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Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer regelt das Bundesurlaubsgesetz den Anspruch auf bezahlten Urlaub. Lesen Sie, welche Rechte und Pflichten sich daraus für Sie ergeben.

Der Anspruch auf Urlaub richtet sich nach den Wochenarbeitsstunden. Wer fünf Tage in der Woche arbeitet, dem stehen 20 Werktage Urlaub zu. Teilzeitbeschäftigte oder geringfügig Beschäftigte haben demzufolge weniger Urlaubsanspruch. Das Bundesurlaubsgesetz regelt nur das gesetzliche Minimum. Viele Arbeitgeber gewähren freiwillig mehr Urlaub. Dies regeln die Arbeits- oder Tarifverträge.

Neue Beschäftigte haben erst nach sechs Monaten vollen Anspruch auf Urlaub. Bis dahin steht ihnen pro Monat ein Zwölftel des Jahresurlaubs zu.

Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung stehen zusätzliche Urlaubstage zu. Bei einer Fünf-Tage-Woche sind dies beispielsweise zusätzliche fünf Urlaubstage.

Sie dürfen nicht eigenmächtig entscheiden, wann Sie Urlaub nehmen, sondern müssen ihn bei Ihrem Arbeitgeber beantragen. Wer ohne Absprache Urlaub nimmt, riskiert die Kündigung.

Wenn dringende betriebliche Gründe dagegen sprechen, darf der Arbeitgeber den Urlaub ablehnen. Das ist zum Beispiel bei personellen Engpässen der Fall.

Kollidiert der Urlaub mit anderen Mitarbeitern, kommt derjenige zum Zug, der sozial vorrangig zu behandeln ist – etwa Beschäftigte mit Kindern.

Gut zu wissen: Ein bereits genehmigter Urlaub darf nicht widerrufen werden.

Der Arbeitgeber kann Ihren Antrag zwar ablehnen, muss dafür aber Gründe nennen. Er darf Urlaub nicht prinzipiell nur dann gewähren, wenn es nicht viel zu tun gibt. Er kann allerdings Betriebsurlaub anordnen. Dann muss die Belegschaft Urlaub nehmen. Das muss er aber vorher mit dem Betriebsrat abstimmen und mit entsprechend Vorlauf ankündigen.

Eine maximale Anzahl an Tagen, die ein zusammenhängender Urlaub dauern darf, gibt es nicht. Das Bundesurlaubsgesetz sieht vor, dass der Arbeitgeber mindestens zehn Werktage am Stück (bei einer Fünf-Tage-Woche) genehmigen muss.

Der Arbeitgeber darf nicht verlangen, dass Sie im Urlaub erreichbar sind. Anrufen darf der Arbeitgeber nur im absoluten Notfall, wenn es keine andere Möglichkeit gibt. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie weit entfernt Urlaub machen oder vor Ort geblieben sind.

Ihr Arbeitgeber kann nicht verlangen, dass Sie Ihren bereits angetretenen Urlaub abbrechen. Er darf Sie zum Beispiel auch nicht abmahnen, wenn Sie sich weigern.

Einigen Sie sich einvernehmlich auf einen Abbruch, muss der Arbeitgeber die Kosten dafür tragen. Und Sie dürfen die versäumten Urlaubstage natürlich nachholen.

Urlaub dient der Erholung und der Regeneration Ihrer Arbeitskraft. Daher dürfen Sie währenddessen keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, die dem Urlaubszweck widerspricht. Welche Art von Erwerbstätigkeit darunter fällt, ist im Einzelfall zu klären. In der Regel ist damit Arbeit gegen Entgelt gemeint. Unentgeltliches Arbeiten ist hingegen in der Regel erlaubt.

Melden Sie sich umgehend bei Ihrem Arbeitgeber krank. Suchen Sie außerdem sofort einen Arzt auf –  auch wenn Sie das laut Arbeitsvertrag erst ab dem dritten Tag müssen. Legen Sie Ihrem Arbeitgeber ein ärztliches Attest vor. Dann können Sie die Urlaubstage, an denen Sie nachweislich erkrankt waren, zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

Gut zu wissen: Sie sind im Ausland krank geworden? Dann sollten Sie außerdem Ihre Krankenkasse informieren.

Reiseveranstalter sowie private und öffentliche Einrichtungen bieten spezielle Angebote zum Verreisen mit Kindern und/oder pflegebedürftigen Angehörigen an. Abwechslung und Auszeit für die ganze Familie steht dann nichts mehr im Wege.