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Minijob umwandeln

Erfahren Sie, warum es sich für Unternehmen lohnt, Minijobs in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umzuwandeln.

Weniger Sozialabgaben

Wenn Sie Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen umwandeln, muss Ihr Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen weniger Sozialabgaben zahlen.

Minijobberinnen und Minijobber dürfen pro Monat höchstens 450 Euro verdienen. Ab einem Gehalt von 450,01 Euro fallen für den Arbeitgeber geringere Lohnnebenkosten an als für einen Minijob.

Beispielrechnung:

Bei einem Arbeitsentgelt von 450 € sind 126 € Abgaben für die Sozialversicherungen fällig. Dazu kommen Steuerpauschale und Umlagen. In Summe beträgt die Abgabenlast für den Arbeitgeber 140,81 €.

Zum Vergleich: Bei einem Arbeitsentgelt von 451 € fallen für die Sozialversicherungen hingegen nur 87,61 € an. Die Gesamtabgabenlast beträgt 98,88 €.

Frau vor einem Café

Beschäftigungsmodell Midijob

Beschäftigungen mit einem monatlichen Entgelt in der Gleitzone von 450 Euro bis 850 Euro werden Midijobs genannt. Midijobs sind sozialversicherungspflichtig. Die Sozialabgaben für dieses Beschäftigungsmodell werden jedoch so berechnet, dass Arbeitgeber finanziell entlastet werden, wenn sie Mini- in Midijobs umwandeln.

Frau vor einem Café

Minijob umwandeln – weitere Vorteile für Arbeitgeber

Minijobs sind oft mit einer hohen personellen Fluktuation und den damit verbundenen höheren Kosten verbunden. Dazu gehören langwierige Rekrutierungsprozesse und Einarbeitungszeiten. Bei Übergaben kommt es zu vermehrten Reibungsverlusten. Aus diesen Gründen kann es sich lohnen, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu einer langfristigen Mitarbeit zu motivieren und die Arbeitsstunden gegebenenfalls zu erhöhen. Wertvolles Wissen um Arbeitsabläufe und unternehmenseigene Besonderheiten bleiben somit länger im Unternehmen.

Sind Angestellte sozialversicherungspflichtig bei Ihnen beschäftigt, werden Förderung und Weiterbildung sowie eine leistungsgerechte Vergütung möglich. Das wiederum bindet Fachkräfte enger an Ihr Unternehmen und erhöht die Chance einer längeren Betriebszugehörigkeit.

Profitieren Sie von einer nachhaltigen Personalpolitik und nutzen Sie den Minijob vorwiegend für Einarbeitungs- und Übergangssituationen. Möchten Sie einen Mitarbeiter beziehungsweise eine Mitarbeiterin mit Minijob näher an den Betrieb binden, kann es sich lohnen, die Arbeitsstunden aufzustocken. Damit zeigen Sie, dass Sie die erbrachte Arbeit wertschätzen. Anerkennung wirkt sich positiv auf die Motivation Ihrer Beschäftigten aus und steigert die Produktivität und Loyalität im Unternehmen.

Unternehmen übernehmen soziale und wirtschaftliche Verantwortung, wenn sie geringfügige in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen umwandeln. Sie erfüllen damit den sozialpolitischen Auftrag eines Arbeitgebers, die Sozialversicherungssysteme zu stärken. Zudem verbessert eine gute soziale Absicherung der Angestellten das Image Ihres Unternehmens. Dies steigert Ihre Attraktivität als Arbeitgeber und erleichtert die Gewinnung neuer Fachkräfte.

Gleiche Rechte für Minijobberinnen und Minijobber

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die einen Minijob ausüben, gelten als Teilzeitbeschäftigte. Sie haben im Arbeitsrecht grundsätzlich die gleichen Rechte wie Vollzeitbeschäftigte, beispielsweise bei Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall oder beim Kündigungsschutz. Minijobs bringen Unternehmen daher keine arbeitsrechtlichen Vorteile.

Weitere arbeitsrechtliche Informationen zum Minijob finden Sie auf den zugehörigen Webseiten der Minijob-Zentrale.