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Schritt 2: Welche Wege gibt es, um mich zu qualifizieren

Einen Berufsabschluss nachholen, Computerkenntnisse auffrischen oder ein Fremdsprachenzertifikat erwerben – das sind nur einige Beispiele, wie Sie sich beruflich weiter qualifizieren können. Die wichtigsten Qualifizierungswege finden Sie in dieser Übersicht.

Aufstiegsorientierte Weiterbildungen basieren meist auf rechtlichen Regelungen und führen zu staatlich anerkannten Abschlüssen. Mit der sogenannten Anpassungsfortbildung sollen dagegen vorrangig Kenntnisse erweitert, an neueste Anforderungen angepasst oder aufgefrischt werden.

Beruflich am Ball bleiben ist demnach das Ziel – und es kann auf vielen Wegen erreicht werden. Meistens bieten Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber solche Qualifizierungen an, sei es in Form von intern oder extern durchgeführte Schulungen oder Lernen am Arbeitsplatz. Ein großer Teil der Erwerbstätigen und Menschen in einer Familien- oder Pflegephase wird selbst aktiv und bildet sich in der Freizeit weiter, zum Beispiel

  • mit Lern-Apps und anderen digitalen Medien
  • durch den Besuch von Kursen und Seminaren
  • durch individuelles Coaching oder
  • durch Selbststudium von Fachbüchern oder Zeitschriften.

Auch bei Anpassungsfortbildungen gibt es in der Regel einen Nachweis. Das kann – je nach Bildungsangebot – eine Teilnahmebescheinigung, ein Zertifikat, ein Sachkundenachweis oder ein detailliertes Zeugnis sein. Achten Sie bei Ihren Bewerbungen darauf, welche Nachweise sich eignen, um Ihre Chancen auf die jeweilige Stelle zu verbessern.

Tipp: Ein erster Schritt zum lebenslangen Lernen kann darin bestehen, einen bisher fehlenden Berufsabschluss nachzuholen.

Sie besitzen keinen Berufsabschluss oder haben mehrere Jahre einfache Tätigkeiten ausgeübt, für die keine Ausbildung gefordert wurde? Dann können Sie auch als Erwachsener noch einen Berufsabschluss nachholen und sich für anspruchsvollere Tätigkeiten qualifizieren.

Wenn Sie über 25 Jahre alt sind, kommt vielleicht das Förderprogramm Zukunftsstarter infrage. Unterstützt werden dabei Qualifizierungen in Vollzeit und in Teilzeit, die auf einen anerkannten Berufsabschluss ausgerichtet sind. Dazu gehören

  • Umschulungen, die – vorrangig in einem Ausbildungsbetrieb – zu einem anerkannten Berufsabschluss führen.
  • Lehrgänge zur Vorbereitung auf eine sogenannte Externenprüfung. Diese Prüfungen werden vor der zuständigen Kammer abgelegt. Bei einem Bildungsträger besuchen Sie einen Lehrgang, der Sie auf die Prüfung vorbereitet.
  • Qualifizierungen, in denen Sie zwar keinen Berufsabschluss, stattdessen aber eine bestimmte Teilqualifikation erwerben. Nach mehreren Teilqualifikationen können Sie die Abschlussprüfung vor einer Kammer ablegen.

Erste Informationen zu der Initiative finden Sie im Flyer Werde Zukunftsstarter. Lassen Sie sich bei Ihrer Agentur für Arbeit zu dieser Fördermöglichkeit beraten.

Tipp: Sie können auch unabhängig von dieser Fördermöglichkeit einen Berufsabschluss nachholen. Entsprechende Lehrgänge zur Vorbereitung auf die sogenannte Externenprüfung finden Sie in der Kurssuche. Auch Schulabschlüsse können Sie nachholen. Mehr dazu finden Sie auf der Seite zum zweiten Bildungsweg.

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Ihr fachliches Know-how ist die Basis dafür, dass Sie Ihre beruflichen Aufgaben erfüllen können. Weil berufliches Wissen aber immer schneller veraltet, sind Weiterbildungen wichtiger denn je. Weiterbildungen, die dazu dienen, berufliches Fachwissen aktuellen Entwicklungen anzupassen, werden Anpassungsfortbildungen genannt. Das Spektrum möglicher Inhalte von Anpassungsfortbildungen ist so breit wie die gesamte Berufslandschaft.

Kommt es im kaufmännischen Bereich zum Beispiel darauf an, über neueste steuerrechtliche Gesetzesänderungen informiert zu sein, müssen Fachkräfte in Kfz-Werkstätten inzwischen Elektrofahrzeuge reparieren können. In der industriellen Produktion müssen Roboter und Fertigungsanlagen bedient werden, auf Baustellen können bestimmte Baumaschinen nur mit einer entsprechenden Berechtigung geführt werden.

Nach einer Anpassungsfortbildung erhalten Sie in der Regel eine Teilnahmebescheinigung oder ein Zertifikat, in manchen Fällen werden auch Prüfungen durchgeführt.

Tipp: Die meisten Betriebe qualifizieren ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrieblich weiter. Nehmen Sie an den Weiterbildungsveranstaltungen teil, wenn Sie die Gelegenheit dazu haben. Als besonders effektiv hat sich das Lernen am Arbeitsplatz erwiesen. Bietet Ihr Betrieb Ihnen nicht die Möglichkeit zur Weiterqualifizierung, können Sie selbst aktiv werden. Lassen Sie sich von Ihrer Agentur für Arbeit beraten.

