Unterstützung für Corona-Tests in Pflegeeinrichtungen

Pflegeeinrichtungen brauchen dringend personelle Verstärkung für die Durchführung von Corona-Schnelltests. Über die zentrale Hotline der Bundesagentur für Arbeit (BA) können Sie sich informieren und Ihr Interesse anmelden.

Personal sowie Besucherinnen und Besucher testen

Die Bundesregierung ruft dazu auf, sich für die Unterstützung bei Schnelltests in stationären Pflegeeinrichtungen zu melden. Mit den zusätzlichen Kräften sollen Personal sowie Besucherinnen und Besucher getestet werden, um Besuche zu ermöglichen und Infektionen vorzubeugen. Die Pflegeeinrichtungen stehen bereits jetzt vor großen personellen Herausforderungen und benötigen dringend Unterstützung.

Neben Personen aus medizinischen, pflegerischen und sonstigen Heilberufen oder mit einer sozialen Ausbildung können sich auch geeignete Personen ohne medizinische Vorbildung melden.

Vor dem Einsatz erfolgt eine Einweisung in die vor Ort durchführbaren Antigentests, sogenannte PoC-Antigentests (PoC = Point of Care).

Die aktuelle Bedarfssituation in den Städten und Landkreisen können Sie der Bedarfsliste entnehmen. Bitte beachten Sie, dass sich die Bedarfe kurzfristig ändern können.

Hotline zur Corona-Testhilfe

Rufen Sie bei der Hotline der BA an, wenn Sie in einem der genannten Landkreise oder Städte in Pflegeeinrichtungen bei Corona-Schnelltests helfen wollen.

Die BA informiert jeweils Bundesland, Landkreis oder die Stadt über Ihr Interesse. Dies geschieht in einem abgestimmten, sicheren Verfahren nach den Vorgaben des Datenschutzes. Das Auswahlverfahren liegt bei den Alten- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe. Mit der BA werden keine Arbeitsverträge geschlossen.

Sie erreichen die Hotline montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr.

0800 4 555532 (gebührenfrei)

Informationen für Einrichtungen, Städte und Landkreise

Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe finden Informationen zur Unterstützung für die Corona-Schnelltests im FAQ für Einrichtungen.

Landkreise und kreisfreie Städte können unter bestimmten Voraussetzungen Amtshilfe der Bundeswehr für die Durchführung von Schnelltests erhalten. Antworten zu den häufigsten Fragen beantwortet das FAQ für Landkreise und kreisfreie Städte.

Fragen und Antworten zur Corona-Testhilfe

Die nachstehenden Fragen und Antworten gelten für die Unterstützung durch externes Personal, das heißt die Bundeswehr und freiwillige Helferinnen und Helfer. Sie gelten nicht für die ebenfalls mögliche Unterstützung durch Pflegeauszubildende, da diese immer in ihren Ausbildungsverträgen und Ausbildungszusammenhängen verbleiben.

Auszubildende in der Pflege entlasten schon jetzt während der praktischen Ausbildungszeiten die in den Pflegeeinrichtungen tätigen Pflegekräfte. Durch das Verschieben schulischer Ausbildungsabschnitte oder eine Abänderung der Reihenfolge der praktischen Ausbildungsabschnitte können gegebenenfalls zusätzliche Ressourcen freigesetzt werden. Die Bundesregierung hat über die Partner der „Ausbildungsoffensive Pflege“ Pflegeschulen und die an der Pflegeausbildung beteiligten Einrichtungen um Unterstützung gebeten.

Allgemeine Fragen

Es kommen Personen in Betracht, die gewissenhaft arbeiten, über gute Kommunikations­fähigkeiten verfügen und ein gutes Einfühlungsvermögen besitzen. Aufgrund des notwendigen engen Kontakts bei der Abstrichentnahme sollten die Bereitschaft zur regelmäßigen eigenen Testung sowie eine gute Körperhygiene selbstverständlich sein.

Hilfreich sind Kenntnisse und / oder berufliche Vorerfahrungen im medizinischen und / oder pflegerischen Bereich.

Medizinische Vorkenntnisse sind:

  • Erfahrung mit Nasen-Rachen-Abstrichen. Hinweise: Bitte geben Sie hier nur „ja“ an, wenn Sie mehr als 20 Abstriche durchgeführt haben und die Erfahrung nicht länger als 2 Jahre zurückliegt.
  • Erfahrung in der virologischen Diagnostik / Interpretation von Testergebnissen.
  • Erfahrung in der Infektionsprävention / Hygiene.

