Corona-Krise: Aktuelle Informationen zum Bezug unserer Leistungen

Wir sind weiterhin für Sie da: online mit unseren eServices, per Mail, schriftlich oder telefonisch. Die Beantragung von Leistungen, Veränderungsmitteilungen oder die Arbeitssuchend-Meldung sind somit weiterhin möglich. Bitte kommen Sie nur nach Aufforderung persönlich in die Arbeitsagentur, ins Jobcenter oder die Familienkasse.

Wir arbeiten weiter für Sie

Auch wenn Beratungs- oder Vermittlungsgespräche aufgrund der Corona-Krise im Moment auf unterschiedlichen Kommunikationswegen stattfinden – wir sind für Sie da:

Ihre Leistungen werden weiterhin ausgezahlt

Arbeitslosengeld, Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) sowie Kindergeld und Kinderzuschlag erhalten Sie wie gewohnt. 

Sie können weiterhin Ihre Anliegen erledigen

Mit unseren eServices können Sie beispielsweise...

Eltern füllen Antrag online am Laptop aus

Sofern Sie für Ihre Anträge und Anfragen den Postweg nutzen, übersenden Sie diese Unterlagen bitte ausschließlich an die Postanschrift Ihrer zuständigen Dienststelle. Diese Adresse finden Sie auf der Internetseite Ihrer Dienststelle. Alternativ können Sie uns auch eine E-Mail schreiben. Geben Sie dabei bitte unbedingt Ihre Kontaktdaten und Kundennummer (falls vorhanden) an. Wir bemühen uns, Ihr Anliegen so schnell wie möglich zu bearbeiten.

So erreichen Sie uns:

Lokale Dienststelle per Telefon oder E-Mail

Sie können sich telefonisch oder per E-Mail an Ihre Dienststelle (Arbeitsagentur, Jobcenter, Familienkasse) wenden. Die Kontaktdaten finden Sie jeweils über die allgemeine Dienststellensuche.

Online per Postfach

Ihr Anliegen können Sie uns auch über Ihr Online-Postfach mitteilen. Wichtig: Falls Sie Kunde oder Kundin eines kommunalen Jobcenters (Fachbegriff: zugelassener kommunaler Träger) sind, können Sie das Online-Postfach nicht nutzen.

Telefonisch per Service-Rufnummer

Sie können auch über unsere Service-Rufnummer Kontakt mit uns aufnehmen: 0800 45555 00. Wir bitten um Ihr Verständnis dafür, dass wir aufgrund sehr vieler Anrufe zeitweise nur eingeschränkt zu erreichen sind.

Persönliche Termine nur nach Aufforderung

Kundenkontakte finden wegen der Corona-Krise in angepasster Form statt. Bitte kommen Sie nur nach Aufforderung persönlich in die Arbeitsagentur, ins Jobcenter oder in die Familienkasse.

Beratungs- oder Vermittlungsgespräche finden persönlich oder telefonisch statt. Wir informieren Sie rechtzeitig darüber, in welcher Form Ihr Termin erfolgt. Bitte sagen Sie einen Telefontermin rechtzeitig ab, wenn Sie ihn nicht wahrnehmen können. Entfällt ein Telefontermin, entstehen Ihnen keine Nachteile. Das Einladungsschreiben zu einem persönlichen Gespräch enthält eine sogenannte Rechtsfolgenbelehrung. Bitte lesen Sie diese vorab aufmerksam durch.

Bitte bereiten Sie sich auf jeden Termin vor – unabhängig davon, in welcher Form er stattfindet.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Arbeitslosengeld

Melden Sie sich sofort arbeitssuchend, wenn Sie Ihre Kündigung erhalten haben. Das geht online über unsere eServices. Dort können Sie auch Ihren Antrag auf Arbeitslosengeld ausfüllen und online übermitteln.

Spätestens am ersten Tag ohne Beschäftigung müssen Sie sich telefonisch bei Ihrer Arbeitsagentur arbeitslos melden.

Auf unserer Seite „So beantragen Sie Arbeitslosengeld“ finden Sie einen genauen Fahrplan mit den einzelnen Schritten.

