Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Piwik. Das hilft uns, um Ihnen ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Hier erfahren Sie mehr über die Nutzung Ihrer Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.

Wenig Interesse am Unternehmertum

Immer weniger Menschen in Deutschland wollen sich selbstständig machen. Das belegt der aktuelle Gründerreport des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK).

17.08.2017 – Keine Lust auf Selbständigkeit: Die Zahl der Gründungswilligen in Deutschland hat den tiefsten Stand seit 15 Jahren erreicht.

DIHK-Präsident Eric Schweitzer nennt als mögliche Gründe die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt sowie den demografischen Wandel. Einerseits, so der Experte, würden immer weniger Menschen aus Mangel an Alternativen ein Unternehmen gründen. Andererseits schrumpfen die Jahrgänge zwischen 25 und 45 – das sind klassischerweise diejenigen, die sich besonders häufig für die Selbstständigkeit entscheiden.  

Datengrundlage des Gründerreports sind die Beratungsgespräche, die die 79 Industrie- und Handelskammern in Deutschland mit angehenden Unternehmerinnen und Unternehmern geführt haben. Insgesamt waren das 2016 unter 200.000 und damit rund sieben Prozent weniger als noch im Jahr davor. Die ist der niedrigste Stand seit Einführung der Umfrage vor 15 Jahren.

Um wieder mehr Menschen für die Selbstständigkeit zu begeistern, empfiehlt Eric Schweitzer den Abbau bürokratischer Hürden. Eine Möglichkeit dafür sieht er in einer zentralen Anlaufstelle für Gründungsinteressierte. Eine solche Einrichtung würde die Möglichkeit bieten, alle Formalitäten auf einmal erledigen zu können. Bisher mussten zukünftige Unternehmer oft mehrere Behörden aufsuchen.

Weitere Ergebnisse des Gründerreports sowie Verbesserungsvorschläge finden Sie beim DIHK.