Bewerberinnen und Bewerber sollten mindestens 18 Jahre alt sein, nicht zu einer Risikogruppe gehören und über (gute) deutsche Sprachkenntnisse verfügen.

Sie sollten in guter körperlicher Verfassung sein, so dass sie in persönlicher Schutzausstattung (unter anderem FFP2-/3-Atemschutzmaske, Schutzbrille, Einmalhandschuhe) arbeiten können.

Außerdem sollten sie Empathie im Umgang mit alten, kranken und behinderten Menschen besitzen und Freude an einer Arbeit haben, die Sorgfalt und Genauigkeit erfordert.

Sie übernehmen die Testung zum Schutz von vulnerablen Personengruppen, insbesondere von pflegebedürftigen und behinderten Menschen, indem Sie Besucherinnen und Besucher, Personal und externe Dienstleister vor dem Betreten von oder in Alten-, Pflege- oder Behinderteneinrichtungen testen.

Zu den konkreten Aufgaben gehören dabei die Abstrichentnahme (im Mund-Nasen-Rachenraum), Testdurchführung, Dokumentation und Kommunikation.

Auch Aufklärung zu Hygiene- und Schutzmaßnahmen sowie die Kommunikation von Testergebnissen gehören zu Ihren Aufgaben.

Die freiwilligen Personen werden durch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) geschult. Im Rahmen des persönlichen Kontakts während der Schulung wird darauf geachtet, ob die zu schulenden Personen die erforderlichen Anforderungen gemäß der Schulungsinhalte erfüllen und insoweit für den Einsatz fachlich geeignet sind.

Letztendlich obliegt es der Einrichtung zu entscheiden, ob sie die vorgeschlagene Person als Testhelferin oder Testhelfer für geeignet hält und mit ihr einen Arbeitsvertrag abschließt.

Fragen zum Einsatz

Der Einsatz soll so schnell wie möglich beginnen. Sie können sich ab sofort bei der Bundesagentur für Arbeit unter der angegebenen Hotline anmelden.

Zunächst unterstützt die Bundeswehr bei der Durchführung von Corona-Tests. Weitere Helferinnen und Helfer werden nach dem Einsatz der Bundeswehr je nach Bedarf vor Ort eingesetzt.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) gibt Ihre Interessensbekundung an die koordinierenden Stellen in den Landkreisen und kreisfreien Städte beziehungsweise in den Ländern weiter, die einen Bedarf an Testhelferinnen und Testhelfern gemeldet haben.

Sofern personenbezogene Daten an koordinierende Stellen übermittelt werden, die nicht selbst als Arbeitgeber in Betracht kommen, wird die BA vorab entsprechende Einwilligungserklärungen von den betroffenen Personen einholen.

Anhand der Liste auf der Seite Aktueller Bedarf an Testhelferinnen und -helfern können die Bewerberinnen und Bewerber erkennen, wo Bedarf an Testhelferinnen und Testhelfern besteht.

Die Anstellung erfolgt bei einer Pflegeeinrichtung oder einer Einrichtung der Eingliederungshilfe, die einen Bedarf angemeldet hat.

Die Vergütung, die die Einrichtungen im Rahmen dieser Initiative des Bundes zahlen, soll sich an 20 Euro pro Stunde orientieren.

Freiwillige, die sich im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes, des Freiwilligen Sozialen Jahres oder des Freiwilligen Ökologischen Jahres melden, bleiben in den Verträgen ihres jeweiligen Freiwilligendienstes, die ein festes monatliches Taschengeld vorsehen und eine Entlohnung darüber hinaus oder eine entlohnte Tätigkeit daneben ausschließen.

Eine Unterstützung ist sowohl ganztägig in Vollzeit als auch stundenweise möglich.

Der individuelle Beschäftigungsumfang ist abhängig vom Bedarf vor Ort (Größe der Einrichtung, Ausstattung mit Personal, Besucheraufkommen). Viele Besuche finden am Wochenende und in den Randzeiten (am Nachmittag und Abend) statt. Gerade dann ist Unterstützung notwendig.

Zu beachten ist, dass bei einem Einsatz als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer das Arbeitszeitgesetz gilt und damit Arbeitszeiten bei mehreren Arbeitgebern zusammenzurechnen sind.

