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Jeder achte Beschäftigte arbeitet prekär

Sozialstudie stellt politischen Handlungsbedarf heraus

26.10.2018 - Jeder achte Beschäftigte arbeitet in Deutschland unter dem Existenzminium oder ohne ausreichend sozial abgesichert zu sein. Das hat eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB) ergeben.

Aufgabe der Studie war es, das Ausmaß der prekären Beschäftigung zu ermitteln, aber ebenso deren Ursachen festzustellen. Die Analyse erstreckte sich vor allem auf Frauen und Männer, die Niedriglöhne erhalten oder ohne Kündigungsschutz arbeiten. Häufig sind dies Personen, die einfachen Arbeiten nachgehen oder besondere Gesundheitsrisiken haben.

Ein erhöhtes Risiko, einen niedrigen Lohn zu erhalten, sehen die Forscher für all jene, die nicht in ihrem erlernten Beruf arbeiten. Dies betrifft Facharbeiter wie Akademiker. Um einen ausreichend bezahlten und festen Arbeitsplatz zu bekommen, sei ein formaler Berufsabschluss wichtig.

Die Studie stellt einen Handlungsbedarf für die Arbeits- und Sozialpolitik heraus. Die Politik müsse sich stärker auf die Gruppe der prekär Beschäftigten einlassen. Hilfreich wäre es, wenn für älteren Erwerbsfähige jederzeit das Angebot besteht, einen neuen Berufsabschluss zu erwerben. Dies sei ohnehin wegen des zunehmenden Fachkräftemangels erforderlich.

Mehr über die Studie zur prekären Beschäftigung in Deutschland lesen Sie in der Presseinformation des Bundesinstitutes für Berufsbildung.