Einstiegsgeld
Definition: Mit Einstiegsgeld können Jobcenter-Kundinnen und -Kunden dabei unterstützt werden, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufzunehmen oder dabei, sich selbstständig zu machen.

Auch: ESG

Das Jobcenter kann einer Kundin oder einem Kunden Einstiegsgeld zum Beispiel zahlen, wenn sie oder er alleinerziehend ist und eine Stelle antreten möchte, deren Arbeitszeiten eine zusätzliche Kinderbetreuung erfordern (zum Beispiel am Wochenende oder am Abend).

Es kann gezahlt werden, wenn in einer neuen Beschäftigung der Verdienst zunächst kaum höher ist als das bisherige Arbeitslosengeld II. Das Einstiegsgeld soll dann helfen, die Zeit zu überbrücken, bis der Verdienst erhöht wird. Auch wenn Kundinnen oder Kunden eine Existenzgründung planen, kann das Jobcenter sie dabei mit Einstiegsgeld unterstützen. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite: Unterstützung für eine Existenzgründung

Einen rechtlichen Anspruch auf Einstiegsgeld gibt es nicht. Das Jobcenter entscheidet, ob die Voraussetzungen für Einstiegsgeld vorliegen (Fachbegriff: Ermessensleistung). Kundinnen oder Kunden, die Einstiegsgeld erhalten möchten, müssen die Leistung beantragen.

Die Höhe des Einstiegsgelds wird für jede Kundin oder jeden Kunden einzeln berechnet. Grundlage für die Berechnung sind der Regelbedarf für Arbeitslosengeld II, die Größe der Bedarfsgemeinschaft und die Dauer der Arbeitslosigkeit. Das Jobcenter legt für jede Kundin oder jeden Kunden einzeln fest, wie lange Einstiegsgeld gezahlt wird. Die Leistung wird höchstens 24 Monate lang gezahlt.