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Wissenswertes zum Ausbildungsstart

Der Ausbildungsvertrag ist unterschrieben? Dann kann es ja bald losgehen mit deiner Ausbildung. Hier findest du Tipps, worum du dich vor dem Ausbildungsstart noch kümmern solltest.

Der Start in deine Ausbildung rückt näher? Dann solltest du dich um folgende Dinge kümmern: 

  • Medizinische Erstuntersuchung: Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren müssen sich vor Eintritt in das Berufsleben (dazu gehört auch eine betriebliche Ausbildung) medizinisch untersuchen lassen (meist vom Hausarzt bzw. der Hausärztin) und dem Arbeitgeber die Bescheinigung vorlegen. Diese „Erstuntersuchung“ muss innerhalb von 14 Monaten vor Beginn der Ausbildung erfolgen.
  • Konto einrichten: Damit dir dein Ausbildungsbetrieb die Ausbildungsvergütung überweisen kann, brauchst du ein Gehaltskonto. Viele Banken bieten besondere Konditionen für Auszubildende an.
  • Steuerabzüge: Dein Ausbildungsbetrieb benötigt neben deinen persönlichen Daten auch deine steuerliche Identifikationsnummer und die Information, ob er Haupt- oder Nebenarbeitgeber ist. Ob und wie viel Steuer du zahlen musst, hängt von deiner Lohnsteuerklasse und der Höhe der Ausbildungsvergütung ab. Wenn du ledig und kinderlos bist, dann hast du meist die Steuerklasse eins. Steuern musst du in dieser Lohnsteuerklasse erst dann zahlen, wenn du 8.820 Euro oder mehr pro Jahr verdienst.
  • Vermögenswirksame Leistungen: Das sind Sparbeträge, die der Arbeitgeber gemäß dem Vermögensbildungsgesetz für dich anlegt. Du kannst damit Steuern sparen und vielleicht noch einen Zuschuss des Arbeitgebers erhalten. Frag bei deinem Ausbildungsbetrieb danach.

 

Als Schülerin oder Schüler warst du bisher über deine Eltern kostenlos krankenversichert. Als Azubi bist du dazu verpflichtet, selbst eine Krankenversicherung abzuschließen. Dein Ausbildungsbetrieb zahlt knapp die Hälfte des Versicherungsbeitrages. Wenn du weniger als 325 Euro Ausbildungsvergütung erhältst, zahlt der Arbeitgeber den ganzen Krankenkassenbeitrag.

Neben der Krankenversicherung musst du auch Beiträge für die Rentenversicherung, die Pflegeversicherung und die Arbeitslosenversicherung bezahlen. Weil diese Versicherungen deiner sozialen Absicherung dienen, werden sie auch Sozialversicherung genannt.

Gut zu wissen: Eine schulische Berufsausbildung wird sozialversicherungsrechtlich wie ein Praktikum bewertet. Dabei besteht keine Sozialversicherungspflicht.

Lass dich am besten beraten, ob beziehungsweise welche weiteren Versicherungen du benötigst. Eine Haftpflichtversicherung deckt bestimmte Schäden ab, die du aus Unwissenheit oder Fahrlässigkeit - zum Beispiel bei deinem Ausbildungsbetrieb oder in deinem Privatleben - verursachst. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert dich ab, wenn du während der Ausbildung zum Beispiel schwer erkrankst oder einen Unfall hast, der die weitere Ausbübung des Berufs unmöglich macht.