Ausbildung finden, vorbereiten, schaffen – mit Unterstützung

Wenn du keinen Ausbildungsplatz findest oder nicht weißt, ob und wie du deine Ausbildung schaffen sollst: Die Agentur für Arbeit unterstützt dich. Informiere dich, welche Angebote in deinem Fall weiterhelfen können.

Bei Bedarf unterstützt dich deine Agentur für Arbeit mit einer Reihe von Angeboten. Diese helfen dir zum Beispiel, wenn...

  • Probleme hast, einen Ausbildungsplatz zu finden.
  • du deine Chancen auf eine Ausbildung verbessern willst.
  • du Schwierigkeiten hast, deine Ausbildung zu schaffen.

Es gibt Angebote, die dir dabei helfen, die Schule abzuschließen und eine Ausbildung zu finden. Andere Angebote unterstützen dich dabei, persönliche Probleme in den Griff zu kriegen, so dass du dich besser auf deine Ausbildung konzentrieren kannst. Wieder andere Angebote deiner Agentur für Arbeit können dir helfen, deine Berufschulnoten zu verbessern oder dich auf die Abschlussprüfung vorzubereiten. '

Informationen zu den einzelnen Angeboten findest du weiter unten. 

Junge mit Skateboard

Deine erste Anlaufstelle: die Berufsberatung

In deiner Agentur für Arbeit gibt es Berufsberaterinnen und -berater. Du kannst persönlich mit ihnen sprechen. Im Gespräch mit ihnen kannst du zum Beispiel herausfinden, …

  • was du bei deiner Ausbildungssuche oder deinen Bewerbungen noch verbessern kannst,
  • was du bei Problemen in der Ausbildung tun kannst,
  • welches Unterstützungsangebot der Agentur für Arbeit für dich am besten geeignet ist.

Frage am besten gleich einen Termin an:

Telefon: 0800 4 555500 (gebührenfrei)

Termin online anfragen

Mehr Informationen zur Berufsberatung findest du auf der Seite: Persönliche Berufsberatung.

Wichtig: Wenn du Kundin oder Kunde eines Jobcenters bist, wende dich bitte zuerst an deine Ansprechpartnerin oder deinen Ansprechpartner in deinem Jobcenter.

Ausbildungsplatz finden

Einen Ausbildungsplatz zu finden ist nicht immer einfach – vor allem, wenn du zum Beispiel keine guten Noten oder keinen Schulabschluss hast.

Die folgenden Angebote helfen dir, die richtigen Schritte zu gehen, um einen Ausbildungsplatz zu finden, der zu dir passt:

Die Berufseinstiegsbegleitung (kurz: BerEb) ist ein Unterstützungsangebot, das für dich infrage kommen kann, wenn Folgendes auf dich zutrifft: Du möchtest die Haupt-, Mittel- oder Förderschule abschließen und danach eine Ausbildung machen – und brauchst für beides Unterstützung. Eine Expertin beziehungsweise ein Experte hilft dir dabei, diese Ziele zu erreichen.

 Ausführliche Informationen zu diesem Angebot findest du auf der Seite Hilfe bei Schulabschluss und Ausbildungsplatzsuche erhältst du ausführliche Informationen zu diesem Angebot.

Nicht nur in einem Betrieb, auch bei einem Bildungsträger kannst du eine Ausbildung machen. Dort lernst du dasselbe wie in einer betrieblichen Ausbildung und besuchst auch die Berufsschule.

Zusätzlich erhältst du bei Bedarf Unterstützung – zum Beispiel Nachhilfe in Theorie und Praxis durch erfahrene Ausbilderinnen oder Ausbilder. Bei persönlichen Problemen helfen dir Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen.

Bildungsträger sind Einrichtungen, die im staatlichen Auftrag schulische und berufliche Bildungsmaßnahmen im Bereich der Ausbildung und Weiterbildung durchführen. Das können ganz unterschiedliche Einrichtungen sein, wie zum Beispiel Berufsbildungswerke, Volkshochschulen, Kirchen, Gewerkschaften, Kammern oder Akademien. Welche Bildungsträger für dich infrage kommen, sagt dir deine Berufsberaterin oder dein Berufsberater.

Weitere Informationen findest du zudem im Flyer Deine alternative Berufsausbildung – Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE).

Wenn es dir eine Suchterkrankung, persönliche Probleme oder Schulden schwermachen, beruflich Fuß zu fassen, kann eine Aktivierungshilfe für Jüngere (AhfJ) das Richtige für dich sein. Bei diesem Unterstützungsangebot kannst du dich in verschiedenen Berufen ausprobieren oder in Projekten Fähigkeiten erwerben, die dich persönlich und beruflich weiterbringen. Zudem hilft dir eine Betreuerin oder ein Betreuer bei deinen Problemen.

