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Der Arbeitsmarkt im Dezember 2016

Günstige Entwicklung am Jahresende

03.01.2017 | Presseinfo Nr. 1

„Die gute Entwicklung bei der Arbeitslosigkeit hat sich zum Jahresende fortgesetzt. Der lange Zeit kräftige Beschäftigungsaufbau hat sich seit den Sommermonaten zwar spürbar abgeschwächt, die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern bewegt sich aber weiter auf sehr hohem Niveau.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Dezember:
+36.000 auf 2.568.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:
-113.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat:
+0,1 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat von November auf Dezember um (+)36.000 auf 2.568.000 zugenommen. Im Durchschnitt der letzten drei Jahre ist die Arbeitslosigkeit im Dezember um 54.000 gestiegen. Saisonbereinigt ergibt sich ein Rückgang von (-)17.000 im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr waren (-)113.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, ist saisonbereinigt um (+)2.000 gestiegen. Grund für den leichten Anstieg ist die stärkere Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik, insbesondere für geflüchtete Menschen. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Dezember 2016 auf 3.565.000 Personen. Das waren (+)59.000 mehr als vor einem Jahr.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im November 1,71 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 3,9 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im Dezember 785.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Dezember 2015 ergab sich ein Rückgang von (-)13.000. Insgesamt 764.000 Personen erhielten im Dezember 2016 Arbeitslosengeld, (-)27.000 weniger als vor einem Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Dezember bei 4.307.000. Gegenüber Dezember 2015 war dies ein Anstieg von (+)63.000 Personen. 7,9 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig. In der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) waren 1.783.000 Menschen arbeitslos gemeldet, (-)100.000 weniger als vor einem Jahr. Ein Großteil der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist nicht arbeitslos. Das liegt daran, dass diese Personen mindestens 15 Wochenstunden erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind im Vergleich zum Vorjahr weiter gewachsen, wenngleich sich das Wachstum zuletzt deutlich abgeschwächt hat. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im November saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um (+)34.000 gestiegen. Mit 43,82 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um (+)297.000 höher aus. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der Hochrechnung der BA von September auf Oktober saisonbereinigt um (+)4.000 zugenommen. Insgesamt waren im Oktober 31,73 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, (+)363.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist nach wie vor hoch. Im Dezember waren 658.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, (+)68.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um (+)7.000 zugenommen. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im Dezember 2016 um 4 Punkte auf 227 Punkte. Auch im Vorjahresvergleich fällt der Abstand mit einem Plus von 21 Punkten weiterhin sehr deutlich aus.

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