Praktikum machen

Du bist dir noch nicht sicher, welcher Beruf der richtige für dich ist? Ein Praktikum kann dir bei der Entscheidung helfen. So findest du heraus, ob dir ein Beruf auch in der Praxis gefällt.

Nicht jeder weiß während oder nach der Schulzeit, wie die berufliche Zukunft aussehen soll. Mit einem Praktikum kannst du frühzeitig

  • den Berufsalltag miterleben,
  • Erfahrungen im Berufsleben sammeln und
  • erste berufliche Kontakte knüpfen.

So findest du heraus, ob ein Beruf zu dir passt.

Gut zu wissen: Tipps, Hinweise und Erfahrungsberichte zum Praktikum findest du bei planet-beruf.de. Wenn Du Abitur hast, informiere dich bei abi.de.

Es gibt einerseits freiwillige Praktika, die du zum Beispiel vor einer Ausbildung oder einem Studium absolvieren kannst, um dich zu orientieren oder Erfahrungen zu sammeln.

Daneben gibt es in vielen Ausbildungs- oder Studiengängen verpflichtende Praktika. Bei manchen Bildungsgängen musst du so ein Pflichtpraktikum schon vor dem Ausbildungs- oder Studienbeginn absolvieren, bei anderen ist es ein fester Bestandteil des Bildungsganges.

Die Dauer eines Praktikums kann zwischen einigen Tagen und mehreren Monaten liegen.

Hier einige Beispiele unterschiedlicher Arten von Praktika:

Während der Schulzeit:

  • Schülerbetriebspraktikum: In den meisten Bundesländern sind diese in der vorletzten oder letzten Klasse vorgeschrieben.
  • Schnupperpraktikum: Wenige Tage dauerndes Praktikum von Schülerinnen und Schülern.

Vor oder während einer Ausbildung / eines Studiums:

  • Schiffspraktikum: Freiwilliges Praktikum für Schulabgängerinnen und -abgänger, um seemännisch-technische Berufe kennenzulernen.
  • Vorpraktikum/Fachpraktikum: Pflichtpraktikum, das entweder vor oder während eines Bildungsganges in der jeweiligen Fachrichtung geleistet werden muss.
  • Praxissemester: Abhängig von der Studienordnung ein verpflichtendes oder freiwilliges Praktikum während eines Studiums, das ein ganzes Semester andauert.
  • Studienbegleitendes Praktikum: Häufig als freiwilliges Praktikum angelegte berufspraktische Zusatzqualifikation, um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.
  • Auslandspraktikum: Oft während eines Studiums, aber auch während einer Ausbildung möglicher Aufenthalt im Ausland, um zum Beispiel Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern

Nach einer Ausbildung / einem Studium:

  • Anerkennungspraktikum: Pflichtpraktikum, das in bestimmten Berufen nach dem Ausbildungsabschluss geleistet werden muss.
  • Trainee: Berufs- und unternehmensspezifisches Einstiegsprogramm eines Arbeitgebers für Absolventinnen und Absolventen eines Studiums.

Der Mindestlohn von 8,84 Euro gilt grundsätzlich auch für Praktikantinnen und Praktikanten.

Allerdings gibt es Ausnahmen. Dann kann das Unternehmen entscheiden, ob und wie viel Geld es dir bezahlt. Ausnahmen sind zum Beispiel:

  • im Lehrplan der Ausbildung oder des Studiengangs vorgeschriebene Pflichtpraktika und
  • (freiwillige) Praktika zur Berufsorientierung, die nicht länger als drei Monate dauern.

Ob bei deinem Praktikum der Mindestlohn zu zahlen ist, kannst du am einfachsten mit dem Klickpfad Mindestlohn und Praktikum überprüfen.

Trau dich, selbst auf Unternehmen zuzugehen und nach einem Praktikum zu fragen.

Ansonsten findest du viele Angebote aus unterschiedlichen Branchen ...

Grundsätzlich ja. Dabei solltest du jedoch beachten, dass ein Praktikum nicht in jedem Land gleich aussieht. Manchmal wird der Begriff für Ferienarbeit oder einen befristeten Job verwendet. In vielen Ländern kann man ein Praktikum nur im Rahmen eines Studiums oder einer Ausbildung machen.