 Eine AhfJ dauert zwischen einem halben und einem ganzen Jahr.

Chancen auf eine Ausbildung verbessern

Wenn du keinen Ausbildungsplatz bekommen hast, kannst du die Zeit bis zum nächsten Ausbildungsjahr sinnvoll nutzen, um deine Chancen zu erhöhen. Du kannst beispielsweise deinen Schulabschluss nachholen oder Kenntnisse über deinen Wunschberuf erwerben. Das verschafft dir beim nächsten Anlauf einen großen Vorteil.

Mit einer Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme kannst du nach der Schule verschiedene Berufe und Betriebe kennenlernen und dich damit auf deine zukünftige Ausbildung vorbereiten. Erfahrene Ausbilderinnen und Ausbilder, Lehrkräfte sowie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen unterstützen dich dabei.

Dein Vorteil: Du kannst bei einer Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme mehrere Praktika machen. Dadurch lernst du verschiedene Betriebe kennen – vielleicht sogar deinen zukünftigen Ausbildungsbetrieb.

Außerdem kannst du im Rahmen einer Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme zusätzlich noch deinen Schulabschluss nachholen.

Alle wichtigen Informationen zu diesem Angebot findest du auf der Seite Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme.

Wenn du bislang keinen Ausbildungsplatz gefunden hast, bietet sich ein Berufsgrundbildungsjahr an. Du kannst damit die Zeit zwischen Schule und Ausbildung überbrücken. Außerdem erwirbst du erste Fähigkeiten und Kenntnisse für deinen späteren Beruf. Der Vorteil: Das BGJ wird dir als erstes Jahr deiner späteren Ausbildung angerechnet.

Das BGJ absolvierst du in der Berufsfachschule. Es wird für folgende Berufsfelder angeboten:

  • Technik
  • Informations- und Kommunikationstechnik
  • Gesundheit und Pflege

In einem Betriebspraktikum wendest du am Ende dein Wissen aus der Berufsfachschule an. Mit dem Abschlusszeugnis der BGJ gehst du anschließend auf Betriebe zu, um dich für eine Ausbildung dort zu bewerben. Idealweise steigst du dann direkt in das zweite Ausbildungsjahr ein.
 

Das Berufsvorbereitungsjahr, auch Berufsorientierungsjahr genannt, bietet dir die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss nachzuholen.

Zudem kannst du im Rahmen des BVJ berufliches Grundwissen erwerben. Du besuchst ein Jahr lang eine Berufsschule. Was du dort gelernt hast, wendest du anschließend in einem Berufspraktikum an.

Ein BVJ erhöht deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz, weil du damit bereits viel lernst, was du in der Ausbildung später wissen oder können musst.

Eine Einstiegsqualifizierung ist ein längeres, bezahltes Praktikum in einem Betrieb
Ein solches Praktikum bietet sich an, wenn du …

  • die Schule abgeschlossen hast,
  • bereits weißt, in welchem Beruf du eine Ausbildung machen möchtest und
  • bislang keinen Ausbildungsplatz gefunden hast.

Es dauert zwischen 6 und 12 Monate. Du kannst es in Vollzeit oder in Teilzeit absolvieren. Zum Abschluss erhältst du ein Zertifikat, das du deinen Bewerbungen beilegen kannst.

Die Vorteile: 

  • Du lernst einen Beruf intensiv kennen und findest heraus, ob er dir gefällt und zu dir passt. 
  • Du kannst deine Fähigkeiten in einem Betrieb unter Beweis stellen. So steigen die Chancen, danach in eine Ausbildung übernommen zu werden.
  • Du erwirbst Grundkenntnisse in einem Beruf. Mit diesen kannst du dich auch bei anderen Betrieben bewerben.
  • Du bekommst eine Praktikumsvergütung und bist sozialversichert.

Mehr über die Einstiegsqualifizierung erfährst du im Flyer Dein Praktikum zur Ausbildung – Betriebliche Einstiegsqualifizierung.

Ausbildung abschließen: Assistierte Ausbildung (AsA)

Die Assistierte Ausbildung (AsA) ist ein Unterstützungsangebot, das dir hilft, einen Ausbildungsplatz zu finden und deine Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Eine Ausbildungsbegleiterin oder ein Ausbildungsbegleiter unterstützt dich persönlich und hilft dir bei Schwierigkeiten. Gemeinsam findet ihr heraus, wo genau du Hilfe brauchst. Anschließend leitet ihr die entsprechenden Schritte ein.

Umfassende Informationen über dieses Angebot findest du auf der Seite Deinen Berufsabschluss schaffen – mit der Assistierten Ausbildung!

Mit Hilfe in Ausbildung und Beruf: So haben es andere gemacht