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Neue Technologien und Prozesse verändern zunehmend die Tätigkeiten am Arbeitsplatz. Häufig werden berufliche Anforderungsprofile dadurch anspruchsvoller und komplexer. Überfachliche Fähigkeiten oder soziale Kompetenzen (sogenannte Soft Skills) helfen, den gestiegenen Ansprüchen im Job gerecht zu werden. Dazu gehören zum Beispiel Team- und Kommunikationsfähigkeit, Problemlösungskompetenz oder der richtige Umgang mit Stress. Auch selbstständiges und interdisziplinäres Arbeiten sowie die Fähigkeit, sich ständig neues Wissen anzueignen, gewinnen an Bedeutung.

Weiterbildung und Coaching können dabei helfen, diese Fähigkeiten zu erwerben und auszubauen. Mit der Kurssuche können Sie Veranstaltungen im Bereich Persönlichkeit und Kommunikation recherchieren.

Tipp: Auch ohne Berufsabschluss kann der Einstieg ins Arbeitsleben gelingen, wenn Sie bestimmte Schlüsselqualifikationen besitzen. Für viele Arbeitgeber sind Teamfähigkeit, Pünktlichkeit, Selbstdisziplin und andere Soft Skills genauso wichtig wie fachliche Qualifikationen und Berufserfahrung.

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In unserer globalisierten Welt sind Fremdsprachenkenntnisse zu einer beruflichen Schlüsselqualifikation geworden. Das gilt für Berufstätige aus Deutschland, die zum Beispiel für ihre Firma im Ausland tätig sind genauso wie für Personen aus dem Ausland, die gut Deutsch sprechen sollten, um in Deutschland eine Arbeit zu finden.

Für die meisten europäischen Sprachen gibt es anerkannte Examen, die sich an den sogenannten Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen anlehnen. Dieser teilt die Sprachkenntnisse in 6 Niveaustufen ein. Dadurch können Nachweise europaweit anerkannt und miteinander verglichen werden.

Tipp: Mit dem europass Sprachenpass können Sie die erworbenen Sprachzertifikate dokumentieren.

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Die digitalen Informationstechnologien sind ein fester Bestandteil vieler Berufe, denn immer mehr Tätigkeiten werden durch Computer unterstützt oder ersetzt. Viele Beschäftigte sind überzeugt, dass Digitalkompetenzen künftig genauso wichtig sein werden wie fachliches oder soziales Know-how.

Sie müssen deshalb nicht das Programmieren lernen, aber in vielen Berufen Anwendungsprogramme beherrschen. Auch der gekonnte Umgang mit digitaler Technik oder das Wissen um Datenschutz und Datensicherheit, Urheberrecht im Internet sowie richtiges Verhalten in Chats und sozialen Netzwerken sind gefragte Kompetenzen. Da das Lernen immer öfter mediengestützt ist, brauchen Sie auch dafür die entsprechenden Medienkompetenzen. Nur wenn diese vorhanden sind, können Sie Lernformen auf Basis digitaler Technik effektiv nutzen.

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Viele Hochschulen bieten neben weiterbildenden Masterstudiengängen auch berufsbezogene Weiterbildungen ohne akademischen Abschluss an. Für solche Weiterbildungen auf wissenschaftlichem Niveau haben Hochschulen oft eigene Institute oder Professional Schools eingerichtet. Qualifizierte Fachkräfte sowie Akademikerinnen und Akademiker können sich damit auf wissenschaftlichem Niveau weiterbilden und oft spezielle Hochschulzertifikate erwerben.

Im Internetangebot der Deutschen Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium finden Sie weitere Informationen sowie eine Übersicht mit Datenbanken, in denen Sie wissenschaftliche Weiterbildungsangebote suchen können.

Es gibt viele gute Gründe, sich beruflich selbstständig zu machen: Sie können eigene Ideen umsetzen, eigenverantwortlich entscheiden und – bei unternehmerischem Erfolg – finanziell unabhängiger werden. Der Schritt in die Selbstständigkeit hat allerdings auch weitreichende Folgen, über die Sie sich vor der Gründung gut informieren sollten. Fragen Sie sich zum Beispiel, ob Sie über Eigenschaften erfolgreicher Unternehmerinnen und Unternehmer verfügen, wie etwa Selbstdisziplin, Zielstrebigkeit, Organisationstalent und Kommunikationsfähigkeit.

Neben fachlichem Know-how ist kaufmännisch-betriebswirtschaftliches Wissen unabdingbar, damit Ihr Unternehmen am Markt bestehen kann. Eine Weiterbildung ist dabei oft eine sehr gute Vorbereitung. In manchen Branchen sind besondere Qualifikationen erforderlich, um sich selbstständig machen zu können. So wird in bestimmten Handwerken ein Meisterabschluss vorausgesetzt, andere Gewerbe sind erlaubnispflichtig. Das bedeutet, dass Sie bestimmtes Fachwissen nachweisen müssen. Auskünfte erteilen die jeweils zuständigen Kammern, Verbände oder die Gewerbeämter.

Tipp: Mit der Kurssuche finden Sie Seminare und Lehrgänge, die Sie auf eine selbstständige Tätigkeit vorbereiten oder in denen Sie lernen, was bei der Übernahme eines vorhandenen Betriebes zu beachten ist.

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Nicht immer lässt sich der Wunsch nach einem Auslandsaufenthalt schon während einer Ausbildung oder eines Studiums umsetzen. Internationale Erfahrungen können Sie auch später noch sammeln – beispielsweise durch Auslandspraktika, Austauschprogramme oder andere Weiterbildungen im Ausland.

Bei der Informations- und Beratungsstelle für Auslandsaufenthalte in der beruflichen Bildung (IBS) können Sie sich einen Überblick verschaffen, welche Möglichkeiten zu einer Weiterbildung im Ausland es gibt.

Weitere Anlaufstellen:

Tipp: Einen Lernaufenthalt im Ausland können Sie im Europass Mobilität dokumentieren.