Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Piwik. Das hilft uns, um Ihnen ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Hier erfahren Sie mehr über die Nutzung Ihrer Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.

Unterstützung für Familien

Mit Leistungen aus dem Bildungspaket und spezieller Beratung erreichen Sie mehr für Ihre Familie.

Wenn Sie Arbeitslosengeld II erhalten, haben Sie unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Leistungen für Bildung und Teilhabe (auch „Bildungspaket“ genannt) für Ihre Kinder.

Diese Leistungen können Ihre Kinder zum Beispiel dabei unterstützen, Erfolge in der Schule zu erzielen. Sie erleichtern ihnen auch den Zugang zu kostenpflichtigen sozialen oder kulturellen Angeboten.

Leistungen aus dem Bildungspaket können zum Beispiel sein: 

  • die Kosten für Nachhilfe-Stunden werden übernommen
  • der Mitgliedsbeitrag des Sportvereins wird bezuschusst
  • die Kosten für ein Sportgerät oder Musikinstrument werden teilweise übernommen

Leistungen aus dem Bildungspaket sind in der Regel Geld- oder Sachleistungen (in Form von Gutscheinen). Sie erhalten Sie von Ihrer Stadt oder Gemeinde.

Kinder bei Nachhilfestunde

Voraussetzungen für einen Anspruch

Sie können Leistungen aus dem Bildungspaket beantragen, wenn Ihr Kind …

  • jünger als 25 Jahre ist,
  • eine Kindertagesstätte (Kita) oder eine allgemein- oder berufsbildende Schule besucht und
  • keine Ausbildungsvergütung erhält.
Leistungen beantragen

Fast alle Leistungen des Bildungspakets werden zusammen mit dem Antrag auf Arbeitslosengeld II beantragt. Ein gesonderten Antrag müssen Sie nur für solche Leistungen stellen, die der Lernförderung Ihres Kindes dienen.

In der Regel müssen Sie entsprechende Nachweise vorlagen, damit Ihr Antrag bewilligt werden kann.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Stadt oder Gemeinde. Auf der Webseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales erfahren Sie, wer vor Ort Ihre Ansprechpartner zum Bildungspaket sind. 

Wichtig: Fast alle Leistungen des Bildungspakets werden zusammen mit dem Antrag auf Arbeitslosengeld II beantragt. Ein gesonderteren Antrag müssen Sie nur stellen, wenn Sie Leistungen des Bildungspaketes beantragen möchten, die der Lernförderung Ihres Kindes dienen.

  Leistung aus dem Bildungspaket
Persönlicher Schulbedarf In der Regel erhalten Sie pauschal 150 Euro pro Jahr und Kind. Sie müssen dafür eine Schulbescheinigung vorlegen.
Lernförderung (Nachhilfe) Die Kosten werden übernommen. Voraussetzung: Die Schule bestätigt den Bedarf und hat selbst kein entsprechendes Angebot. Für diese Leistung ist ein gesonderter Antrag erforderlich.
Gemeinschaftliche Mittagsverpflegung Die Kosten für das Mittagessen in Schule, Hort, Kita, bei der Tagesmutter oder dem Tagesvater können bezuschusst werden.
Vereins-, Kultur- oder Freizeitangebote Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren erhalten pauschal 15 Euro monatlich. Voraussetzung: Sie weisen beispielsweise ihre Mitgliedschaft in einem Sportverein nach.
Fahrt zur Schule In der Regel gibt es einen Zuschuss zur Monatskarte. Voraussetzung: Die Schülerinnen und Schüler können die nächstgelegene Schule nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen. Ab welcher Entfernung genau die Monatskarte bezuschusst wird, erfahren Sie bei Ihrem Jobcenter.

Voraussetzung für die Erstattung der Kosten

Legen Sie die Belege für Ihre Ausgaben (zum Beispiel Rechnungen, Quittungen oder Fahrscheine) vor. Nur Kosten, die Sie nachweisen können, werden Ihnen erstattet. Eine Ausnahme ist der Schulbedarf, für den Sie einen festen Betrag erhalten.

Tipp: Für Familien gibt es in Deutschland vielfältige staatliche Unterstützung. Verschaffen Sie sich einen schnellen Überblick über alle Leistungen mit dem Starke-Familien-Checkheft des Familienministeriums.

Spezielle Beratung

Das Jobcenter unterstützt Sie und Ihre Familie nicht nur mit finanziellen Leistungen. Ihre Ansprechpartnerin oder Ihr Ansprechpartner dort kann Sie auch umfassend beraten.

