Kinderbonus: Anspruch, Auszahlung, Höhe

Der Kinderbonus ist eine zusätzliche Unterstützung für Familien in der Corona-Krise. Informieren Sie sich, ob Sie einen Anspruch haben und wie der Kinderbonus ausgezahlt wird.

Der Kinderbonus ist ein „Bonus-Kindergeld“. Das bedeutet: Es handelt sich um eine Sonderzahlung, für die dieselben grundsätzlichen Voraussetzungen wie für das Kindergeld gelten.

Der Kinderbonus ist Teil des Corona-Konjunkturpakets der Bundesregierung. Familien erhalten ihn als eine finanzielle Hilfe, da sie durch die Corona-Krise besonderen Belastungen ausgesetzt sind (siehe auch Bundesgesetzblatt Nr. 31, Artikel 9 und 11).

Familie liegt auf einem Bett

Wichtig: Sie müssen den Kinderbonus nicht beantragen. Die Auszahlung erfolgt automatisch.

Wer den Kinderbonus bekommt

Der Kinderbonus wird für jedes Kind gezahlt, für das im Jahr 2020 mindestens in einem Monat Anspruch auf Kindergeld bestand. Informationen zu den Voraussetzungen für Kindergeld finden Sie auf der Seite Kindergeld: Anspruch, Höhe, Dauer.

Auszahlung und Höhe des Kinderbonus

Für Kinder, für die im Jahr 2020 ein Anspruch auf Kindergeld bestand, erfolgte die Auszahlung des Kinderbonus in den Monaten September bis Dezember 2020.

Für Kinder, die 2020 geboren wurden und für die bislang kein Kinderbonus ausgezahlte wurde (etwa weil noch nicht über den Kindergeldanspruch entschieden wurde), gilt: Die Auszahlung des Kinderbonus richtet sich nach dem Geburtsmonat des Kindes und dem Zeitpunkt der Kindergeld-Antragstellung. Den Antrag können Sie einfach online stellen. Nutzen Sie dafür den Online-Service Kindergeld-Antrag bei Geburt.

Wenn Sie Kindergeld für Ihr im Jahr 2020 neugeborenes Kind beantragt haben, wird der Kinderbonus automatisch an Sie ausgezahlt. Die Zahlung erfolgt ab Januar 2021 in einem Betrag. In bestimmten Fällen werden Kindergeld und Kinderbonus für neugeborene Kinder gemeinsam ausgezahlt.

Wichtig: Wenn sich Ihre Kontodaten zwischenzeitlich ändern, müssen Sie die Familienkasse benachrichtigen. Mehr dazu erfahren Sie bei der Frage: Was muss ich tun, wenn sich meine Bankverbindung ändert?

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Kinderbonus

Der Kinderbonus wird bei den Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II), beim Kinderzuschlag und beim Wohngeld nicht als Einkommen berücksichtigt. Beim Unterhaltsvorschuss wird der Kinderbonus nicht angerechnet. Damit kommt der Kinderbonus Familien mit kleinen Einkommen zusätzlich zugute.

Wenn sich Ihre Bankverbindung ändert, teilen Sie dies bitte Ihrer Familienkasse mit. Das gilt auch, wenn Sie zwischenzeitlich kein Kindergeld mehr erhalten.

Nutzen Sie für die Änderung Ihrer Bankverbindung den Online-Service der Familienkasse.

Änderungen mitteilen

Wichtig: Sie müssen die Änderungsmitteilung Ihrer Bankdaten derzeit grundsätzlich unterschreiben. Sie erhalten deshalb am Ende des Online-Antrags ein PDF zum Ausdrucken. Die zuständige Familienkasse ermitteln wir für Sie.

Wenn Sie eine rückwirkende Kindergeldzahlung für einen Anspruch aus dem Jahr 2020 bekommen, erhalten Sie den Kinderbonus. Allgemein gilt: Den Kinderbonus erhalten Familien, die mindestens in einem Monat im Jahr 2020 Anspruch auf Kindergeld hatten.

Bezieht sich die Nachzahlung auf einen Kindergeldanspruch vor 2020, erhalten Sie keinen Kinderbonus.

Kindergeld und Kinderbonus werden bei der Einkommensteuerveranlagung mit dem Kinderfreibetrag verglichen. Das Finanzamt berechnet dann, ob das Kindergeld inklusive Kinderbonus oder der Kinderfreibetrag für die Eltern vorteilhafter ist.

Nähere Erläuterungen dazu, bis zu welchem Einkommen Familien vom Kinderbonus profitieren und wie die sogenannte Günstigerprüfung erfolgt, finden Sie auf der Informationsseite des Bundesministeriums für Finanzen.

Bei getrennt lebenden Eltern wird der Kinderbonus auf das Konto des Elternteils ausgezahlt, der auch das Kindergeld erhält.

Zu verschiedenen Fallgestaltungen bei Alleinerziehenden und Unterhaltszahlungen finden Sie nähere Erläuterungen auf der Informationsseite des Bundesministeriums für Finanzen.

Der Anspruch auf das Kindergeld und somit auch auf den Kinderbonus kann grundsätzlich nicht gepfändet werden. Einzige Ausnahme ist die Pfändung wegen gesetzlicher Unterhaltsansprüche des betroffenen Kindes. In der Praxis der Familienkassen kommt es wegen der Beschränkung auf solche gesetzlichen Unterhaltsansprüche in der Regel zu keiner Pfändung.

Weitere Hilfe für Familien: Kinderzuschlag

Familien mit geringem Einkommen können weitere finanzielle Unterstützung erhalten. Eine davon ist der Kinderzuschlag (KiZ). Mit dem KiZ-Lotsen können Sie schnell und einfach prüfen, ob sich in Ihrem Fall ein Antrag auf Kinderzuschlag lohnt.

Mehr Informationen zum KiZ und wie Sie ihn beantragen finden Sie auf der Seite Kinderzuschlag: Anspruch, Höhe, Dauer.

Eltern spielen mit ihrem Kind im Wohnzimmer