Übergang Arbeitslosengeld / Arbeitslosengeld II

Sie haben keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Ihr Anspruch endet? Vielleicht können Sie Arbeitslosengeld II beantragen? Sie können sicher sein: Sie werden unterstützt und begleitet.

Gegenüber dem Bezug von Arbeitslosengeld gibt es einige Veränderungen. Das betrifft die genauen Leistungen und Geldbeträge. Wenn Sie einen Antrag auf Arbeitslosengeld II stellen, prüft Ihr Jobcenter den Sachverhalt.  

Um ein erstes Gespräch zu vereinbaren, kann man sich online, per E-Mail oder telefonisch, aber auch persönlich an seine Ansprechpartner wenden. Dort werden:

  • die persönlichen Daten aufgenommen (Name, Alter, Anschrift...)
  • der Werdegang festgehalten (bringen Sie am besten einen aktuellen Lebenslauf mit)
  • bei Bedarf noch weitere Daten erfragt

Ihnen wird dann ein persönlicher Ansprechpartner oder eine Ansprechpartnerin benannt. Für das erste Beratungsgespräch gibt es einen neuen Termin. Je nach Organisation der Arbeitsabläufe kann es aber auch sein, dass Sie sofort Ihre Vermittlerin beziehungsweise Ihren Vermittler kennen lernen. Außerdem bekommen Sie auch alle Anträge und Formulare die Sie brauchen, um Hilfe zu erhalten.

Damit wir uns auf Ihre Bedürfnisse einstellen können, benötigen wir einige Daten von Ihnen. Bitte bringen Sie

  • einen aktuellen Lebenslauf
  • und Ihren Ausweis ins Jobcenter mit.
  • Zeugnisse aus Ihrem Ausbildungs- und Berufsleben sind ebenso hilfreich.

Zunächst kommen Sie zu unseren Kollegen in die Eingangszone, wo Ihre Daten aufgenommen werden. Von dort werden Sie dann entweder gleich zu einem Beratungsgespräch weitergeleitet. Oder aber Sie erhalten einen Termin bei den Mitarbeitern der Arbeitsvermittlung. Hier besprechen Sie Ihre Ziele und Vorstellungen. Wir zeigen Ihnen unsere Möglichkeiten der Unterstützung auf. Und wir erklären Ihnen, was beim Bezug von Arbeitslosegengeld II wichtig ist.

Arbeitslosengeld II kann – anders als das Arbeitslosengeld – aus mehreren Bausteinen bestehen:

  • Finanzielle Unterstützung zum Lebensunterhalt (Regelbedarf)
  • Leistungen für Unterkunft (Miete / Eigenheim) und Heizkosten
  • Geld für üblicherweise einmalige Anschaffungen, wie z.B. eine Erstausstattung bei Schwangerschaft oder bei Bezug der ersten Wohnung (Einmalbedarfe)
  • Zuschüsse für besondere Lebensumstände, die extra Kosten verursachen, etwa für werdende Mütter ab der 13. Schwangerschaftswoche, Alleinerziehende von Minderjährigen, behinderte oder kranke Menschen (Mehrbedarfe)
  • Leistungen aus dem Bildungspaket Bildung und Teilhabe (BuT)

Das Bildungspaket unterstützt bedürftige Familien mit ihren Kindern dabei, die Teilnahme am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Fragen Sie gerne bei Ihren Ansprechpartnern im Jobcenter nach. Zuschüsse können für folgende Punkte beantragt werden: 

  • Schulbeförderung, Ausflüge und Klassenfahrten
  • Schulbedarf und Lernförderung
  • Mittagsverpflegung, Beiträge für Vereine und Gruppen

Einige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner ändern sich, wenn Sie Arbeitslosengeld II erhalten und vorher Arbeitslosengeld bezogen haben. Das betrifft die Mitarbeiter in der Leistungsabteilung, die sich um Ihre Anträge kümmern. Aber auch in der Arbeitsvermittlung bei den Jobcentern sind neue Personen für Sie zuständig. Ihre Ansprechpartner werden Sie aber entsprechend informieren.

Personen, die zum Arbeitslosengeld aufstockend Arbeitslosengeld II bekommen, werden ab 01.01.2017 durch die Arbeitsvermittlung der Agentur für Arbeit beraten.

Die Angebote sind vielfältig, zum Beispiel gehören folgende dazu:

  • persönliches Coaching
  • Unterstützung in schwierigen Lebenslagen (zum Beispiel bei Überschuldung)
  • Hilfestellung für besondere Personengruppen (etwa Menschen über 50 Jahre, Alleinerziehende)

Zudem könnten Arbeitsgelegenheiten (umgangssprachlich auch Ein-Euro-Jobs genannt) für Sie interessant sein. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, sich neue berufliche Kenntnisse anzueignen. Fragen Sie am besten bei den Mitarbeitern in der Arbeitsvermittlung nach, welche konkreten Möglichkeiten es für Ihr Anliegen gibt.

Gut zu wissen: Die Vergütung (Fachbegriff: Mehraufwandsentschädigung) bei Arbeitsgelegenheiten wird nicht auf Ihr Arbeitslosengeld II angerechnet.

Anders als beim Arbeitslosengeld, ist bei dem Bezug von Arbeitslosengeld II nicht nur die frühzeitige Information über den Umzug sehr wichtig. Sobald Sie wissen, dass Sie umziehen wollen, teilen Sie das bitte Ihrem Jobcenter mit.
Lassen Sie sich vor dem Umzug beraten, unter welchen Voraussetzungen Sie bei den Umzugskosten unterstützt werden können.
Handelt es sich um einen notwendigen Umzug, kann eine Zusicherung zur Übernahme der Kosten erfolgen.

Gut zu wissen: Nähere Informationen finden Sie im Merkblatt Arbeitslosengeld II/Sozialgeld.

 

Sie hatten einen Beratungstermin? Auch anschließend helfen wir Ihnen gerne weiter. Je nach Anliegen vereinbaren wir mit Ihnen zusätzliche Termine. In Absprache mit Ihnen werden weitere Familienmitglieder in die Beratung mit einbezogen. Wir betreuen Sie, bis Ihre Fragen geklärt sind und Sie keine Unterstützung mehr benötigen.

Durch eigene Aktivitäten erhöhen Sie Ihre Chancen auf eine Arbeitsstelle, zum Beispiel durch:

Versenden von Initiativbewerbungen,

Erstellen eines Profils in sozialen Netzwerken,

Anfertigen eines Bewerbungs-Flyers oder auch durch das

Schalten einer Zeitungsannonce.

Die Kosten hierfür können nach Klärung mit Ihrer Ansprechpartnerin oder Ihrem Ansprechpartner möglicherweise auf Antrag erstattet werden.