Beratung bei persönlichen und familiären Problemen

Ihr Jobcenter arbeitet mit vielen anderen Behörden zusammen und ist Teil zahlreicher Netzwerke in Ihrer Region. Dadurch kann es Ihnen zum Beispiel Beratungsstellen nennen, die Ihnen und Ihrer Familie in schwierigen Lebenssituationen weiterhelfen.

Nehmen Sie Kontakt auf, wenn Sie zum Beispiel ...

  • alleinerziehend sind und eine Kinderbetreuung brauchen,
  • Informationen und Hilfe für schwangere Jugendliche suchen,
  • eine Erziehungsberatung wünschen,
  • Suchtprobleme oder
  • Schulden haben.
Frauen unterhalten sich

Auch wenn es nicht leicht fällt: Vertrauen Sie sich Ihrer Ansprechpartnerin oder Ihrem Ansprechpartner an, wenn Sie Opfer häuslicher Gewalt waren oder sind. Sie beziehungsweise er nennt Ihnen Anlaufstellen, wo Sie Hilfe erhalten. Darüber hinaus stellt sie beziehungsweise er sicher, dass Ihre Daten besonders streng geschützt sind.

Beratung mit Partner oder Partnerin

Hindernisse oder Probleme lassen sich zusammen mit dem Partner oder der Partnerin besser überwinden. In den meisten Jobcentern ist es darum möglich, dass Sie gemeinsam mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin beraten werden. Bei diesen Gesprächen ergeben sich oft neue und unerwartete Perspektiven für Ihre ganze Familie.

Ein Beispiel dafür, welche nachhaltigen Verbesserungen durch ein gemeinsames Beratungsgespräch angestoßen werden können, ist Familie Bähr.

Beratung zum Wiedereinstieg in den Beruf

Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) der Jobcenter informieren Sie im Rahmen von Infoveranstaltungen, wie Sie Familie und Beruf vereinbaren können. Mehr darüber erfahren Sie in Ihrem zuständigen Jobcenter.

Persönlichen Beratungstermin vereinbaren

Erfahren Sie in einem Beratungsgespräch, welche Leistungen aus dem Bildungspaket oder weiteren Hilfsangebote Sie erhalten können. Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Jobcenter – persönlich oder telefonisch. Welches Jobcenter für Sie zuständig ist, ermitteln Sie mit der Dienststellen-Suche am Ende dieser Seite.

Tipp: Auf den Webseiten des Familienportals finden Sie weitere Angebote und Anlaufstellen, die Sie bei persönlichen oder familiären Problemen unterstützen können. Verantwortlich für das Familienportal ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Familienportal

Antworten auf häufig gestellte Fragen von Familien

Ja. Wenn Sie Arbeitslosengeld II beziehen, müssen Sie sogar Kindergeld beantragen, da Sie damit Ihre Hilfebedürftigkeit verringern. Im Bereich Familie und Kinder finden Sie weitere Informationen zum Kindergeld.

Kindergeld wird als Einkommen angerechnet.

Grundsätzlich erhalten Sie keinen Kinderzuschlag und Wohngeld, wenn Sie einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben.

Ein gleichzeitiger Bezug von Arbeitslosengeld II und Kinderzuschlag ist aber ausnahmsweise möglich. Bei tatsächlich eintretender Bedürftigkeit während des laufenden Bezuges von Kinderzuschlag besteht ein Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Der Kinderzuschlag wird dann als Einkommen auf das Arbeitslosengeld II angerechnet.

Kinderzuschlag und Wohngeld sind jedoch sogenannte vorrangige Leistungen. Das bedeutet, dass Sie diese beantragen müssen, wenn Sie einen Anspruch darauf haben. Überprüfen Sie mit dem KiZ-Lotsen, ob Sie Kinderzuschlag erhalten können.

Die Aufwendung für Ausflüge und mehrtägige Klassenfahrten werden zusammen mit dem Antrag auf Grundsicherungsleistungen nach dem SGB II beantragt. Ein gesonderter Antrag ist nicht mehr notwendig. Die Bewilligungsentscheidung erhalten Sie in der Regel nach Vorlage entsprechender Nachweise. Sie bekommen die Kosten erstattet, die Ihnen durch die Schulveranstaltung entstanden sind.

Für den Schulbedarf Ihres Kindes erhalten Sie einen festen Betrag: zum 1. August für das neue Schuljahr sind das 100 Euro. Am 1. Februar erhalten Sie weitere 50 Euro. Die zweite Zahlung müssen Sie nicht gesondert beantragen.

Ja, Sie können für die Musik- oder Sportausstattung einen Zuschuss beantragen. Dabei müssen Sie immer einen Eigenanteil leisten.