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Reform der Entsenderichtlinie

Die Richtlinie mit Bedingungen, unter denen Arbeitskräfte ins Ausland entsandt werden dürfen, soll angepasst werden.

10.11.2017Der Rat der Arbeits- und Sozialminister der EU hat sich auf einen Reformkompromiss bezüglich der mittlerweile 20 Jahre alten Richtlinie geeinigt.

Im Wesentlichen hat sich der Rat auf 3 wichtige Änderungen geeinigt. Künftig soll das Prinzip des gleichen Lohns für die gleiche Arbeit am gleichen Ort gelten. Die entsandten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen also nicht nur den im Gastland gültigen Mindestlohn, sondern auch den jeweils gültigen Tariflohn einschließlich Weihnachts-, Urlaubs oder Schlechtwettergeld bekommen. Damit wollen die Ratsmitglieder den arbeitsrechtlichen Schutz entsandter Arbeitnehmerinenn und Arbeitnehmer verbessern.

Darüber hinaus soll Rechtsklarheit darüber geschaffen werden, welche Lohnzuschläge mit der Entlohnung verrechnet werden dürfen und welche nicht. Nicht zuletzt sollen die Rechte Langzeitentsandter gestärkt werden. Für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer soll künftig – mit wenigen Ausnahmen – nach 12 Monaten Arbeit im Ausland das gesamte Arbeitsrecht des Gastlandes gelten.

Die Änderungen der Entsenderichtlinie müssen noch vom Europäischen Parlament beschlossen werden. Der Rat der Arbeits- und Sozialminister will in Kürze mit dem EU-Parlament in Verhandlung treten.

Weitere Informationen rund um die Entsendung vom Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).