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Als Bierbrauerin erfolgreich

Gärungsprozesse kontrollieren, komplexe Anlagen bedienen und viel putzen: Bierbrauen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Rebecca ist mit Leib und Seele Brauerin und Mälzerin und hat ihre ungewöhnliche Berufswahl bis heute nicht bereut.

Rebecca arbeitet am Sudkessel

Im Sudhaus der Traditionsbrauerei Neumarkter Lammsbräu wird gerade aus Gerstenmalz und Wasser die Maische gekocht. Es ist warm und riecht nach Bierwürze. Rebecca steht an einem großen Kessel und gibt der flüssigen Würze aus Malz und Wasser den Hopfen zu  –  ein entscheidender Schritt im Brauprozess. Das Sudhaus ist das Herz jeder Brauerei. Genau dort arbeitet Rebecca auch am liebsten: „Hier wird schließlich das Bier gemacht. Und das ist es, was man sich unter dem Brauberuf vorstellt.“

Kein Beruf wie jeder andere

Irgendetwas mit Lebensmitteln sollte es sein - so viel stand für Rebecca nach dem Abitur in Sachen Berufswahl fest. Ein Zeitungsartikel über einen Brauer und Mälzer, der begeistert von seiner Arbeit erzählte, machte Rebecca auf diesen Beruf neugierig. Davon angesteckt, informierte sie sich in Beruf Aktuell, dem Lexikon der Ausbildungsberufe, genauer über das Berufsbild. Auf einer Ausbildungsmesse konnte Rebecca sogar persönlich mit einem Brauer und Mälzer sprechen. Das bestätigte sie in ihrer Entscheidung. „Aber eigentlich stand es für mich eh‘ schon fest, da konnte mich keiner mehr von meinem Vorhaben abbringen“, erzählt sie lachend.

„Einmal entschieden, konnte mich keiner mehr von meinem Vorhaben abbringen.“

Das Umfeld von Rebecca war zunächst von ihrer Berufswahl überrascht, dann wurde sie aber von allen unterstützt. Wenn Rebecca von ihrem Beruf erzählt, ist ihr das Interesse der Zuhörer/innen sicher. „Die wollen dann immer wissen, wie das bei mir so abläuft. Ganz einfach, weil das nicht so etwas Bekanntes ist wie das Arbeiten in einer Bank oder im Büro.“

Die Mischung aus Tradition und Hightech macht`s

Brauer/innen und Mälzer/innen steuern die meisten Produktionsabläufe beim Bierbrauen längst mithilfe hochmoderner Computertechnologie. Sie bedienen und warten automatische Brau- und Abfüllanlagen. Technik wird also großgeschrieben. Andere Arbeitsschritte, wie etwa die Zugabe von Hopfen in den Sud oder die Beurteilung der Würze nach Geruch und Farbe, sind die gleichen wie schon vor Hunderten von Jahren.

Viel Zeit im Berufsalltag der jungen Brauerin und Mälzerin nimmt das Putzen ein. „Bier ist ein Lebensmittel und Hygiene bei der Produktion deshalb von großer Bedeutung“, betont Rebecca. In der Mälzerei, erinnert sie sich schmunzelnd, bestand ihre Aufgabe als Azubi überwiegend aus Reinigungsarbeiten.

(Fast) Allein unter Männern

Rebecca hat sich nicht nur einen ungewöhnlichen Ausbildungsberuf ausgesucht, sondern auch einen, in dem sie nicht viele weibliche Arbeitskolleginnen hat. Das war schon in der Berufsschule so, erinnert sie sich. „Da waren wir drei Mädchen und 24 Jungs.“ Das war aber nie ein Problem für Rebecca.

Egal ob Mann oder Frau  –  Rebecca empfiehlt ihren Beruf gerne weiter. Es macht Spaß, sagt sie, aus nur vier Zutaten (Wasser, Malz, Hopfen, Hefe) ohne Chemie und Zusätze ein hochwertiges Lebensmittel herzustellen. „Wenn man die Prüfung geschafft hat, sein Zeugnis in den Händen hält und kein Azubi, sondern eine richtige Brauerin ist, das hat schon etwas.“