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Kinderbonus: Anspruch, Auszahlung, Höhe

Der Kinderbonus ist eine zusätzliche Unterstützung für Familien in der Corona-Krise. Informieren Sie sich, ob Sie einen Anspruch haben und wie der Kinderbonus ausgezahlt wird.

Der Kinderbonus ist ein „Bonus-Kindergeld“. Das bedeutet: Es handelt sich um eine Sonderzahlung, für die dieselben grundsätzlichen Voraussetzungen wie für das Kindergeld gelten.

Der Kinderbonus ist Teil des Corona-Konjunkturpakets der Bundesregierung. Familien erhalten ihn als eine finanzielle Hilfe, da sie durch die Corona-Krise besonderen Belastungen ausgesetzt sind (siehe auch Bundesgesetzblatt Nr. 31, Artikel 9 und 11).

Familie liegt auf einem Bett

Wichtig: Sie müssen den Kinderbonus nicht beantragen. Die Auszahlung erfolgt automatisch. Der Kinderbonus wird ab September 2020 ausgezahlt.

Wer den Kinderbonus bekommt

Der Kinderbonus wird für jedes Kind gezahlt, für das im Jahr 2020 mindestens in einem Monat Anspruch auf Kindergeld besteht oder bestand. Informationen zu den Voraussetzungen für Kindergeld finden Sie auf der Seite Kindergeld: Anspruch, Höhe, Dauer.

Der Kinderbonus wird auch für Kinder gezahlt, für die im September 2020

  • noch kein Anspruch auf Kindergeld besteht (Beispiel: Das Kind kommt erst im Dezember auf die Welt) oder
  • kein Anspruch mehr auf Kindergeld besteht (Beispiel: Das Kind hat seine Ausbildung im Juli abgeschlossen).

Auszahlung und Höhe des Kinderbonus

Der Kinderbonus wird für alle Kinder, für die im September 2020 Anspruch auf Kindergeld besteht, in 2 Raten ausgezahlt. Die Auszahlung erfolgt im September 2020 in Höhe von 200 Euro und im Oktober 2020 in Höhe von 100 Euro.

Für Kinder, für die in einem anderen Monat im Jahr 2020 Anspruch auf Kindergeld besteht, wird der Kinderbonus gegebenenfalls zu einem anderen Zeitpunkt, jedoch nicht vor September 2020, ausgezahlt. Auch in diesen Fällen erfolgt die Auszahlung grundsätzlich in 2 Raten.

Der Kinderbonus wird nicht zusammen mit dem Kindergeld ausgezahlt, sondern als eigene Zahlung.

Wichtig: Wenn sich Ihre Kontodaten zwischenzeitlich ändern, müssen Sie die Familienkasse benachrichtigen. Mehr dazu erfahren Sie bei der Frage: Was muss ich tun, wenn sich meine Bankverbindung ändert?

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Kinderbonus

Der Kinderbonus wird bei den Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II), beim Kinderzuschlag und beim Wohngeld nicht als Einkommen berücksichtigt. Beim Unterhaltsvorschuss wird der Kinderbonus nicht angerechnet. Damit kommt der Kinderbonus Familien mit kleinen Einkommen zusätzlich zugute.

Wenn sich Ihre Bankverbindung ändert, teilen Sie dies bitte Ihrer Familienkasse mit. Das gilt auch, wenn Sie zwischenzeitlich kein Kindergeld mehr erhalten.

Nutzen Sie für die Änderung Ihrer Bankverbindung den Online-Service der Familienkasse.

Änderungen mitteilen

Wichtig: Sie müssen die Änderungsmitteilung Ihrer Bankdaten derzeit grundsätzlich unterschreiben. Sie erhalten deshalb am Ende des Online-Antrags ein PDF zum Ausdrucken. Die zuständige Familienkasse ermitteln wir für Sie.

Wenn Sie eine rückwirkende Kindergeldzahlung für einen Anspruch aus dem Jahr 2020 bekommen, erhalten Sie den Kinderbonus. Allgemein gilt: Den Kinderbonus erhalten Familien, die mindestens in einem Monat im Jahr 2020 Anspruch auf Kindergeld hatten.

Bezieht sich die Nachzahlung auf einen Kindergeldanspruch vor 2020, erhalten Sie keinen Kinderbonus.

Kindergeld und Kinderbonus werden bei der Einkommensteuerveranlagung mit dem Kinderfreibetrag verglichen. Das Finanzamt berechnet dann, ob das Kindergeld inklusive Kinderbonus oder der Kinderfreibetrag für die Eltern vorteilhafter ist.

Nähere Erläuterungen dazu, bis zu welchem Einkommen Familien vom Kinderbonus profitieren und wie die sogenannte Günstigerprüfung erfolgt, finden Sie auf der Informationsseite des Bundesministeriums für Finanzen.

Bei getrennt lebenden Eltern wird der Kinderbonus auf das Konto des Elternteils ausgezahlt, der auch das Kindergeld erhält.

Zu verschiedenen Fallgestaltungen bei Alleinerziehenden und Unterhaltszahlungen finden Sie nähere Erläuterungen auf der Informationsseite des Bundesministeriums für Finanzen.

Der Anspruch auf das Kindergeld und somit auch auf den Kinderbonus kann grundsätzlich nicht gepfändet werden. Einzige Ausnahme ist die Pfändung wegen gesetzlicher Unterhaltsansprüche des betroffenen Kindes. In der Praxis der Familienkassen kommt es wegen der Beschränkung auf solche gesetzlichen Unterhaltsansprüche in der Regel zu keiner Pfändung.

Weitere Hilfe für Familien: Notfall-KiZ

Familien mit geringem Einkommen können weitere finanzielle Unterstützung erhalten. Eine davon ist der Kinderzuschlag. Im Zuge der Corona-Krise wurde der Zugang durch den „Notfall-KiZ“ vereinfacht.

Mehr Informationen zum Notfall-KiZ und wie Sie ihn beantragen erfahren Sie auf der Seite Kinderzuschlag: Das ist der Notfall-KiZ.

Eltern spielen mit ihrem Kind im Wohnzimmer