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Kindergeld für Kinder ab 18 Jahren

Auch für volljährige Kinder kann es Kindergeld geben. Informieren Sie sich über die Voraussetzungen und erforderlichen Nachweise.

Voraussetzungen

Kindergeld kann für junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren gezahlt werden, wenn diese

  • erstmalig eine Schul- oder Berufsausbildung beziehungsweise ein Studium absolvieren.
  • ein Praktikum machen und dabei Kenntnisse erwerben, die einen fachlichen Bezug zum angestrebten Beruf haben.
  • eine zweite Ausbildung absolvieren und höchstens eingeschränkt arbeiten. Wenn Ihr Kind über das Jahr hinweg mehr als durchschnittlich 20 Wochenstunden arbeitet, haben Sie keinen Anspruch auf Kindergeld mehr. Eine Ausnahme bilden sogenannte 450-Euro-Jobs. Beim Einkommen gibt es jedoch keine Obergrenze.
  • eine Ausbildung nicht beginnen können, weil sie keinen Ausbildungsplatz haben. In diesem Fall müssen Sie nachweisen, dass sich Ihr Kind um einen Ausbildungsplatz bemüht. Ist Ihr Kind bei einer Arbeitsagentur oder einem Jobcenter ausbildungsplatzsuchend gemeldet, ist ein solcher Nachweis erbracht.
  • jünger als 21 Jahre, arbeitslos und bei einer Agentur für Arbeit oder einem Jobcenter arbeitsuchend gemeldet sind.
  • einen Bundesfreiwilligendienst oder einen ähnlichen Dienst ableisten.
  • sich in einer Übergangsphase zwischen 2 Ausbildungsabschnitten befinden. Dauert diese Phase länger, besteht ab dem 5. Monat kein Anspruch auf Kindergeld mehr.

 

Kindergeld ab 18 beantragen

Nachweise

Für die aktuelle Lebenssituation Ihres Kindes, zum Beispiel das Ausbildungsverhältnis, benötigen wir Belege. Sie können uns diese persönlich, per Post, Fax oder E-Mail übermitteln. Bitte reichen Sie ausschließlich Kopien ein, niemals Originale.

Falls wir weitere Nachweise von Ihnen benötigen, benachrichtigen wir Sie und teilen Ihnen mit, bis wann Sie die fehlenden Unterlagen einreichen sollten.

Wenn Sie die Unterlagen nicht fristgerecht einreichen, kann das dazu führen, dass Ihr Antrag mit Verzögerung bearbeitet oder abgelehnt wird.

Wenn Ihr Kind eine betriebliche Ausbildung oder ein Praktikum macht, übersenden Sie der Familienkasse bitte einen Nachweis über die Art und Dauer der Ausbildung. Das kann zum Beispiel eine Kopie vom Ausbildungs- oder Praktikumsvertrag sein. Für Kinder in einer schulischen Berufsausbildung können Sie den Vordruck Schulbescheinigung verwenden. Sie können aber auch eine Bescheinigung einreichen, die die Schule ausgestellt hat. Sollte Ihr Kind die Ausbildung abbrechen, müssen Sie das umgehend der Familienkasse mitteilen. Nutzen Sie dazu die Erklärung zum Ausbildungsverhältnis.

Falls Ihr Kind studiert, müssen Sie das jedes Jahr spätestens im Oktober nachweisen. Wenn sich aus der Bescheinigung für das laufende Semester ergibt, dass Ihr Kind auch im vorangegangenen Semester eingeschrieben war, müssen Sie für letzteres keinen gesonderten Nachweis einreichen. Sollte Ihr Kind das Studium abbrechen, übermitteln Sie uns bitte umgehend die Exmatrikulationsbescheinigung.

Auch den Abschluss der Ausbildung oder des Studiums müssen Sie uns mitteilen. Bei einer betrieblichen Ausbildung reichen Sie bitte eine Bescheinigung der Ausbildungsstätte ein. Bei einer schulischen Ausbildung oder einem Studium benötigen wir eine Kopie des Prüfungszeugnisses. Darin enthaltene Beurteilungen und Benotungen können Sie unkenntlich machen.

Wenn Ihr Kind noch keinen Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsplatz hat oder aktuell auf der Suche ist, verwenden Sie bitte den Vordruck Mitteilung über ein Kind ohne Ausbildungs- oder Arbeitsplatz.

Ist Ihr Kind nicht bei einer Agentur für Arbeit als ausbildungsplatzsuchend gemeldet, können Sie auch Bewerbungen, Absagen oder ähnliches vorlegen, um nachzuweisen, dass Ihr Kind auf der Suche ist.

Ist Ihr Kind in einem Freiwilligendienst (zum Beispiel Freiwilliges Soziales Jahr, Bundesfreiwilligendienst oder Europäischer Freiwilligendienst), dann müssen Sie hierfür einen Nachweis einreichen. Lassen Sie sich vom jeweiligen Träger eine Bescheinigung ausstellen und reichen Sie die Kopie bei der Familienkasse ein.