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Viele Beschäftigte arbeiten auf Abruf oder in Bereitschaft

Arbeit auf Abruf, Rufbereitschaft oder Bereitschaftsdienst gehören für viele Arbeitnehmerinen und Arbeitnehmer zum Job-Alltag, so eine aktuelle Studie.

03.08.2018 – In Deutschland arbeiten 4,5 Millionen Beschäftigte auf Abruf - also nur dann, wenn der Arbeitgeber ihre Arbeitskraft benötigt. Besonders häufig arbeiten auf diese Weise geringfügig Beschäftigte. Das zeigt eine jüngst veröffentlichte Studie. Ein weiteres Ergebnis der Erhebung: 6 Prozent der deutschen Beschäftigten haben Rufbereitschaft und 5,5 Prozent Bereitschaftsdienst.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) untersuchten mit dieser Studie speziell 3 Formen von Arbeit: Arbeit auf Abruf, Rufbereitschaft und Bereitschaftsdienst. Ihr gemeinsames Merkmal: Sie verlangen besondere Flexibilität von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

Bei Arbeit auf Abruf sind die Wochenarbeitsstunden der Beschäftigten festgelegt. Wann der oder die Beschäftigte arbeitet, bestimmt jedoch der Bedarf des Arbeitgebers. Dieses Arbeitszeitmodell ist vor allem im Hotel- und Gaststättengewerbe verbreitet: Dort arbeiten 9 Prozent der Angestellten auf Abruf.

Besonders häufig arbeiten auf diese Weise Menschen, die geringfügig beschäftigt sind, also sogenannte „Mini-Jobs“ ausüben. Laut IAB und IWH arbeiten 12 Prozent der Mini-Jobber auf Abruf. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Menschen, die Arbeit auf Abruf ausüben, sind mit ihrem Leben und ihrer Freizeit weniger zufrieden als andere.

Im Gegensatz zum Arbeiten auf Abruf ist der Bereitschaftsdienst nicht Teil der regulären Arbeitszeit. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer leisten diesen zusätzlich zu den vereinbarten Wochenarbeitsstunden. Die Beschäftigten in Bereitschaft halten sich an ihrem Arbeitsort auf. Sie werden aber nur dann tätig, wenn ihre Arbeitskraft benötigt wird.
Laut dem IAB-Bericht verrichten 5,5 Prozent der Beschäftigten regelmäßig einen solchen Dienst - besonders häufig in Gesundheitsberufen. Jede oder jeder siebte Beschäftigte eines Krankenhauses, Pflegeheims oder Arztpraxis hat einen solchen Dienst mit seinem Arbeitgeber vereinbart.

Die Rufbereitschaft ist in den Sicherheitsberufen weit verbreitet. Die Arbeitnehmer haben hier zwar frei, müssen aber bei Bedarf kurzfristig zum Dienst antreten. Die Rufbereitschaft betrifft rund 21 Prozent der Beschäftigten der Polizei, Feuerwehr oder privater Sicherheitsunternehmen. Insgesamt haben 6 Prozent aller Beschäftigten regelmäßig in der Freizeit Bereitschaftsdienst.

Weitere Informationen finden Sie im IAB-Kurzbericht der Studie.