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Niedriglöhne sind gestiegen

Die Stundenlöhne der Geringverdiener sind seit 2010 gewachsen. Mittlere Einkommen haben sich jedoch unterdurchschnittlich entwickelt.

26.05.2017 – Eine Studie hat die Entwicklung der Gehälter in Deutschland seit 2010 untersucht. Das Ergebnis: Der Zuwachs bei den Stundenlöhnen ist je nach Einkommensklasse unterschiedlich. Die Spreizung der Gehälter ist zurückgegangen.

Eines der zentralen Ergebnisse der Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW): Nach 2010 haben die Stundenlöhne für Beschäftigte mit geringem Einkommen zugelegt. 

Zwar ist der Anteil der Beschäftigten im Niedriglohnbereich nach wie vor auf einem Höchststand. Doch durch die Lohnsteigerung in diesem Segment seit 2010 hat sich die Einkommensschere etwas geschlossen.

Laut der Studie des DIW gibt es viele Ursachen für den Anstieg der Niedriglöhne. Unter anderem hat sich der Anteil der westdeutschen Beschäftigten unter den Niedrigentlohnten ab 2010 erhöht. Aber auch der 2015 eingeführte Mindestlohn und die Lohnpolitik einiger Gewerkschaften haben dazu geführt, dass die Stundenlöhne im Niedriglohnsegment gestiegen sind.

Am meisten legten seit 2010 jedoch die Gehälter der oberen Einkommensklassen zu. Als auffällig bezeichnen es die Autoren der Studie, dass Beschäftigte mit mittleren Einkommen seit 2010 am schlechtesten wegkommen: Ihre Löhne entwickelten sich im Vergleich zu den niedrigen und hohen Gehaltsklassen seit 2010 unterdurchschnittlich.

Die Ergebnisse der Studie sind, so die Studienautoren weiter, vor dem Hintergrund zu betrachten, dass die deutschen Gehälter in den letzten 20 Jahren insgesamt nur schwach gestiegen sind.

Mehr Informationen zur Studie finden Sie auf dem Online-Auftritt des DIW.