Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Piwik. Das hilft uns, um Ihnen ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Hier erfahren Sie mehr über die Nutzung Ihrer Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.

Zweieinhalb Jahre Mindestlohn

… was hat sich seither auf dem Arbeitsmarkt getan? Das beleuchtet das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) in mehreren Studien.

23.06.2017 – Wie wirkt sich die Einführung des Mindestlohns auf die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aus? Wie beeinflusst er die Preise im Dienstleistungssektor? Das IW Köln hat sich diesen Fragen gewidmet.

Der Mindestlohn gilt in Deutschland seit Anfang 2015. Knapp zweieinhalb Jahre nach der Einführung sind die Löhne von an- und ungelernten Arbeitskräften laut IW Köln deutlich gestiegen. Zudem seien viele Minijobs in sozialversicherungspflichtige Stellen umgewandelt worden – vor allem in Ostdeutschland, wo die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung Anfang 2015 um 30 Prozent höher lag als im Jahresdurchschnitt 2014. In Westdeutschland legte sie um 17 Prozent zu.

Die Preise für Dienstleistungen und Güter haben sich laut IW Köln seit der Einführung erhöht. Für eine Taxifahrt musste man laut IW Köln im Jahr 2015 im Durchschnitt 12,1 Prozent mehr bezahlen als noch im Jahr zuvor. Außerdem von der Preissteigerung betroffen sind Haushaltshilfen, Friseurdienstleistungen oder Schuhreparaturen. Jedoch meldet das IW Köln auch Positives für die Verbraucher: Insgesamt habe das Lohnniveau zugenommen, sodass diese Mehrkosten ausgeglichen werden konnten.

Insgesamt gebe es also keine negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Das könne sich laut IW Köln aber jederzeit ändern, etwa wenn die Energiepreise steigen oder sich die Konjunktur abkühlt.

Weitere Informationen zu den Untersuchungen erhalten Sie beim IW Köln.