Wenn Sie Ihren Antrag auf Arbeitslosengeld online gestellt haben, können Sie Ihre Arbeitsbescheinigung in den eServices über Ihre Checkliste zum Antrag auf Arbeitslosengeld nachreichen. Diese finden Sie unter Meine Übersicht.

Wenn Sie Ihren Antrag auf Arbeitslosengeld in Papierform gestellt haben, können Sie die Arbeitsbescheinigung an die Postanschrift Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit senden. Bitte achten Sie darauf, dass Sie Ihre Kontaktdaten und Ihre Kundennummer angeben. So können wir Ihre Unterlagen besser zuordnen.

Veränderungen, wie zum Beispiel die Änderung Ihrer Bankverbindung oder Adresse, können Sie uns einfach online mitteilen. Melden Sie sich dafür bei unseren eServices an.

Ja. Ein Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht unter anderem, wenn Sie den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung stehen. Das heißt, dass Sie bei einem möglichen Arbeitgeber oder Maßnahmeträger persönlich vorsprechen können und ggf. eine Arbeit aufnehmen bzw. an einer Maßnahme teilnehmen können. Diese Voraussetzung muss grundsätzlich von vornherein täglich vorhanden sein. Wenn Sie aufsichtsbedürftige Kinder oder pflegebedürftige Personen betreuen, muss die Betreuung aber erst zum Zeitpunkt einer Arbeitsaufnahme oder Teilnahme einer Maßnahme sichergestellt sein. Die Sicherstellung der Kinderbetreuung müssen Sie in Ihrem Antrag auf Arbeitslosengeld und gegenüber der Arbeitsvermittlung erklären. Wegen der fehlenden Kinderbetreuung aufgrund der Schließung von Schulen und Kindertagesstätten in Folge der Infektionsschutzmaßnahmen entfällt nicht die Verfügbarkeit.

Der Gesetzgeber hat zwischenzeitlich mit § 56 Abs. 1a Infektionsschutzgesetz unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Entschädigung eingeführt, welcher erwerbstätige Sorgeberechtigte absichert, die keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit für ihre Kinder sicherstellen können. Klären Sie mit Ihrem Arbeitgeber, ob diese Regelung für Sie in Betracht kommt.

Die Durchführung des Infektionsschutzgesetzes obliegt den einzelnen Bundesländern und nicht der Bundesagentur für Arbeit. Die Bundesagentur für Arbeit hat keine Kenntnis darüber, welche Behörde in den jeweiligen Bundesländern zuständig ist.

Sie konnten wegen Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht arbeiten. Für den Entgeltausfall wurden Sie auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes entschädigt.

Im Hinblick auf das Arbeitslosengeld ist wichtig, ob Sie in der arbeitsfreien Zeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Dies ist der Fall, wenn Sie …

  • Ihr Kind/ Ihre Kinder zu Hause betreuen mussten, weil die Betreuungseinrichtung aufgrund der Pandemie geschlossen war.
  • wegen eines Verdachts auf COVID-19 in Quarantäne waren.

Es gilt: Die Zeit, in der Sie nicht arbeiten konnten, wird bei der Ermittlung eines Anspruchs auf Arbeitslosengeld berücksichtigt. Auch wenn es darum geht, wie lange Sie die Leistung erhalten, wird dieser Zeitraum mitgezählt.

Wird dagegen berechnet, wie hoch Ihr Arbeitslosengeld ausfällt, bleiben die Entschädigungen im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes außer Acht.

Konnten Sie hingegen nicht arbeiten, weil Sie im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ein Beschäftigungsverbot erhalten haben, gelten andere Regeln:

Am letzten Tag vor dem Beginn eines Beschäftigungsverbots endet die Versicherungspflicht zur Arbeitslosenversicherung. Ab dem ersten Tag Ihres Beschäftigungsverbots waren Sie also nicht mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Der Zeitraum, in dem Sie nicht arbeiten konnten, wird darum nicht berücksichtigt, wenn Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld oder die Bezugsdauer berechnet werden.