Freiwilligendienstleistende dürfen außerhalb der ursprünglich vereinbarten Dienstzeiten (in der Regel sind das 8 Stunden täglich, nur tagsüber und nur werktäglich) nicht eingesetzt werden.

Ja, dies ist möglich. 

Wenn einvernehmlich eine Freistellung vereinbart worden ist, entfällt für den vereinbarten Zeitraum die Pflicht zur Erbringung der Arbeitsleistung beim Arbeitgeber und in der Folge auch die Pflicht des Arbeitgebers zur Entgeltzahlung.

Sie erhalten eine persönliche Schutzausstattung, bestehend unter anderem aus FFP2-/3-Maske, Schutzbrille, Einmalhandschuhen und Schutzanzug / Schutzumhang. Sie werden vor dem Einsatz zu Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen geschult. Die Gefahr einer Infektion mit SARS-CoV-2 ist damit sehr gering.

Die Einsatzpläne werden an dem jeweiligen Einsatzort erstellt. Vielfach wird der Einsatz während der regulären Besuchszeiten, also häufig auch am Wochenende, in der jeweiligen Pflegeeinrichtung beziehungsweise der Einrichtung der Eingliederungshilfe stattfinden.

Freiwilligendienstleistende dürfen nur zusammen mit einer hauptberuflichen Kraft eingesetzt werden (gesetzlich vorgeschriebenes Gebot der „unterstützenden Hilfstätigkeit“).

Wenn eine Testperson nach einer ordnungsgemäßen Aufklärung einwilligt, sich testen zu lassen oder allgemein ein Patient einen medizinischen Eingriff erlaubt, gehören die medizinischen Folgewirkungen bei entsprechender Aufklärung und sachgerechter Durchführung der Maßnahme zum Lebensrisiko des Getesteten beziehungsweise der Patientin oder des Patienten.

Fragen zur Vorbereitung auf den Einsatz und zur Schulung

PoC-Antigen-Tests müssen von geschulten Personen durchgeführt werden. Vor Antritt der Tätigkeit werden die freiwilligen Testerinnen und Tester im Rahmen einer Kompaktschulung geschult.

Ziel der für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenlosen Schulung ist die strukturierte Einweisung in das Antigen-Schnelltestverfahren unter korrekter Berücksichtigung der hygienischen und rechtlichen Anforderungen.

Im Rahmen der Schulung werden insbesondere folgende Punkte vermittelt:

  • Grundsätzliches Verständnis über die SARS-CoV-2-Viruserkrankung und deren Übertragbarkeit,
  • Durchführung und Anwendung von PoC-Antigen-Tests (theoretische und praktische Kenntnis der korrekten Abstrichentnahme),
  • Kenntnis von Konsequenzen und einzuleitenden Maßnahmen bei den verschiedenen Testergebnissen sowie Schulung der Fähigkeit, diese korrekt zu kommunizieren,
  • Kenntnisse über weitere Schutzmaßnahmen zur Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus.

Die Schulungen werden durch das Deutsche Rote Kreuz durchgeführt. Diese sind für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenlos.

Mit Blick auf die medizinisch nicht vorgebildeten Teilnehmer wird eine qualifizierte Schulung mit praktischer Einweisung durch geeignetes Fachpersonal sichergestellt.

Eine Kompaktschulung dauert rund 2 Stunden.

Sozial- und arbeitsrechtliche Fragen

Ja, Sie können sich auch während des Bezugs von Kurzarbeitergeld als Unterstützerin oder Unterstützer melden.

Wenn Sie während des Kurzarbeitergeld-Bezugs eine Nebentätigkeit aufnehmen, wird das daraus erzielte Entgelt auf das Kurzarbeitergeld angerechnet, denn es liegt eine Erhöhung des tatsächlichen erzielten Entgelts vor.

Wird die Einsatztätigkeit in Form einer geringfügigen Beschäftigung (nur 450-Euro-Minijob) ausgeübt, wird das daraus erzielte Arbeitsentgelt aufgrund einer im Jahr 2021 weiter geltenden gesetzlichen Sonderregelung nicht angerechnet.

Sofern die Einsatztätigkeit im Rahmen einer ehrenamtlichen Betätigung erfolgt und hierfür lediglich eine Aufwandsentschädigung gezahlt wird, hat die Einsatztätigkeit keine Auswirkung auf den Anspruch auf Kurzarbeitergeld.

