufserfahrung an:

  • International Monetary Fund (IMF), Washington
  • Worldbank, Washington
  • United Nations Development Programme (UNDP), New York
  • Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD), Paris
  • African Development Bank (AfDB), Abidjan
  • Asian Development Bank (ADB), Manila
  • Interamerican Development Bank (IDB), Washington

Diese Programme sind mehrheitlich der Ausgangspunkt für eine Einstellung auf Dauer in der jeweiligen Organisation. Die Bewerbungsvoraussetzungen sind unterschiedlich, meist wird jedoch eine für die Organisation relevante Berufserfahrung vorausgesetzt. Das Höchstalter liegt zwischen 28 und 32 Jahren. Mit diesen Programmen werden weltweit die besten Bewerber ausgewählt und die Anzahl der zur Verfügung stehenden Plätze ist sehr begrenzt.

Die Europäische Kommission bietet in Zweijahresabständen Nachwuchsführungskräften der Mitgliedsländer die Möglichkeit, durch eine zweijährige Mitarbeit in einer ihrer Delegationen in Nicht-Mitgliedsländern praktische Berufserfahrung zu sammeln.

Experten- und Consultanteinsätze, Friedensmissionen und Freiwilligeneinsätze

Die Personalgewinnung für zeitlich befristete Experten- und Consultanteinsätze in Entwicklungsländern oder Krisenregionen ist bei den Internationalen Organisationen nicht einheitlich. Zum Teil können sich berufserfahrene Bewerber online um eine Aufnahme in eine Expertendatenbankdatei bewerben, aus der bei Bedarf die Mitarbeiter rekrutiert werden. Über Möglichkeiten einer Teilnahme an internationalen Einsätzen der Vereinten Nationen und der OSCE im Bereich Krisenprävention, Konfliktbeilegung und Friedenskonsolidierung informiert das Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) des Auswärtigen Amtes.

Praktika bei Internationalen Organisationen

Fast alle Internationalen Organisationen bieten Studierenden höherer Semester oder Hochschulabsolventen die Option, ihre Aufgaben, Tätigkeiten, Arbeitsabläufe und Mitarbeiterstruktur durch die Ableistung eines Praktikums kennen zu lernen.

Praktikanten erhalten die Gelegenheit, ihre bisherige berufliche Orientierung und fachliche Kompetenz in der Praxis zu überprüfen. Sie erfahren, welche Qualifikationen ihren angestrebten oder bereits erworbenen Hochschulabschluss für eine Verwendung im internationalen Dienst vielleicht sinnvoll ergänzen. Sie erhalten aus der Praxis wichtige Informationen zu Start- und Karrieremöglichkeiten und können zudem meist erste wertvolle Kontakte zu internationalen Bediensteten knüpfen. Nicht zuletzt bietet sich die Gelegenheit, die Fähigkeit zum Arbeiten in einem multikulturellen Umfeld zu testen. Allerdings sind Praktikumsplätze zahlenmäßig begrenzt und stehen grundsätzlich Interessenten aus allen Mitgliedsstaaten der jeweiligen Internationalen Organisation offen.

Die Praktika umfassen in der Regel eine Zeitspanne von drei bis sechs Monaten, zum Teil in standardisierten Programmen, zum Teil in Einzelmaßnahmen. Soweit Internationale Organisationen diese Möglichkeiten bieten, ist dies auf der jeweiligen Website beschrieben. Abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen stehen bei Internationalen Organisationen keine finanziellen Mittel für eine Vergütung von Praktikumstätigkeiten zur Verfügung. Organisationen, die Praktikanten finanziell unterstützen finden Sie in einer Liste des Auswärtigen Amtes. Der Einsatz ist dennoch lohnend. Zum einen stellt ein Praktikum bei Internationalen Organisationen in Verbindung mit den erworbenen Kenntnissen vielfach einen ersten Schritt in Richtung einer international ausgerichteten Karriere dar. Zum anderen honoriert auch die private Wirtschaft ein Praktikum bei Internationalen Organisationen als positiven Baustein der Bewerberbiografie.

Im Rahmen der Nachwuchsförderung bietet das Carlo Schmid Programm eine gemeinsame Initiative von DAAD, der Studienstiftung des Deutschen Volkes und der Robert Bosch Stiftung hochqualifizierten Studierenden höherer Semester und Absolventen die Möglichkeit eines drei- bis zwölfmonatigen Praktikums bei Internationalen Organisationen.

Das BFIO bietet eine individuelle Beratung zu Praktika bei Internationalen Organisationen an.

Arbeitsgebiete

Die Profile der Stellenausschreibungen sind vielfältig. Je nach Aufgabenstellung werden Fachkräfte aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen gesucht. Als kleine Hilfestellung für Ihre Suche nach Stellenausschreibungen sind die Internationale Organisationen, die mit dem jeweiligen Fachgebiet befasst sind, aufgeführt.

