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Kein Beschäftigungsrückgang durch Digitalisierung

Die Digitalisierung hat bislang nicht allzu viele Arbeitsplätze gekostet, so eine Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft. Welche Folgen sie zukünftig auf die Beschäftigung haben wird, bleibt aber unklar.

21.06.2018 – Entgegen verbreiteter Vorhersagen hat die fortschreitende Digitalisierung bislang kaum Arbeitsplätze gekostet. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Eine generelle Entwarnung ist das Ergebnis jedoch nicht.

Das IW untersuchte für den Bericht, wie sich die Zahl der Beschäftigten in den Unternehmen in den letzten Jahren verändert hat – in unterschiedlichen Berufen und auf unterschiedlichen Qualifikationsniveaus. Laut IW ist die Angst vor der Digitalisierung als „Job-Killer“ bislang unbegründet. Welche Auswirkungen sie in Zukunft haben wird, kann aus der Analyse jedoch nicht geschlussfolgert werden.

So bauten Unternehmen, die besonders auf neue Technologien setzen, ihr Personal stärker aus als Betriebe, bei denen dies nicht der Fall ist. Jedoch sei der Unterschied zu gering, um einen direkten Einfluss der Digitalisierung zu belegen.

Die Digitalisierung garantiere zudem kein Branchenwachstum, fand das IW heraus. So schrumpfte die zum großen Teil digitalisierte Finanzbranche in den vergangenen Jahren sogar. Das Gesundheitswesen oder die Logistik sind hingegen überproportional stark gewachsen – obwohl sich die Verbreitung von digitalen Technologien in diesen Bereichen nicht signifikant beschleunigt hat.

Zuletzt suchte das IW nach Veränderungen auf der Ebene der Berufe und Qualifikationsebenen. Im Fokus stand hier die Beschäftigtenzahl auf dem sogenannten „Helfer“-Niveau. Dabei handelt es sich um Personal, das für seine Aufgaben lediglich angelernt wird. Gerade diese Arbeitsbereiche könnten in Zukunft Maschinen eingesetzt werden. Aber auch hier lassen sich Effekte der Digitalisierung bislang nur eingeschränkt finden. So ist die Zahl der Beschäftigten auf dem Helfer-Niveau sogar gestiegen, wenn auch weniger stark als bei höher qualifizierten Niveaus.

Den vollständigen Report „Keine Angst vor Robotern“ können Sie kostenlos auf der Seite des IW herunterladen.