Wenn Ihre Arbeitszeit und Ihr Arbeitsentgelt zum Beispiel durch einen Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung vorrübergehend verringert wurde, um Arbeitsplätze in Ihrem Betrieb zu sichern (Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung), gibt es folgende befristete Sonderregelung:

Die Höhe Ihres Arbeitslosengelds berechnet sich nach dem Lohn, den Sie ohne diese Vereinbarung erhalten hätten. Dies gilt für Beschäftigungszeiten zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2022.

Ist Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld ab dem 10. Dezember 2020 entstanden, gilt diese Regelung automatisch.

Hatten Sie bereits vorher einen Anspruch erworben, können Sie eine Überprüfung bei Ihrer Agentur für Arbeit anfordern. Stellen Sie dafür einen (formlosen) Antrag und reichen Sie eine korrigierte Arbeitsbescheinigung ein. Diese stellt Ihnen Ihre Arbeitgeberin oder Ihr Arbeitgeber aus.

Durch Sonderregelungen für die Jahre 2020 und 2021 kann Ihnen als Bezieherin oder Bezieher Arbeitslosengeld weitergezahlt werden, wenn Sie ein erkranktes Kind pflegen und betreuen müssen oder mussten.

2020

Für jedes erkrankte Kind wird maximal 15 Tage Arbeitslosengeld weitergezahlt (Alleinerziehende: 30 Tage). In Summe kann Arbeitslosengeld höchstens 35 Tage weitergezahlt werden (Alleinerziehende: 70 Tage).

Damit die Sonderregelungen angewendet werden müssen Sie  …

  • die Verlängerung bei Ihrer Agentur für Arbeit (formlos) beantragen,
  • eine ärztliche Bescheinigung für den Zeitraum der Erkrankung Ihres Kindes einreichen und
  • weiterhin die Voraussetzungen für einen Anspruch auf Arbeitslosengeld erfüllen.

2021

Für jedes erkrankte Kind wird maximal 30 Tage Arbeitslosengeld weitergezahlt (Alleinerziehende: 60 Tage). In Summe kann Arbeitslosengeld höchstens 65 Tage weitergezahlt werden (Alleinerziehende: 130 Tage).

Endet Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld nach dem 22. April 2021 prüft die Agentur für Arbeit, ob eine Weiterzahlung möglich ist.

Wenn Ihr Bezug von Arbeitslosengeld vor dem 22. April 2021 geendet hat, kann die Agentur für Arbeit einen Weiterzahlung von Arbeitslosengeld nach den Sonderregelungen prüfen. Stellen Sie dafür einen (formlosen) Antrag und reichen Sie eine ärztliche Bescheinigung für den Zeitraum der Erkrankung Ihres Kindes ein.

Nein. Wenn Sie in einem Nebenjob einen Coronabonus erhalten, wird er Ihnen nicht als Nebeneinkommen auf Ihr Arbeitslosengeld angerechnet.

Als Coronabonus gilt, wenn Ihnen die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber aufgrund der Corona-Krise zusätzlich zum Lohn Zuschüsse (oder Sachbezüge) von bis zu 1.500 Euro steuerfrei zahlt. Dies ist von 1. März 2020 bis 31. März 2022 möglich.

Der Kinderbonus ist eine Sonderzahlung zum Kindergeld – dazu erfahren Sie mehr auf der Seite Kinderbonus: Anspruch, Auszahlung, Höhe.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema „Grundsicherung“ oder „Arbeitslosengeld II“

Besuchen Sie unsere Seite zur Grundsicherung. Dort können Sie Ihren Anspruch selbst prüfen und bekommen alle Informationen rund um die Beantragung der Grundsicherung. 

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Grundsicherung erhalten Sie auf der Seite Corona-Krise: FAQ zur Grundsicherung durch Arbeitslosengeld II.

Veränderungen, wie zum Beispiel die Änderung Ihrer Bankverbindung oder Adresse, können Sie uns einfach online mitteilen. Melden Sie sich dafür bei unseren eServices an.

Ist Ihr zuständiges Jobcenter ein kommunales Jobcenter (Fachbegriff: zugelassener kommunaler Träger), können Sie das Online-Postfach nicht nutzen. Nutzen Sie in dem Fall die Kontaktdaten der für Sie zuständigen Dienststelle.