Ende der Beschäftigung

Hier finden Sie wichtige Informationen und Dokumente zu Kündigung, Arbeitsbescheinigung oder Anzeigepflicht bei Entlassungen. 

Als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber müssen Sie die Fristen einhalten, die gesetzlich vorgegeben und im Arbeitsvertrag enthalten sind. Wenn gefordert, müssen Sie eine Arbeitsbescheinigung ausstellen. Wir empfehlen Ihnen dafür unseren BEA-Service: Damit können Sie die Arbeitsbescheinigung digital an uns übermitteln.

Wie Sie BEA nutzen, erfahren Sie auf der Seite Arbeitsbescheinigung und Bescheinigung über Nebeneinkommen übermitteln

Den maschinellen Vordruck und Informationen zur maschinellen Arbeitsbescheinigung finden Sie auf der Seite Merkblätter und Formulare für Unternehmen.

Weisen Sie die Arbeitnehmerin oder den Arbeitnehmer darauf hin, dass sie oder er selbst aktiv werden muss, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden: Zum einen sollte sie oder er sich einen neuen Arbeitsplatz suchen. Zum anderen muss er oder sie sich arbeitsuchend melden – in der Regel spätestens 3 Monate vor Ende der Beschäftigung.

Für den Hinweis stellen wir Ihnen eine Formulierungshilfe für Arbeitgeber zur Verfügung.

Kündigung von Schwerbehinderten und gleichgestellten Personen

Müssen Sie Schwerbehinderten oder ihnen gleichgestellte Personen kündigen, muss zuvor das Integrationsamt zustimmen. Damit sollen diese Beschäftigte vor Nachteilen geschützt werden, die aufgrund ihrer Behinderung entstehen können. Das Integrationsamt kann Sie als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber professionell unterstützen, so dass der Arbeitsplatz möglicherweise erhalten werden kann. Dabei möchte es immer eine gütliche Einigung erzielen.

Innerhalb der ersten 6 Monate einer Beschäftigung können Sie eine Kündigung aussprechen, ohne das Integrationsamt einzuschalten. Dies gilt unabhängig von der Probezeit, die im Arbeitsvertrag vereinbart wurde.

Falls Sie weitere Fragen zum Thema Kündigung haben: Ihr Arbeitgeber-Service beantwortet sie gern.

0800 4 555520

Gerne können Sie auch online über das Kontaktformular mit dem Arbeitgeber-Service Verbindung aufnehmen:

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In bestimmten Fällen müssen Sie Entlassungen vorher bei der Agentur für Arbeit anzeigen. Der Grund: Entlassen Sie eine größere Anzahl an Arbeitskräften, gilt ein besonderer Kündigungsschutz. Wann Entlassungen anzeigepflichtig sind, hängt von der Betriebsgröße und der Zahl der Entlassungen ab. Die folgende Tabelle stellt dar, ab wann Sie Entlassungen anzeigen müssen:

Anzahl der Arbeitnehmer Zahl der Entlassungen
21 bis 59 ab 6 Entlassungen
60 bis 499 ab 10 Prozent oder aber ab 26 Entlassungen
ab 500   ab 30 Entlassungen

Beachten Sie, dass Einzelentlassungen innerhalb von 30 Tagen zusammengezählt werden. So kann es also auch bei einzeln ausgesprochenen Kündigungen zu anzeigepflichtigen Massenentlassungen kommen.

Hinweis: Betriebe mit bis zu 20 Beschäftigten sind von der Anzeigepflicht ausgenommen.

Bevor Sie den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern kündigen, sind folgende Formulare und Dokumente bei der Arbeitsagentur einzureichen:

Eine Abschrift der Anzeige geht an den Betriebsrat. Die betroffenen Beschäftigten müssen nach Eingang der Anzeige bei der Arbeitsagentur mindestens noch einen Monat im Betrieb weiterbeschäftigt werden. In bestimmten Fällen kann diese Frist verlängert oder verkürzt werden. In jedem Fall haben Sie die gesetzlichen Kündigungsfristen einzuhalten.

Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt Anzeigepflichtige Entlassungen.

Gerne berät Sie auch unser Arbeitgeber-Service:

0800 4 555520 (gebührenfrei)

Sie erreichen uns auch über das Kontaktformular:

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Ob eine Abfindung gezahlt wird, hängt meist von der Übereinkunft zwischen Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer und Arbeitgeberin oder Arbeitgeber ab. Zum Beispiel kann eine Abfindung im Arbeitsvertrag oder in Tarifverträgen geregelt sein.

Wenn Sie eine Abfindung zahlen und sich der oder die Betroffene dadurch mit einer kürzeren Kündigungsfrist einverstanden erklärt, hat das aber Auswirkungen. Die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer erhält erst ab dem eigentlich vorgesehenen Kündigungszeitpunkt Arbeitslosengeld. Um ein Ruhen des Anspruchs auf Arbeitslosengeld zu vermeiden, muss die Kündigungsfrist eingehalten werden.

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich an die für Sie zuständige Kammer oder den Berufsverband. Gern stellt der Arbeitgeber-Service einen Kontakt für Sie her.

Sie erreichen uns telefonisch unter:

0800 4 555520 (gebührenfrei)

Oder kontaktieren Sie uns über das Kontaktformular:

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Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen sich spätestens 3 Monate vor Ende des Beschäftigungsverhältnisses bei ihrer Agentur für Arbeit arbeitsuchend melden. Das ist unter anderem online möglich.

Melden sie sich nicht rechtzeitig arbeitslos, kann es zu einer Sperrzeit kommen. Das heißt: Es wird kein Arbeitslosengeld gezahlt. Mit einer frühzeitigen Arbeitsuchendmeldung soll eine Arbeitslosigkeit verkürzt oder ganz vermieden werden.

Sie als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, Ihre Beschäftigten darauf hinzuweisen, dass sie sich

  • aktiv um eine neue Beschäftigung kümmern und 
  • sich rechtzeitig arbeitslos melden müssen.

Tipp: Informieren Sie Ihre Beschäftigten darüber, dass sie sich online arbeitsuchend und arbeitslos melden können sowie Arbeitslosengeld online beantragen können: Arbeitslos melden und Arbeitslosengeld beantragen.