 

Architektur/Städteplanung

  • UN-Habitat (Zentrum der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen)
  • UNESCO (VN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur)

Energiefragen

  • CTBTO (Vorbereitungsausschuss über das Verbot von Nuklearversuchen)
  • IAEO (Internationale Atomenergieorganisation)
  • CERN (Europäische Organisation für Kernforschung)

Entwicklungszusammenarbeit

  • UNDP (VN-Entwicklungsprogramm)
  • EU (Europäische Union)
  • OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)

Erziehung, Kultur

  • UNESCO (VN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur)
  • ICCROM (Internationale Studienzentrale für den Erhalt von Kulturgütern)
  • UNITAR (VN-Ausbildungs- und Forschungsinstitut)
  • UNU (VN-Universität)
  • EHI (Europäisches Hochschulinstitut)
  • Europarat

Forschung/Wissenschaft

  • ERN (Europäische Organisation für Kernforschung)
  • ESO (Europäische astronomische Forschungsorganisation in der südlichen Hemisphäre)
  • ESOC (European Space Operations Centre)
  • EZMW (Europäisches Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage)
  • IAEO (Internationale Atomenergieorganisation)
  • UNAIDS (Joint United Nations Programme on HIV)
  • UN-CCD (VN-Sekretariat der Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung)
  • UNFCCC (VN-Sekretariat der Klimarahmenkonvention)
  • WHO (Weltgesundheitsorganisation)
  • WMO (Weltorganisation für Meteorologie)
  • UNEP (Umweltschutzprogramm der Vereinten Nationen)

Gesundheitswesen/Medizin

  • EDQM (Europarat)
  • WHO (Weltgesundheitsorganisation)
  • IARC (Internationale Agentur für Krebsforschung)
  • UNAIDS (Joint United Nations Programme on HIV)
  • Global Fund to Fight HIV/Aids, Tuberculosis and Malaria

Humanitäre Hilfe

  • IKRK (Internationales Komitee vom Roten Kreuz)
  • IOM (Internationale Organisation für Migration)
  • UNHCR (VN-Amt des Hohen Kommissars für Flüchtlinge)
  • UNICEF (VN-Kinderhilfswerk)
  • UNRWA (VN-Hilfswerk für Palästinaflüchtlinge)

Informatik

  • Stellenausschreibungen finden Sie bei allen Internationalen Organisationen und beim UN-ICC (VN-International Computing Centre)

Landwirtschaft/Veterinärwesen

  • FAO (VN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation)
  • WFP (Welternährungsprogramm)
  • IFAD (Internationaler Fonds für Landwirtschaftsentwicklung)
  • EUUPOV (Internationaler Verband für den Schutz von Pflanzenzüchtungen)

Öffentlichkeitsarbeit

  • Stellenausschreibungen finden Sie bei allen Internationalen Organisationen

Politik und Internationale Beziehungen

  • VN-Sekretariat in New York
  • OSZE-Sekretariat in Wien bzw. OSZE-Institutionen in Warschau und Den Haag
  • EUEuroparat

Rechtswissenschaften

  • Völkerrecht: IGH (International Court of Justice)
  • Europarecht: EUGH (Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften)
  • Patentrecht: EPA (Europäisches Patentamt)
  • Urheberrecht: WIPO (Weltorganisation für geistiges Eigentum)
  • Arbeitsrecht: ILO (Internationale Arbeitsorganisation)
  • Handelsrecht: WTO (Welthandelsorganisation)
  • Einwanderungs- und Immigrationsfragen: IOM (Internationale Organisation für Migration)
  • Flüchtlingsfragen, Asylrecht: UNHCR (VN-Hoher Flüchtlingskommissar)
  • Int. Kriminalitätsbekämpfung und Drogenkontrolle: UN-ODC (VN-Büro für Drogenkontrolle und Verbrechensbekämpfung)
  • Menschenrechtsfragen: UNHCHR (VN-Hochkommissar für Menschenrechte); Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte
  • Int. Strafrecht: UN-ICTY (Internationaler Strafgerichtshof für Ex-Jugoslawien), UN-ICTR (Internationaler Strafgerichtshof für Ruanda)

Telekommunikation

  • ITU (Internationale Fernmeldeunion)
  • UPU (Weltpostverein)
  • EUMETSAT (Europäische Organisation für die Nutzung von meteorologischen Satelliten)
  • INMARSAT (Internationale Mobilfunksatellitenorganisation)

Transportwesen

  • ICAO (Internationale Zivilluftfahrt-Organisation)
  • IMO (Internationale Seeschifffahrtsorganisation)

