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Vom Ehrenamt zum Beruf

Jedes Mal wenn die Schulglocke das Unterrichtsende einläutete, wurde Vladislav zum Retter in Rot-Weiß. Als ehrenamtlicher Sanitäter war er bei Fußballspielen dabei oder bildete den Sanitätsnachwuchs aus. Jetzt macht der 20-Jährige eine Ausbildung zum Notfallsanitäter.

Vom Schulsanitäter zum Notfallsanitäter: Vladislav hat sein ehrenamtliches Engagement zum Beruf gemacht.

Es ist 8.00 Uhr morgens. Noch ist nicht viel los auf der Rettungswache. Vladislav steigt in seine signalfarbene Arbeitshose und zieht seine Jacke über. Er bereitet den Rettungswagen vor. Sind noch genügend Verbände da? Funktionieren die Geräte? Vladislav geht alles sachkundig durch. Da piept das Funkgerät. Die Leitstelle meldet einen Verdacht auf Schlaganfall. Vladislav und seine Kollegen müssen los.

„Ich wollte etwas mit Medizin machen“,

erinnert sich Vladislav. Damals ist er 14 Jahre alt. Er beginnt, sich als Schulsanitäter zu engagieren. Doch bald möchte er mehr tun. „Ich habe ein Hobby gesucht, das mich erfüllt.“ Er geht zum Jugendrotkreuz, der Jugendorganisation des Deutschen Roten Kreuzes. Dort wird er herzlich empfangen: „Wir waren da eine richtige Clique, das hat mir gefallen.“

Neue Stärken entdeckt

Über das Jugendrotkreuz ist er bei verschiedenen Veranstaltungen wie Fußball- und Eishockeyspielen dabei. An den Wochenenden macht er eine Sanitätsgrundausbildung. Mit 16 Jahren darf er als dritter Mann im Rettungswagen mitfahren: „Da habe ich schon viel erlebt.“

„Ich habe damals ein Hobby gesucht, das mich erfüllt. Daraus hat sich dann mein Berufswunsch entwickelt.“

Neben seinen Rettungsdienstfahrten führt er Erste-Hilfe-Kurse für Kinder und Jugendliche durch. „Früher habe ich es gehasst, vor Leuten zu sprechen. Bei den Kursen habe ich gemerkt, wie viel Spaß mir das eigentlich macht.“ Referate in der Schule waren danach kein Problem mehr.

Aus dem Hobby wird ein Beruf

Die Arbeit im Rettungswagen beeindruckt Vladislav und er möchte sie zu seinem Beruf machen. Oder doch etwas anderes? Um sicherzugehen, besucht er mehrere Ausbildungsmessen der Bundesagentur für Arbeit. Dort informiert er sich über verschiedene Berufe. Außerdem verschafft er sich einen Überblick über die Ausbildungsangebote im Rettungsdienst. Jetzt weiß er sicher, dass er nach seinem mittleren Schulabschluss Notfallsanitäter werden möchte.

Nützlich für die Karriere

In der Berufsfachschule merkt Vladislav manchmal, dass er mehr Erfahrung hat als Mitschülerinnen oder Mitschüler. „Je länger man in dem Bereich arbeitet, desto sicherer ist man im Umgang mit den Patientinnen und Patienten. Es gibt ganz verschiedene Patientengruppen, die muss man erst kennenlernen.“ Auch seinen Freunden hilft die Zeit beim Jugendrotkreuz. Bei Bewerbungen waren die Arbeitgeber beeindruckt von deren Engagement und Fähigkeiten.

Vladislav steht mittlerweile kurz vor dem Abschluss seiner Ausbildung. Er freut sich auf seine Arbeit als Notfallsanitäter. Für die Zukunft kann er sich vorstellen, einmal selbst auszubilden. Mit zwei Jahren Berufserfahrung kann er das durch eine Weiterbildung zum Praxisanleiter für Notfallsanitäter umsetzen.