Beste Chancen für die Ausbildungsplatzsuche

Die Bundesregierung hat den Berufsbildungsbericht 2017 veröffentlicht. Demnach sind die Möglichkeiten, einen interessanten Ausbildungsplatz mit attraktiven Berufsperspektiven zu finden, so gut wie nie.

07.04.2017 – Für Schulabgängerinnen und Schulabgänger das interessanteste Ergebnis des Berufsbildungsberichts 2017: 100 Ausbildungsplatzsuchende stehen statistisch gesehen 104,2 Ausbildungsangeboten gegenüber. Rein rechnerisch müssten also alle Ausbildungsinteressierten auch eine Stelle finden.

Dennoch gab es 2016 insgesamt 20.600 unversorgte Bewerberinnen und Bewerber und mit 43.500 einen Höchststand bei den unbesetzten Ausbildungsstellen. Grund für diese Ungleichmäßigkeit sind erhebliche Unterschiede in der Nachfrage zwischen Berufen und Regionen. So gab es etwa im Osten und Süden des Landes einen Auszubildendenmangel, während im Westen zu wenige Ausbildungsplätze zur Verfügung standen. Zudem werden Berufe wie Lebensmittelfachverkäuferin beziehungsweise Lebensmittelfachverkäufer, Fleischerin beziehungsweise Fleischer, Restaurantfachfrau beziehungsweise -mann oder Koch beziehungsweise Köchin vergleichsweise wenig nachgefragt. Hier blieben viele der angebotenen Ausbildungsstellen frei. Bewerberinnen und Bewerber, die sich für eine Ausbildung zur Mediengestalterin beziehungsweise zum Mediengestalter der Fachrichtung Bild und Ton, Gestalterin bezwiehungsweise Gestalter für visuelles Marketing oder Tierpflegerin beziehungsweise Tierpfleger interessierten, fanden hingegen kein ausreichendes Angebot an Ausbildungsstellen vor. Um die unversorgten Bewerberinnen und Bewerber und die unbesetzten Ausbildungsangebote zusammenzubringen, hat die Bundesregierung unterschiedliche Berufsorientierungs- und Einstiegsprogramme ins Leben gerufen, die sich auch an Studienabbrecher richten.

Weitgehend stabil gegenüber dem Vorjahr blieb dem Bericht zufolge dagegen die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge. 520.300 junge Menschen haben 2016 einen Vertrag mit einem Ausbildungsbetrieb geschlossen. Erneut gesunken ist die Zahl der Ausbildungsbetriebe. Haben 2007 noch 24 Prozent der Unternehmen ausgebildet, sind es aktuell nur noch 20 Prozent.

Weitere Informationen liefert der Berufsbildungsbericht 2017 (PDF).