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Jeder zehnte Betrieb ohne Bewerbung

Die Betriebe in Deutschland haben immer größere Probleme Auszubildende zu finden.

24.08.2018 – Laut dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) verschärft sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt: Die Zahl der Betriebe ohne eine einzige Bewerbung auf ausgeschriebene Ausbildungsplätze steigt an. Auch kann jedes dritte Unternehmen nicht alle Ausbildungsstellen besetzen.

Laut DIHK lag die die Zahl der Betriebe ohne Ausbildungsinteressenten 2017 bei insgesamt 17.000. Die Zahl stieg gegenüber dem Vorjahr um etwa 10 Prozent an. Weitere 34 Prozent der Unternehmen konnten 2017 nicht alle ausgeschriebenen Ausbildungsstellen besetzen. Damit wurde ein neuer Höchststand erreicht.

Viele Unternehmen melden Probleme, den Fachkräftebedarf durch eigene Auszubildende zu decken. Der DIHK erwartete eine weitere Verschärfung der Situation ab dem Jahr 2020. Dann werden vermehrt Fachkräfte aus der sogenannten „Babyboomer-Generation“ in den Ruhestand gehen.

Der wachsende Bedarf eröffnet aber bestimmten Zielgruppen neue Chancen: So gaben nahezu 80 Prozent der befragten Betriebe an, auch lernschwache Jugendliche einzustellen. Viele Unternehmen fördern diese Auszubildenden mit eigenen Programmen.

Auch Geflüchtete sind laut der Umfrage vermehrt Zielgruppe der Personalabteilungen. Derzeit absolvieren in rund 14 Prozent der Betriebe Geflüchtete eine Ausbildung. 16 Prozent der Betriebe haben eigene Angebote für Geflüchtete entwickelt, wie etwa Einstiegsqualifizierungen oder Praktika.

Die Unternehmen bemühen sich auch vermehrt um Studienabbrecherinnen und -abbrecher. Dieser Zielgruppe bieten die Betriebe kombinierte Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten an. Auch Zusatzqualifikationen oder Auslandsaufenthalte sollen entsprechenden Bewerberinnen und Bewerbern die Perspektiven einer betrieblichen Ausbildung zeigen.

Weitere Ergebnisse finden Sie in der DIHK-Ausbildungsumfrage 2018.