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Mindestlohn: Nachfrage nach „Freien“ unverändert

Einstellungspraxis der Unternehmen bei freien Arbeitskräften unverändert

28.11.2018 –  Für freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gilt der gesetzliche Mindestlohn nicht. Dennoch haben Unternehmen nach Einführung des Mindestlohns nicht verstärkt Selbstständige eingestellt. Das berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Grundsätzlich können Betriebe Personalkosten sparen, wenn sie freie Mitarbeiter (auch „Freelancer“ genannt) beschäftigen, statt Arbeitskräfte fest anzustellen. Sie müssen für die freien Arbeitskräfte keinen Mindestlohn in Höhe von derzeit 8,84 Euro pro Stunde zahlen.

Ob Unternehmen vermehrt auf Selbstständige setzen, hat das IAB ausgewertet. Das Institut hatte zwischen 2011 bis 2016 Betriebe nach dem Anteil der Freelancer unter den Beschäftigten gefragt.

Laut IAB stieg 2015, dem Jahr in dem der der Mindestlohn eingeführt wurde, die Nachfrage nach freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht. Erst 2016 wuchs ihr Anteil an allen Beschäftigten in denen vom IAB befragten Betrieben auf 1,7 Prozent – 0,2 Prozent mehr als im Jahr davor.

Mehr Freelancer gab es 2016 vor allem in Branchen, die schon immer auf Freiberuflerinnen und Freiberufler setzen. Das sind zum Beispiel das Finanz- und Versicherungsgewerbe, die IT-Branche sowie der Bereich Erziehung und Unterricht. Laut IAB könnte der Grund für den gestiegenen Freelancer-Anteil auch die verbesserte Auftragslage sein.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des IAB.