Gender Pay Gap um ein Prozent gesunken

Zum Equal Pay Day am 18. März, dem internationalen Aktionstag für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern, ermittelte das Statistische Bundesamt die Gehaltsunterschiede von Frauen und Männern in Deutschland.

17.03.2017 - So verdienten Frauen 2016 durchschnittlich 16,26 Euro brutto pro Stunde und damit um 21 Prozent weniger als Männer, die einen Bruttostundenverdienst von 20,71 Euro erzielen.

In den vergangenen beiden Jahren lag der Gender Pay Gap jeweils bei 22 Prozent und damit um einen Prozentpunkt höher. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort und der Gender Pay Gap erlebt einen langsamen, aber stetigen Rückgang.

Drei Viertel des unbereinigten* Gender Pay Gap lassen sich mit strukturellen Unterschieden begründen. So arbeiten Frauen und Männer häufig in unterschiedlichen Branchen und Berufen und finden ungleiche Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Führung und Qualifikation vor. Zudem sind Frauen häufiger in Teilzeit oder geringfügig beschäftigt.

Die Ursachen des Verdienstunterschiedes, die das übrige Viertel erklären, können nur alle vier Jahre auf Basis der Verdienststrukturerhebung untersucht werden. Aktuell liegen deshalb Ergebnisse für das Jahr 2014 vor. Damals ergab sich nach Bereinigung der Ergebnisse ein Verdienstunterschied von sechs Prozent.

Weitere Informationen zur Gender Pay Gap finden Sie auf den Seiten von destatis.

 

* Der unbereinigte Gender Pay Gap erfasst auch den Teil des Verdienstunterschiedes, der durch schlechtere Zugangschancen von Frauen hinsichtlich bestimmter Berufe oder Karrierestufen verursacht wird, die möglicherweise ebenfalls das Ergebnis benachteiligender Strukturen sind. Der bereinigte Wert misst den Verdienstabstand von Männern und Frauen mit vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiografien.