Neues Fachwissen erwerben

Ursprünglich hatte Alim Gültas (35) vor allem mit Autos zu tun. Erfolgreich hat er zunächst die Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechaniker beendet. Doch dann beschloss er, sich zum Techniker mit Schwerpunkt Mechatronik weiterzubilden.

Alim Gültas hatte irgendwann das Gefühl, dass er beruflich nicht weiterkommt. Daher entschied er sich für eine Weiterbildung.

In das Berufsleben startete Alim Gültas mit einer Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechaniker. Irgendwann hatte er jedoch das Gefühl, dass er damit beruflich nicht weiterkommt. Er wechselte in die Elektrobranche, die ihn ebenfalls interessierte. Mehrere Jahre war er dort tätig, unter anderem als Maschinenführer.

Dabei stieß er auf den Weiterbildungsberuf Techniker/-in und war gleich angetan. Er entschied sich für eine entsprechende Weiterbildung in der Fachrichtung Maschinentechnik. Als Schwerpunkt wählte er Mechatronik.

„Mit dem Technikerabschluss wollte ich meinen Marktwert steigern. Außerdem hatte ich Lust, zusätzliches Wissen zu erwerben“, erklärt er. Im Internet informierte er sich über Zugangsvoraussetzungen und den Ablauf der Weiterbildung. Dafür nutzte er unter anderem das BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit.

Von Technik bis Betriebswirtschaft

Zwei Jahre lang besuchte Alim Gültas dann in Hamburg einen Technikerkurs in Vollzeit. An der Schule fielen keine Kosten an. Seinen Lebensunterhalt finanzierte er mit Nacht- und Wochenendschichten bei seinem damaligen Arbeitgeber.

Thematisch war der Unterricht für den ausgebildeten Kfz-Fachmann oft Neuland. Neue Themen waren für ihn die Elektro- und Automatisierungstechnik sowie Schalt- und Steueranlagen. Außerdem lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer etwas über Konstruktion und Entwicklung.

Auch Betriebswirtschaft, Projektplanung und der Ausbildereignungsschein standen auf dem Lehrplan. So wurden die angehenden Technikerinnen und Techniker auf zukünftige Führungsaufgaben vorbereitet.

„Es hat sich gelohnt!“

Den Abschluss bildeten mehrere Klausuren und eine Projektarbeit. Alim Gültas konzipierte hierbei eine Lagerautomatisierung. Er erstellte die Steuerung für die Laderoboter und deren Steuerungsprogramme.

„Die zwei Jahre waren sehr stressig. Wenn ich nicht in der Technikerschule war, habe ich gearbeitet. Aber: Es hat sich für mich gelohnt!“

Als Techniker ist er heute bei der Firma ENGIE in Hamburg tätig. Das Unternehmen bietet Technik, Know-how und Dienstleistungen rund um die Energieversorgung an.

Prima Klima im Kraftwerk

Derzeit ist er in einem norddeutschen Kraftwerk im Einsatz. Er ist für alle technischen Probleme rund um die Kraftwerkinfrastruktur zuständig. Das umfasst die Klimatisierung der Generatorenräume bis hin zur Heizungsanlage von Büros.

Als Teamleiter plant er nun den Einsatz seiner drei Mitarbeiter bei Wartungsaufträgen. Er gibt Ersatzteile in Auftrag und füllt Prüfprotokolle aus. Bei kniffligen Problemen nimmt er auch selbst mal den Schraubendreher in die Hand.

Der Wissensdurst von Alim Gültas ist aber noch nicht gestillt. „Ich kann mir eine Weiterbildung zum Betriebswirt gut vorstellen. Auch mein Arbeitgeber würde mich hierbei unterstützen.“