Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Piwik. Das hilft uns, um Ihnen ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Hier erfahren Sie mehr über die Nutzung Ihrer Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.

Professorinnen und Professoren verzweifelt gesucht!

Deutsche Fachhochschulen klagen über einen Mangel an geeigneten Bewerbern, wenn sie Professuren neu besetzen möchten.

06.06.2017 – In manchen Fächern und Regionen haben staatliche Fachhochschulen besonders große Probleme, bei der Neubesetzung von Professuren geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden. Dies belegt eine Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW). Besonders häufig sind demnach die Ingenieurwissenschaften betroffen.

Eine Karriere als Hochschulprofessor bzw. -professorin ist schwer in die Realität umzusetzen? Das mag für einige Fachbereiche und Hochschultypen stimmen, jedoch längst nicht für alle. Die Erhebung der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Studie ergab, dass in einigen Regionen und Fächern Professorinnen und Professoren geradezu händeringend gesucht werden. Laut BMBF kann die Hälfte aller Berufungsverfahren an staatlichen Fachhochschulen für Professuren in den Ingenieurwissenschaften nicht erfolgreich abgeschlossen werden.

Auch die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Fächer aus dem Gesundheitswesen täten sich bei der Suche nach Professorinnen und Professoren schwer. Knapp 40 Prozent der Berufungsverfahren gehen hier in eine zweite Runde.

Laut der Studie ist die Situation in Baden-Württemberg am angespanntesten. In 48 Prozent aller Fälle reichte dort eine Ausschreibung allein nicht aus. Prinzipiell meldet das DZHW, dass periphere Regionen stärker betroffen sind als Ballungszentren.

Knapp die Hälfte der Berufungsverfahren scheitere vor allem deshalb, weil keine Liste mit drei potenziellen Kandidaten aufgestellt werden könne – eigentlich der Regelfall. Aus formellen Gründen scheiden 29 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber aus. Diesen fehlt es zu 49 Prozent an der nötigen außerschulischen Praxiserfahrung.

Weitere Informationen zur Studie sowie Links zu den Ergebnissen hält das BMBF bereit.