Wenn die Einsatztätigkeit im Rahmen einer Erwerbstätigkeit mindestens 15 Stunden wöchentlich umfasst, besteht kein Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Sollten Sie nach Ihrer Einsatztätigkeit wieder arbeitslos werden und die sonstigen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosengeld erfüllen, haben Sie wieder Anspruch auf Zahlung von Arbeitslosengeld.

Wenn die Einsatztätigkeit unter 15 Stunden wöchentlich ausgeübt wird und die sonstigen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosengeld erfüllt sind, besteht weiterhin Anspruch auf Arbeitslosengeld. Erzieltes Einkommen aus der Einsatztätigkeit wird als Nebeneinkommen unter Berücksichtigung eines monatlichen Freibetrages von 165 Euro auf das Arbeitslosengeld angerechnet.

Wird die Einsatztätigkeit hingegen im Rahmen einer ehrenamtlichen Betätigung ausgeübt, ist der zeitliche Umfang der Betätigung ohne Bedeutung. Allerdings handelt es sich nur dann um eine ehrenamtliche Tätigkeit, wenn sie unentgeltlich ausgeübt wird.

Die Voraussetzung der Unentgeltlichkeit ist auch dann noch erfüllt, wenn ein Auslagenersatz in Höhe von bis zu 250 Euro monatlich geleistet wird. Eine Anrechnung auf das Arbeitslosengeld erfolgt nicht.

Eine berufliche Eingliederung darf durch die ehrenamtliche Betätigung nicht beeinträchtigt werden. Während der ehrenamtlichen Betätigung müssen Sie sich auch weiterhin bemühen, Ihre Beschäftigungslosigkeit zu beenden.

Außerdem sind Sie verpflichtet, jede mindestens 15-stündige wöchentliche ehrenamtliche Tätigkeit vor deren Beginn der Agentur für Arbeit anzuzeigen.

Es kommt auf die Art der Anstellung an.

Wenn Sie einen klassischen Arbeitsvertrag über eine sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung abschließen (das heißt der Einsatz ist Ihre Hauptbeschäftigung), gilt Folgendes: Der Grundabsetzbetrag in Höhe von 100 Euro und der Erwerbstätigenfreibetrag werden vom Einkommen abgesetzt. Dann gelten die üblichen Regelungen (siehe § 11b Absatz 2 Satz 1 SGB II und § 11b Absatz 3 SGB II).

Handelt es sich um eine Nebenbeschäftigung, dann kommt eine Tätigkeit nach § 3 Nummer 26 Einkommensteuergesetz (nebenberuflichen Pflege alter, kranker Menschen oder Menschen mit Behinderungen im Dienst oder im Auftrag einer juristischen Person des öffentlichen Rechts) in Betracht. In diesem Fall kommt der erhöhte Grundabsetzbetrag zum Tragen (§ 11b Absatz 2 Satz 3 SGB II). Dieser wurde zum 1. Januar 2021 auf 250 Euro erhöht. Zusätzlich ist der Erwerbstätigenfreibetrag zu berücksichtigen (siehe § 11b Absatz 3 SGB II).

Ja, sofern es sich um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung handelt. Dann sind Sie auch über die Arbeitgeberin oder den Arbeitgeber kranken- und pflegeversichert.

Durch einen 450-Euro-Minijob sind sie nicht kranken- und pflegeversichert.

Freiwillige aus dem Bundesfreiwilligendienst, aus dem Freiwilligen Sozialen Jahr und dem Freiwilligen Ökologischen Jahr bleiben über ihre Freiwilligen-Verträge sozialversichert.

Ja, Sie können sich auch als Studierende oder Studierender als Unterstützerin oder Unterstützer melden.

Sie können die Einsatztätigkeit in Form einer geringfügigen Beschäftigung (450-Euro-Minijob oder kurzfristiger Minijob) ausüben.

Bei dem 450-Euro-Minijob dürfen Sie regelmäßig nicht mehr verdienen als monatlich 450 Euro. Beim kurzfristigen Minijob muss Ihre Beschäftigung von vornherein auf 3 Monate oder 70 Arbeitstage befristet sein. Der Verdienst ist hier unerheblich.

Der 450-Euro-Minijob ist versicherungsfrei in der Kranken-, Pflege und Arbeitslosenversicherung. In der Rentenversicherung sind Sie versicherungspflichtig, können sich aber auf Antrag befreien lassen.

