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Aufholbedarf bei digitalen Kompetenzen

Den Ansprüchen einer digitalisierten Arbeitswelt kann nur genügen, wer über entsprechende Kompetenzen verfügt. Deutschlands Schülerinnen und Schüler schneiden im internationalen Vergleich aber nur mäßig ab, wie eine aktuelle Studie belegt.

04.07.2017 – Deutsche Schülerinnen und Schüler haben zu selten Unterricht am Computer und erlernen kaum Grundlagen der IT-Technik. Eine Ursache dafür sehen die Autoren der Studie „MINT-Nachwuchsbarometer“ in der mangelnden Qualifikation der Lehrenden.

Die deutschen Schülerinnen und Schüler kommen, so eine Erklärung für das verhältnismäßig schlechte Abschneiden im MINT-Nachwuchsbarometer, in der Schule insgesamt zu wenig mit Computern in Berührung. Nur ein Prozent der Neuntklässler nutzt laut der Erhebung in der Schule Computer. Dagegen sitzen drei Viertel von ihnen zu Hause beinahe täglich vor dem Rechner.

Der Unterricht am Computer ist von Schulart zu Schulart unterschiedlich: So nutzen in Grundschulen immerhin 20 Prozent der Sechs- bis Achtjährigen regelmäßig einen Rechner im Unterricht. In weiterführenden Schulen liegen die Schwerpunkte im IT-Unterricht auf Internet-Recherchen (81 Prozent) sowie der Nutzung von Programmen (73 Prozent).

Wesentlich seltener erlernen die Schülerinnen und Schüler der Untersuchung zufolge aber informationstechnische Grundlagen (36 Prozent) und das Programmieren einer Website (26 Prozent).

Laut des MINT-Nachwuchsbarometers ist das nicht weiter verwunderlich: Jede fünfte Lehrerin beziehungsweise jeder fünfte Lehrer gibt an, im Studium nicht ausreichend auf den Einsatz digitaler Medien im Unterricht vorbereitet worden zu sein. Über 50 Prozent der Lehrenden in Deutschland haben sich deshalb im Schuljahr 2015/16 zu diesem Aspekt weitergebildet.

Zur Studie: Das MINT-Nachwuchsbarometer erforscht individuelle Motivationen und gesellschaftliche Entwicklungen in Studiengängen und -Berufen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). An der Untersuchung beteiligt sind die Deutschen Akademie der Technikwissenschaften „acatech“ sowie die Körber-Stiftung.