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Von der Kauffrau zur Betriebswirtin

Die Kauffrau im Groß- und Außenhandel Titi Oguns (29) wollte sich fortbilden. Sie entschied sich für eine Weiterbildung zur Betriebswirtin. Der richtige Zeitpunkt für sie war der Schulstart ihrer Tochter.

Vor rund zehn Jahren kam Titi Oguns von Nigeria nach München. Ihre wichtigste Anlaufstelle damals: die Bayerische Akademie für Außenwirtschaft e.V. (BAA). Hier lernte sie zunächst Deutsch. Dann machte sie dort die Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel.

Nach einigen Jahren im Beruf wurde Titi Oguns Mutter und pausierte im Job. Mit einer Fortbildung wollte sie die Erwerbspause sinnvoll nutzen. Ihr Ziel: sich auf die gestiegenen Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt vorbereiten. Ihre Wahl fiel auf die Weiterbildung zur Betriebswirtin für internationale Wirtschaft (BAA).

Vormittags im Unterricht

Titi Oguns entschied sich für eine Weiterbildung zur Betriebswirtin.

Titi Oguns erinnert sich: „Meine Tochter kam gerade in die erste Klasse. Und nachmittags war sie im Hort. So hatte ich als Alleinerziehende Zeit für die Fortbildung an der BAA.“

Montag bis Freitag war Titi Oguns im Unterricht – immer bis 16.15 Uhr. Und am Abend war Lernen angesagt. Die Wochenenden aber hielt sie sich für ihr Kind frei. Über fünf Monate erstreckte sich ihre Weiterbildung in Vollzeit. Die Teilzeitvariante hätte zwei Jahre gedauert.

Finanzierung dank Bildungsgutschein

Im Unterricht beschäftigte sich Titi Oguns mit verschiedenen Aspekten der Außenwirtschaft. Es ging etwa um rechtliche Fragen, Import- und Exportabwicklung sowie internationales Marketing. Auch Betriebswirtschaftslehre, Controlling und Personalführung standen auf dem Stundenplan. Außerdem war die Zusatzqualifikation zur Auditorin für internes Qualitätsmanagement ein Bestandteil.

5.000 Euro kostete die Weiterbildung. Das konnte sie mithilfe eines Bildungsgutscheins der Bundesagentur für Arbeit finanzieren. Eine entsprechende Förderung ist prinzipiell möglich, aber an bestimmte Voraussetzungen geknüpft.

Mehr Selbstsicherheit im Job

„Nun habe ich mehr Fachwissen und gehe viel selbstsicherer an meine Aufgaben heran.“

Wenige Monate nach ihrem Abschluss hatte Titi Oguns eine Stelle. Sie arbeitet nun als Zollsachbearbeiterin in der Export-Abteilung eines weltweit agierenden Unternehmens. Dieses ist im Vertrieb von Automobilersatzteilen und -zubehör tätig. „Schon in meinen früheren Jobs beschäftigte ich mich im Versand mit Zoll-Angelegenheiten. Nun habe ich aber mehr Fachwissen. Somit gehe ich viel selbstsicherer an meine Aufgaben heran.“

In erster Linie organisiert Titi Oguns Begleitpapiere für die Warenausfuhr sowie Ausfuhranmeldungen. Dafür nutzt sie eine branchenspezifische Software. Sie achtet dabei immer darauf, dass alle Papiere präzise dokumentiert werden. So sind die Dokumente bei Bedarf schnell verfügbar.

Zusätzliche Weiterbildung

Titi Oguns hat ihre berufliche Laufbahn bislang zielsicher verfolgt. Und sie ist noch nicht fertig damit. Vor kurzem hat sie eine berufsbegleitende Weiterbildung begonnen. Sie qualifiziert sich zur Fachkauffrau für Außenwirtschaft. „Vom Lernen habe ich noch nicht genug!“, ist sie sich sicher.