Der kurzfristige Minijob ist versicherungsfrei in der Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung und nicht versicherungspflichtig in der Pflegeversicherung. Besteht Versicherungsfreiheit fallen für Sie keine Beiträge an.

Besonderheiten gelten, wenn Sie Werkstudentin oder Werkstudent sind:

Werkstudentin oder Werkstudent sind Sie, wenn Sie als ordentlich Studierende oder Studierender an einer Fachschule oder Hochschule immatrikuliert sind und daneben eine Beschäftigung an nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich mit einem regelmäßigen monatlichen Verdienst von mehr als 450 Euro und länger als 3 Monate beziehungsweise 70 Kalendertage im Kalenderjahr ausüben.

Die wöchentliche Arbeitszeit von 20 Stunden darf nur durch befristete Mehrarbeit in den Abend- und Nachtstunden, am Wochenende oder in den Semesterferien überschritten werden. Mehrere befristete Beschäftigungen in einem Jahr mit wöchentlich über 20 Stunden werden zusammengerechnet. Sie sind dann noch Werkstudent, wenn Sie im Laufe eines Jahres nicht mehr als 26 Wochen (182 Kalendertage) mit dieser erhöhten Arbeitszeit arbeiten.

Als Werkstudentin oder Werkstudent sind Sie versicherungsfrei in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, es fallen deshalb keine Beiträge an. In der Rentenversicherung sind Sie versicherungspflichtig.

Gemäß § 21 Abs. 4 Nr. 5 BAföG gelten zusätzliche  Einnahmen aus einer Tätigkeit der Antragstellenden in systemrelevanten Branchen und Berufen, soweit die Tätigkeit zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie und deren sozialen Folgen seit dem 1. März 2020 aufgenommen oder in ihrem arbeitszeitlichen Umfang aufgestockt wurde, für die Dauer dieser Tätigkeit oder Arbeitszeitaufstockung nicht als Einkommen im Sinne des BAföG.

Als Freiwillige oder Freiwilliger im Bundesfreiwilligendienst können Sie sich ebenfalls über die Seite und die Hotline der Bundesagentur für Arbeit melden. Für Sie ist ein zeitlich befristeter Wechsel von der ursprünglichen Einsatzstelle in eine Pflegeeinrichtung möglich.

Dabei gelten folgende Mindeststandards beziehungsweise folgende Vorgehensweise:

  1. Nach einer Vermittlung an eine Pflegeeinrichtung halten bitte Sie und Ihre ursprüngliche Einsatzstelle gemeinsam schriftlich fest, dass Sie beide mit dem erweiterten Einsatz in der betreffenden Pflegeeinrichtung einverstanden sind.
  2. Dann muss Ihre umfassende Versicherung im erweiterten Einsatzbereich (insbesondere im Hinblick auf die Unfall- und Haftpflichtversicherung) durch Ihre ursprüngliche Einsatzstelle zusammen mit der betreffenden Pflegeeinrichtung als erweitertem Einsatzort sichergestellt und von Ihrer ursprünglichen Einsatzstelle dokumentiert werden (zum Beispiel durch einen Mailwechsel zwischen der betreffenden Pflegeeinrichtung und Ihrer Einsatzstelle).
  3. Ebenso müssen die für den Einsatz notwendigen Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen durch Ihre ursprüngliche Einsatzstelle zusammen mit der betreffenden Pflegeeinrichtung praktisch sichergestellt sein (dies muss für Sie kostenfrei sein).
  4. Außerdem muss die Dauer sowie Art Ihres Einsatzes durch die betreffende Pflegeeinrichtung gegenüber Ihrer ursprünglichen Einsatzstelle schriftlich bescheinigt werden.
  5. Abschließend informiert Ihre ursprüngliche Einsatzstelle das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) durch Zusendung des einseitigen Formulars „Ergänzung der Vereinbarung zur Erweiterung des Einsatzbereichs von Bundesfreiwilligen“, das Ihre Einsatzstelle im ihr bekannten Download-Bereich des BAFzA-Internetangebotes findet.

Für das Freiwillige Soziale Jahr und das Freiwillige Ökologische Jahr gelten Regelungen der Länder, diese sind aber meist an die Regelungen für den Bundesfreiwilligendienst angepasst worden. Ihre Einsatzstellen und Träger müssten sich hierzu an die für sie zuständigen Landesbehörden wenden.