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Kinderzuschlag verstehen

Der Kinderzuschlag unterstützt Familien mit geringem Einkommen. Informieren Sie sich über die weiteren Voraussetzungen.

Wenn Eltern mit ihrem Einkommen den eigenen Lebensbedarf decken können, aber nicht den ihrer Kinder, können sie Kinderzuschlag erhalten. Der Kinderzuschlag (umgangssprachlich: Kindergeldzuschlag) ist eine zusätzliche Leistung zum Kindergeld.

Voraussetzungen für Kinderzuschlag

Sie haben Anspruch auf Kinderzuschlag, wenn…

  • Ihr Kind in Ihrem Haushalt lebt, unter 25 Jahren und unverheiratet ist,
  • Sie Kindergeld (oder eine vergleichbare Leistung) für Ihr Kind erhalten,
  • Ihr Einkommen zusammen mit dem Kinderzuschlag so hoch ist, dass Sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld haben,
  • Ihr Bruttoeinkommen mindestens 900 Euro (Elternpaare) oder 600 Euro (Alleinerziehende) beträgt und die Höchsteinkommensgrenze nicht übersteigt.

Die Höchsteinkommensgrenze wird für jede Familie einzeln errechnet. Sie hängt unter anderem davon ab, wie hoch die Lebenshaltungskosten der Eltern sind.

Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt Kinderzuschlag.

Berechnen Sie mit dem KiZ-Lotsen, ob Sie mit Ihrem Einkommen Kinderzuschlag erhalten. Geben Sie Ihre Daten ein und der KiZ-Lotse prüft Ihren Anspruch auf Kinderzuschlag.

Kinderzuschlag beantragen

Füllen Sie den Antrag auf Kinderzuschlag aus und reichen Sie Ihn mit den nötigen Unterlagen und Nachweisen bei der Familienkasse ein. Welche das sind, erfahren Sie in unserer Anleitung.

Kinderzuschlag kann ab dem Monat der Antragstellung gezahlt werden. Sie können ihn nicht rückwirkend, das heißt für vergangene Monate, beantragen.

Ändert sich eine Information, die Sie im Antrag angegeben haben, müssen Sie das der Familienkasse mitteilen. Denn Veränderungen in Ihrer Lebenssituation können Ihren Kinderzuschlag erhöhen oder verringern. Erfahren Sie, wie Sie Ihre persönlichen Daten ändern.

Bearbeitungszeit und Bescheid

Sobald uns Ihr Antrag vorliegt, überprüfen wir Ihre Angaben und Unterlagen. Wenn etwas fehlt, rufen wir Sie an oder schreiben Ihnen. Wenn Sie nach 6 Wochen noch nichts von uns gehört haben, können Sie telefonisch nach dem Stand der Bearbeitung fragen:

0800 4 5555 30 (gebührenfrei)

Sie erhalten per Post einen Bescheid von uns. In diesem erfahren Sie, ob Ihr Antrag bewilligt wurde und für welchen Zeitraum (Fachbegriff: Bewilligungszeitraum). Das sind in der Regel 6 Monate.

Bearbeiten wir den Antrag etwas länger, ändert sich ihr Bewilligungszeitraum nicht. Bewilligte Kinderzuschläge werden Ihnen am nächsten Auszahlungstermin nachgezahlt.

Beispiel: Sie haben im März Kinderzuschlag beantragt. Ende April erhalten Sie den Bescheid, in dem Ihnen Kinderzuschlag bewilligt wird. An Ihrem nächsten Auszahlungstermin bekommen Sie den Betrag für Mai sowie die Nachzahlung für März und April.

Ist Ihr Bewilligungszeitraum abgelaufen, müssen Sie den Kinderzuschlag neu beantragen.

Auszahlung des Kinderzuschlags

Sie können monatlich höchstens 170 Euro pro Kind erhalten. Wie viel Geld Sie bekommen, hängt von Ihrem Einkommen und Vermögen, dem Ihres Partners und Ihrer Kinder ab.

Kinderzuschlag und Kindergeld wird Ihnen am gleichen Tag ausgezahlt: Informieren Sie sich über die Auszahlungstermine 2019. Den Betrag bekommt die Person, die das Kindergeld erhält.

Kinderzuschlag zurückzahlen

Haben Sie zu viel Kinderzuschlag erhalten (Fachbegriff: Überzahlung), müssen Sie das Geld zurückzahlen.

Beispiel: Sie bekommen Urlaubsgeld. Möglicherweise haben Sie dadurch in diesem Monat zu viel Kinderzuschlag erhalten. Teilen Sie uns diese Veränderung bitte mit. Wir prüfen, ob Sie etwas zurückzahlen müssen und informieren Sie.

Überweisen Sie das Geld nicht einfach zurück. Warten Sie bitte unser Schreiben ab, in dem wir Sie zur Rückzahlung auffordern.

Probleme mit dem Bescheid

Manchmal kommt es vor, dass ein Antrag abgelehnt wird oder Sie weniger Geld bekommen, als Sie gedacht haben.

Gerne helfen wir Ihnen in einem persönlichen Gespräch weiter. Wenden Sie sich an Ihre Familienkasse vor Ort, um Fragen zu klären oder Ihren Bescheid nochmals überprüfen zu lassen. Sie können aber auch Einspruch oder Widerspruch gegen den Bescheid einlegen.

Einspruch oder Widerspruch gegen einen Bescheid einlegen

Am Ende eines Bescheids werden Sie über Ihre Rechte informiert Rechtsbehelfsbelehrung). Sie können innerhalb eines Monats Einspruch beziehungsweise Widerspruch gegen den Bescheid einlegen. Bitte schicken Sie Ihren Einspruch oder Widerspruch an den Absender des Bescheids.

Klage gegen einen Bescheid einlegen

Wurde Ihr Einspruch oder Widerspruch abgelehnt, können Sie dagegen klagen. In der Rechtsbehelfsbelehrung finden Sie dazu nähere Informationen – zum Beispiel, welches Gericht zuständig ist.