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Durch den Wechsel zum Erfolg

Enrico wollte ursprünglich Zierpflanzengärtner werden und wechselt in diesem Jahr seine Fachrichtung zum Gärtner für Garten- und Landschaftsbau. Der Wechsel während der Ausbildung wirkt sich positiv auf seine berufliche Zukunft aus.

Vom Zierpflanzengärtner zum Gärtner für Garten- und Landschaftsbau: In beiden Berufen sind die Aufgaben vielfältig.

Enrico steht mit seinem Chef vor einem Lkw, beladen mit Grasschnitt. Sie scherzen miteinander und lachen ausgelassen, als sie gemeinsam in die Gärtnerei zurückfahren, um die Gartenabfälle zu entsorgen. Seit einem Jahr macht Enrico eine Ausbildung zum Zierpflanzengärtner. Seinen Chef kennt er aber bereits seit mehreren Jahren. „Mein Vater war der Blumenlieferant der Gärtnerei und ich habe ihn oft begleitet.“ Hans-Joachim Schinner von Schinner Gartenbau & Floristik hat damals das Potenzial des jungen Mannes erkannt: „Enrico hat immer ein Lächeln auf den Lippen und ist sehr freundlich. Ich wollte ihn gerne für meinen Betrieb als Mitarbeiter gewinnen.“

Bevor er mit der Fachhochschulreife in der Tasche die Ausbildung begann, absolvierte Enrico ein zweiwöchiges Praktikum in der Gärtnerei. Während dieser Zeit hat sich sein Berufswunsch zum Gärtner für Zierpflanzen gefestigt. „Die Arbeit mit Pflanzen hat mir immer schon Spaß gemacht. Außerdem finde ich es schön, dass man so viel im Freien arbeitet.“ Dem Auszubildenden gefallen vor allem die verschiedenen Arbeitsbereiche. „Ein Außenstehender sieht oft nicht, welche abwechslungsreichen Aufgaben in einer Gärtnerei anfallen.“ Als Zierpflanzengärtner pflegt der 20-Jährige Topfpflanzen und ist im Sommer auch für die Pflege von Büschen und Gärten verantwortlich. Dabei arbeitet er sowohl im Freien als auch im Gewächshaus.

Die Suche nach der Herausforderung

Während der Ausbildung konnte Enrico auch einen Einblick in den Garten- und Landschaftsbau gewinnen. „An dieser Fachrichtung gefällt mir besonders die Arbeit mit den Kunden.“ Im Landschaftsbau werden beispielsweise Fassungen für Straßen und Gehwege angelegt, um dort Büsche und Bäume anzupflanzen. Dabei ist es wichtig, ständig mit den Auftraggebern in Kontakt zu bleiben. Deshalb ist man in diesem Beruf viel unterwegs. Die Zusammenarbeit mit den Kunden erfordert Kontaktfreudigkeit und Freundlichkeit. Auch Teamarbeit ist in diesem Beruf gefragt, da ein Projektteam aus mindestens zwei bis vier Mitarbeitern besteht.

Neben dem Gespräch mit Kollegen hat Enrico verschiedene Berufsmessen besucht, veranstaltet unter anderem von regionalen Agenturen für Arbeit, um sich über die Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau zu informieren. „In diesem Beruf braucht man viele Stärken – aber genau diese Herausforderung habe ich gesucht.“ Aus diesem Grund wechselt Enrico die Fachrichtung.

Gewinn für Azubi und Betrieb

Enricos Chef war mit der Idee, die Ausbildungsrichtung zu ändern, einverstanden. Er veranlasste bei der Handwerkskammer den Wechsel der Fachrichtung und somit war die Entscheidung beschlossene Sache. Nach dem Abschluss der Ausbildung ist geplant, dass Enrico ein Bachelorstudium anschließt, das Landschaftsbau und Management verbindet. So hat er es mit seinem Chef vereinbart. Auch wenn er keine Fachhochschulreife hätte, könnte er mit dem Haupt- oder Realschulabschuss, seiner abgeschlossenen Berufsausbildung und entsprechender Berufspraxis ein Studium in diesem Bereich beginnen. Nach dem Studium besteht für Enrico die Aussicht, in seinem Ausbildungsbetrieb führend für den Garten- und Landschaftsbau zuständig zu sein. So können die Bereiche Zierpflanzenbau und Garten- und Landschaftsbau besser miteinander kombiniert werden. Dies bedeutet mehr Aufträge für die Gärtnerei und mehr Verantwortung für Enrico.

„Durch den Wechsel der Ausbildungsrichtung habe ich in meinem Fall mehr Möglichkeiten, mich weiterzubilden.“

Die Entscheidung, die Fachrichtung zu wechseln, bringt sowohl für den Auszubildenden als auch für den Betrieb viele Vorteile. Aber Enrico ist sich auch bewusst, dass er in Zukunft noch mehr leisten muss. „Das nehme ich gerne in Kauf. Denn ich möchte diese Chance nicht verpassen.“