Europas Arbeitsmarkt

Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit entwickelt sich die Konjunktur in der Europäischen Union moderat positiv.

Die Publikation „Arbeitsmarktstatistik im europäischen Vergleich“ der Bundesagentur für Arbeit beleuchtet neben der wirtschaftlichen Lage insgesamt auch die Zahlen der Erwerbstätigen, der Erwerbslosen sowie der jugendlichen Erwerbslosen.

In nahezu allen 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) ist die Wirtschaft im dritten Quartal 2016 gewachsen. An erster Stelle liegt Irland mit einem Wachstum um 4,0 Prozent. Insgesamt stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,4 Prozent. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im gleichen Zeitraum um 1,5 Prozent auf 218,8 Millionen. Besonders deutliche Zuwächse gab es in Zypern (3,7 Prozent) und Deutschland (3,4 Prozent).

 

Auch wenn die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise weiterhin sichtbar bleiben, ist die Erwerbslosigkeit tendenziell weiter rückläufig. Im November 2016 waren in der gesamten EU 20,4 Millionen Menschen erwerbslos. Dabei herrschen große Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten. In südlichen Ländern wie Griechenland und Spanien war die Erwerbslosenquote mit 23,0 beziehungsweise 19,2 Prozent am höchsten. Die niedrigsten Quoten verzeichnen die Tschechische Republik (3,7 Prozent), Deutschland (4,1 Prozent) sowie Ungarn (4,6 Prozent).

 

Die Erwerbslosigkeit unter Jugendlichen ist weiter rückläufig. Rund 4,3 Millionen junge Menschen waren im November 2016 erwerbslos. Das sind 140.000 Jugendliche weniger als im Jahr zuvor. Die Unterschiede zwischen den Ländern fallen in diesem Bereich deutlicher aus als bei den Erwerbslosen insgesamt. Die Quoten reichen von 44,4 Prozent in Spanien bis zu 6,7 Prozent in Deutschland.

Die Publikation „Arbeitsmarktstatistik im europäischen Vergleich“ finden Sie hier: https://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Arbeitsmarkt-Allgemein/generische-Publikationen/Arbeitsmarkt-im-europaeischen-Vergleich.pdf