Verwaltung/Personal

  • Stellenausschreibungen finden Sie bei allen Internationalen Organisationen, im allgemeinen richten sich Stellenausschreibungen an Kandidaten, die bereits in der Verwaltung einer Internationalen Organisation gearbeitet haben

Bibliothekswesen, Dokumentation, Archivwesen, Statistik, Dolmetscherdienste

  • Stellenausschreibungen bei allen IO

Wirtschaft/Handel

  • OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)
  • EUWTO (Welthandelsorganisation)
  • UNCITRAL (VN-Kommission für internationales Handelsrecht)
  • UNIDO (VN-Organisation für industrielle Entwicklung)
  • WHO (Weltgesundheitsorganisation)
  • FAO (VN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation)
  • WeltbankIWF (Internationaler Währungsfonds)
  • EIB (Europäische Investitionsbank)
  • EBWE (Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung)
  • Regionalen Entwicklungsbanken (Asian Development Bank, African Development Bank, Inter-American Development Bank)
  • UNDP (VN-Entwicklungsprogramm)
  • ITC (International Trade Centre)
  • UNCTAD (VN-Welthandelskonferenz)
  • ILO (Internationale Arbeitsorganisation)
  • MIGA (Multilateral Investment Guarantee Agency)

Umweltschutz

  • UN-CCD (Sekretariat der VN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung)
  • UNFCCC (Sekretariat der Klimarahmenkonvention)
  • FAO (VN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation)
  • UNEP (VN-Umweltschutzprogramm)

Voraussetzungen

Die Stellenausschreibungen geben dezidiert Auskunft über das gewünschte Bewerberprofil für eine Vakanz. Die fachlichen Qualifikationen werden, soweit es sich nicht beispielsweise um Positionen im Bereich Verwaltung, Finanz- und Personalwesen oder etwa Informationstechnologie handelt, durch die spezifischen Aufgaben der jeweiligen Internationalen Organisation definiert.

Für eine Tätigkeit in Internationalen Organisationen sind hervorragende berufliche Fachkenntnisse unerlässlich. Ein erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium ist fast ausnahmslos Voraussetzung für die Teilnahme an einem Bewerbungsverfahren für Positionen im vergleichbaren höheren Dienst.

Im Ausland und im Umfeld der Internationalen Organisationen erworbene berufliche Erfahrungen sind ein Kernelement der Bewerberauswahl. Die ausgeschriebenen Positionen unterscheiden sich deutlich hinsichtlich der geforderten praktischen Berufserfahrung. Während bei den zahlenmäßig geringen Nachwuchspositionen in der Regel eine begrenzte Berufserfahrung nach Hochschulabschluss erwartet wird, stehen die höheren Stabspositionen nur Kandidaten offen, die auf dem in der Ausschreibung genannten speziellen Gebiet über langjährige Erfahrung verfügen. Dabei werden von den Bewerbern zumeist substantielle Kenntnisse über die Aufgaben und Arbeitsweise der betreffenden Internationalen Organisation erwartet.

Die fließende Beherrschung einer, meist aber von zwei der Amtssprachen – Englisch und eine weitere Amtssprache – ist eine unverzichtbare Voraussetzung für die Arbeit in einer Internationalen Organisation. Es wird vorausgesetzt, dass Bewerber die spezielle fremdsprachliche Terminologie in den betreffenden Fachgebieten sicher beherrschen. Sie müssen in der Lage sein, schriftliche Fachberichte oder Memoranden abzufassen und aktiv an Verhandlungen in den betreffenden Sprachen teilzunehmen. Weitere nachgewiesene Fremdsprachenkenntnisse sind ein positives Element bei jeder Bewerbung.

Die Zusammenarbeit mit Personen aus den unterschiedlichsten Ländern und Fachdisziplinen stellt hohe Anforderungen an die außerfachlichen Kompetenzen der Mitarbeiter bei Internationalen Organisationen. Die Bereitschaft, auf die lokalen Gegebenheiten des Dienstortes insbesondere bei „field posts" flexibel zu reagieren, ist ebenso selbstverständlich wie die Anpassungsfähigkeit der Bediensteten etwa bei Aufgaben in Krisengebieten.

Bewerbung

In der Regel wählen Bewerberinnen und Bewerbern, die die fachlichen und persönlichen Anforderungen der Stellenausschreibungen von Internationalen Organisationen erfüllen, den Weg der Direktbewerbung.

Die konkrete Bewerbung auf eine vakante Position bei Internationalen Organisationen erfordert Sorgfalt, eine gezielte Vorbereitung und häufig rasches Handeln, da die Ausschreibungsfristen in vielen Fällen sehr kurz gehalten sind. Die Vielfalt der Aufgaben und Arbeitsweisen der Internationalen Organisationen machen deutlich, dass es kein einheitliches und verbindliches oder gar standardisiertes Bewerbungsverfahren für alle Internationalen Organisationen gibt.

Gleichwohl besitzen folgende Beobachtungen weitreichende Gültigkeit:

Für eine erfolgreiche Bewerbung bei Internationalen Organisationen ist es zwingend erforderlich, dass zwischen dem individuellen Bewerberprofil und den Angaben der Stellenanzeige eine hohe Passgenauigkeit hergestellt werden kann. Zu beachten ist auch, dass die in der Stellenausschreibung geforderten Fachkenntnisse immer nur die Minimalforderungen darstellen. Die sprachlichen Fertigkeiten, notwendige Berufserfahrung und gegebenenfalls besondere Kompetenzen müssen sich ohne Ausnahme vollständig in dem Profil des Bewerbers widerspiegeln.

Insbesondere im Hinblick auf die Schilderung der relevanten Berufserfahrung ist es sehr empfehlenswert, neben der Beschreibung der ausgeübten Tätigkeit insbesondere Faktoren wie Personalverantwortung, Budgetverantwortung, Verwaltungs- und Projekterfahrung genau zu beschreiben. Für Internationale Organisationen ist es wichtig, bei der Beurteilung der beruflichen Laufbahn Indikatoren für wachsende Verantwortungs- und Zuständigkeitsbereiche identifizieren zu können.

Bei jeder Bewerbung muss sich die deutsche Kandidatin oder der deutsche Kandidat darüber im Klaren sein, dass man nicht nur auf externe Konkurrenz trifft. Auf die meisten Stellenausschreibungen melden sich auch eine Anzahl von Bewerbern, die bereits Mitarbeiter in Internationalen Organisationen und daher sehr ernst zu nehmende Konkurrenten sind.

Die meisten Internationalen Organisationen haben für das Bewerbungsverfahren eigene Personalbögen entwickelt, die in aller Regel über das Internet abgerufen werden können. Oft bieten die Internationalen Organisationen auch gezielte Hinweise über die Ausgestaltung der Bewerbungsunterlagen mit folgenden Elementen:

  • Persönliche Daten wie Name, Adresse, Telefon, Fax, E-Mail, Nationalität, Geschlecht und Familienstand.
  • Im Bereich Ausbildung führen Bewerber in der Regel Informationen über ihren schulischen und akademischen Werdegang an. Hier werden Angaben zu den Ausbildungsorten, den gewählten Ausbildungsgängen und zu den entsprechenden Ergebnissen vermerkt.
  • Eine präzise Beschreibung der beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten sowie der entsprechenden Verwendungsgebiete erfolgt bei der Darstellung der beruflichen Erfahrungen. Hier ist eine genaue Beschreibung der ausgeübten Tätigkeit ebenso angebracht wie eine Darstellung der erfolgreichen Aufgabenbewältigung im Rahmen der beruflichen Tätigkeit. Arbeitgeber, Einsatzorte sowie die finanziellen Rahmenbedingungen sollten klar genannt werden.
  • Unabdingbar für eine Bewerbung bei Internationalen Organisationen ist die exakte Einstufung der vorhandenen Sprachkenntnisse. Neben Angaben zur Muttersprache sollte explizit über die Fremdsprachenkenntnisse unter Hinweis auf schriftliche und mündliche Ausdrucksfähigkeit berichtet werden.
  • Vielfach fordern Internationale Organisationen den Nachweis über entsprechende Referenzen. Hier sind Personen zu benennen, die über fachliche und persönliche Hintergründe dezidierte Angaben machen können.

Sofern eine Bewerbung bei einer Internationalen Organisationen nicht auf elektronischem Weg erfolgt, sollten die entsprechenden Unterlagen stilistisch sauber, inhaltlich aussagekräftig und in ansprechender Form überreicht werden.

Tipps zum Bewerbungsanschreiben erhalten Sie auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes. Sie können dort auch einen Musterlebenslauf einsehen.

Serviceangebot des BFIO

Das Serviceangebot des BFIO zielt darauf ab, qualifizierte Führungskräfte und Führungsnachwuchskräfte auf ihrem Weg in die Internationalen Organisationen zu unterstützen. Im Rahmen der Kooperation mit dem Auswärtigen Amt stehen dabei folgende Dienstleistungen im Mittelpunkt:

  • Information und Beratung zum Arbeitsmarkt Internationale Organisationen
  • Beratung zu Stellenausschreibungen und Hilfe bei der Vorbereitung der Bewerbung
  • Unterstützung während der Bewerbungsphase in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt und den deutschen Auslandsvertretungen
  • Vorträge zu Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten bei Internationalen Organisationen an deutschen Hochschulen und bei Förderinstitutionen.

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