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Stabile Gesamtsituation am Ausbildungsmarkt bei zunehmenden Ungleichgewichten

BA legt Bilanz des Berufsberatungsjahres 2016/2017 vor

02.11.2017 – „Die Situation am Ausbildungsmarkt zeigte sich im Beratungsjahr 2016/17 stabil. Allerdings haben regionale, berufliche und qualifikatorische Ungleichgewichte zugenommen und den Ausgleich teilweise erschwert. Deshalb ist sowohl die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen als auch die Zahl der unversorgten Bewerber etwas höher als im letzten Jahr.“, fasste Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA), bei der Vorstellung der Bilanz des Berufsberatungsjahres 2016/2017 zusammen.

Von Oktober 2016 bis September 2017 wurden den Arbeitsagenturen und Jobcentern als gemeinsame Einrichtungen 549.800 Ausbildungsstellen gemeldet, darunter 521.900 betriebliche Ausbildungsstellen. Zugleich haben insgesamt 547.800 Bewerber die Ausbildungsvermittlung der Arbeitsagenturen und Jobcenter bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle in Anspruch genommen.

Trotz rechnerischer Ausgeglichenheit zwischen Angebot und Nachfrage haben sich die regionalen, berufsfachlichen und qualifikatorischen Ungleichgewichte weiter verstärkt. Infolge dessen blieben 48.900 Ausbildungsstellen unbesetzt, 5.500 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der unversorgten Bewerber erhöhte sich um 3.200 auf 23.700. Darüber hinaus gab es 56.500 Bewerber, die zwar eine Alternative gefunden, aber ihren Vermittlungswunsch aufrechterhalten haben.

Für alle diese Bewerber werden die Vermittlungsbemühungen fortgesetzt. BA-Vorstand Becker zeigte sich optimistisch, dass in der Nachvermittlungszeit noch Ausbildungsverhältnisse zustande kommen. Dazu müssten sich Jugendliche und Ausbildungsbetriebe aufeinander zu bewegen.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemeldung sowie im Monatsbericht.