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Wenn der Beruf krank macht

Anfang August hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales 5 neue Berufskrankheiten in die Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) aufgenommen.

22.08.2017 –Hautkrankheiten oder Lärmschwerhörigkeit gelten als „typische“ Berufskrankheiten. Jetzt wurde die Liste der berufsbedingten Erkrankungen erweitert – zum Beispiel um bestimmte Krebsformen.

In die BKV werden ausschließlich Krankheiten aufgenommen, die nach medizinischen Erkenntnissen nachweislich vor allem bei Personengruppen auftreten, die beruflich mit bestimmten Stoffen oder Gegebenheiten konfrontiert werden. So wird etwa Eierstockkrebs bei Frauen, die früher in asbestverarbeitenden Betrieben beschäftigt waren, nun als Berufskrankheit anerkannt. Gleiches gilt für fokale Dystonie (eine Nervenerkrankung), Kehlkopf- und Harnblasenkrebs sowie bestimmte Formen von Leukämie.

Wer von einer Berufskrankheit betroffen ist, bekommt laut Gesetz 6 Wochen lang seinen bisherigen Lohn weiterhin bezahlt. Danach erhalten die Patienten Krankengeld. Zudem unterstützt die Unfallversicherung sowohl finanziell als auch bei der medizinischen Rehabilitation.

Über Gefahrenquellen, Krankheitsbilder und Diagnosen zu Berufskrankheiten können Sie sich in den Merkblättern des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales informieren. Betroffene können sich auch direkt an die Unfallversicherung wenden.