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Als kleiner Betrieb Fachkräfte selbst ausbilden

Der Gründer und Geschäftsführer Ralf Ahamer hat sich dafür entschieden, selbst auszubilden. Seiner Softwarefirma sichert er damit den Fachkräfte-Nachwuchs.

Meeting in der Head-on Solutions GmbH in Nürnberg: Alle 9 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sitzen entspannt zusammen und tauschen sich über fachliche Fragen aus. Mit dabei ist Benni, Auszubildender im zweiten Ausbildungsjahr. Der angehende Fachinformatiker ist der erste Auszubildende in dem mittelfränkischen Kleinunternehmen.

Das Start-up-Unternehmen ist sehr erfolgreich am Markt. Es entwickelt Software für mittelständische Betriebe. Damit können beispielsweise Friseurstudios ihre Kundentermine und die Kassenabrechnung online verwalten.

Ralf Ahamers Team
Austausch auf Augenhöhe – in Ralf Ahamers Team herrschen flache Hierarchien.

Voraussetzungen für die Ausbildung schaffen

„Als wir die Firma gründeten, fehlten noch Zeit und Personal, um auszubilden“, erklärt Ralf Ahamer. „Wir wussten aber, dass wir das angehen werden. Einfach, weil es schwierig ist, Fachkräfte zu finden und weil wir dann wissen, wen wir bekommen.“

Ralf Ahamer und einige seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brachten bereits die Ausbildereignungsprüfung mit. In ihren vorherigen Arbeitsstellen hatten sie viel Erfahrung mit der Ausbildung von jungen Fachkräften gesammelt. Als der Entschluss fiel, dass sie eine Nachwuchskraft ausbilden wollten, wandten sie sich an die örtliche Industrie- und Handelskammer (IHK). Ein IHK-Ansprechpartner kam zu einem persönlichen Beratungsgespräch ins Unternehmen und bestätigte, dass die Firma alle Voraussetzungen erfüllt. Daraufhin wurde Ralf Ahamers Betrieb als Ausbildungsstätte in das Verzeichnis der IHK eingetragen.

Ralf Ahamer
Für Ralf Ahamer war es die richtige Entscheidung, eine Ausbildung in seinem Kleinunternehmen anzubieten.

Den passenden Azubi finden

Als die nötigen Ressourcen zur Verfügung standen, suchte Ahamer mit einer Anzeige in IT-Stellenbörsen nach einer geeigneten Person für die Ausbildung. Wichtig waren ihm weniger die Schulnoten, sondern vielmehr die Motivation der Bewerbenden und ihre Leidenschaft für die IT.

Seine Firma nahm sich viel Zeit, um einen Azubi auszuwählen. „Es kam darauf an, die Person herauszufiltern, die Lust auf unser Unternehmen hatte und gut zu uns passte“, erklärt er. Um sich gegenseitig kennenzulernen, plant Ahamer immer einen Tag ein, an dem das Team und die Bewerberinnen und Bewerber gemeinsam programmieren. Dabei erfahren die Bewerbenden mehr über das Unternehmen und seinen Tagesrhythmus. „Und wir finden heraus, welche Arbeitshaltung und Vorkenntnisse die potenziellen Azubis mitbringen“, sagt Ralf Ahamer. Bei Benni passte alles zusammen ­­- und so erhielt er die Zusage für den Ausbildungsplatz.

<!--StartFragment-->Ralf Ahamer mit Azubi Benni<!--EndFragment-->
Zusammen programmieren: So lernten sich Benni und das Team in der Bewerbungsphase besser kennen.

Selbstbewusst bei der Talentsuche vorgehen

Bei der Suche nach Auszubildenden sieht Ahamer seine kleine Firma im Wettbewerb mit mittleren und größeren Unternehmen. „Wir konkurrieren um eine sinkende Zahl an Schulabgängerinnen und Schulabgängern. Große Konzerne räumen den Markt leer“, so Ahamer. Er rät kleinen Unternehmen, bei der Suche nach zukünftigen Fachkräften selbstbewusst aufzutreten. So hebt er in den Stellenanzeigen die Vorteile seines Kleinunternehmens hervor: anspruchsvolle und vielseitige Aufgaben, ein kollegiales Team, flache Hierarchien mit viel Freiraum für Eigeninitiative.

Das hat Ralf Ahamer weitergebracht