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„Mehr Wirtschaft wagen“

Der Bund Deutscher Arbeitgeber (BDA) hat seine Erwartungen an die Politik der kommenden Regierung formuliert.

04.10.2017 – Insgesamt 8 Forderungen stellen der Vorstand und das Präsidium der Arbeitgeberverbände auf.

  1. Sozialpartnerschaften weiterentwickeln
    Die Sozialpartnerschaft, so der BDA, sorgt dafür, dass in Deutschland faire Arbeitsbedingungen herrschen und moderne sowie flexible Tarifverträge zustande kommen. Der Staat solle sich auf seine Rolle als Hüter der Rechtsordnung konzentrieren und sich in die Zuständigkeiten der Sozialpartnerschaft nicht einmischen.
  2. Tarifliche Ordnung stärken
    Sollten Gesetze beschlossen werden, die geltende Tarifverträge berühren, wünscht sich der BDA Öffnungsklauseln, die Gestaltungsspielraum lassen.
  3. Flexibilität schafft Sicherheit
    Der BDA spricht sich dafür aus, die Arbeitszeit (noch) flexibler gestalten zu können. Er fordert eine Entwicklung weg von der Tageshöchstarbeitszeit hin zur Wochenhöchstarbeitszeit.
  4. Sozialen Aufstieg durch Bildung ermöglichen, alle Fachkräftepotenziale heben
    Der BDA wünscht sich eine bessere Bildung, die bereits in den Kitas ansetzt. Es soll mehr Freiräume für individuelle Förderung geben und die Durchlässigkeit des Schulsystems erhöht werden. Um mit dem digitalen Wandel Schritt halten zu können, sollte außerdem die digitale Medien- und Informationskompetenz und die MINT-Bildung ausgebaut werden.
  5. Langzeitarbeitslose in Arbeit bringen
    Anstelle von öffentlich geförderter Beschäftigung solle laut BDA die Förderung und Qualifizierung stärker an den Fähigkeiten arbeitsloser Menschen und den Möglichkeiten am Arbeitsmarkt ausgerichtet werden.
  6. Sozialbeiträge dauerhaft unter 40 Prozent halten, Raum für Steuersenkungen nutzen
    Die Sozialbeiträge dürften einen Wert von 40 Prozent nicht übersteigen. Andernfalls sieht der BDA Wachstum und Beschäftigung in Deutschland gefährdet.
  7. Keine weiteren Experimente in der Rentenversicherung
    Weil die Lebenserwartung weiter steigt, müsse eine Balance zwischen privater sowie betrieblicher Vorsorge und gesetzlicher Rentenversicherung geschaffen werden.
  8. Krankenversicherung auf solider dualer Basis fortführen
    Der Arbeitgeberanteil soll laut BDA weiterhin auf 7,3 Prozent festgeschrieben sein.

Eine ausführliche Beschreibung aller genannten Punkte finden Sie beim BDA.