31.07.2019 | Presseinfo Nr. 46

Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Aachen-Düren Juli 2019

Saisonal erwarteter leichter Anstieg  der Gesamtarbeitslosigkeit

  • Gesamtarbeitslosigkeit steigt im Juli auf 37.017 Personen (+147 / +0,4%)

  •  Arbeitslosenquote bleibt unverändert bei 6,3 Prozent

  • Ende von Schulbesuchen und Berufsausbildungen führt zu saisonalem Anstieg der Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen 

  • Im Vergleich zum Juli 2018 deutlicher Rückgang bei der Zahl neu gemeldeter Stellen   

  • Knapp 2.200 Menschen konnten in eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt einmünden   

 

Gesamtentwicklung

„Mit dem Beginn der Sommerferien ist die Arbeitslosigkeit erwartungsgemäß gestiegen“, kommentiert Ulrich Käser, Leiter der Arbeitsagentur Aachen-Düren die aktuelle Entwicklung. „Der Anstieg gegenüber dem Juni ist hauptsächlich auf das Ende von Berufsausbildungen und das Schuljahresende zurück zu führen“. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen hat sich gegenüber dem Vormonat saisonüblich um 12 Prozent erhöht und stieg um knapp 400 (391) auf 3.653 Personen an. Den derzeit nach Abschluss erfolgreicher Ausbildungsgänge arbeitslos gemeldeten jungen Leuten macht Käser gleichzeitig Hoffnung. „Nach den Sommerferien bieten sich für ausgebildete Menschen nach wie vor sehr gute Möglichkeiten, auf dem Arbeitsmarkt einen Job zu finden. Auch wenn die Zahl neu gemeldeter Stellen gegenüber dem Vorjahresmonat stark zurückgegangen ist, werden sich viele Unternehmen auch in diesem Jahr die Chance auf Einstellung gut ausgebildeter Fachkräfte nicht entgehen lassen“, so Käser.

Die Gesamtarbeitslosigkeit im Bezirk der Arbeitsagentur Aachen-Düren stieg im Juli an und liegt um 147 Personen (+0,4 Prozent) über dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Juli 2018 sind 423 Personen (-1,1 Prozent) weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.

Die Arbeitslosenquote blieb im Juli unverändert bei 6,3 Prozent. Im Jahresvergleich ging die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte zurück (Juli 2018: 6,5 Prozent).

Aktuell waren im Gesamtagenturbezirk Aachen-Düren Ende Juli 37.017 Menschen arbeitslos gemeldet. 

                                                                                           

Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung (SGB III) und in der
Grundsicherung (SGB II) 

Im Juli stieg die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung an. 11.637 Personen (+363 oder +3,2 Prozent) waren zum Monatsende arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Zahl leicht um 37 Personen (-0,3 Prozent).

Im Bereich der Grundsicherung verringerte sich die Arbeitslosigkeit. Gegenüber dem Vormonat waren 216 Personen (-0,8 Prozent) weniger arbeitslos. 25.380 Personen waren Ende Juli arbeitslos gemeldet. Damit liegt die Zahl arbeitsloser Menschen weiterhin unter dem Niveau des Vorjahresmonats (-386 Personen oder -1,5 Prozent gegenüber Juli 2018).

 

Arbeitsmarktsituation in den Regionen (Gebietskörperschaften)

Städteregion Aachen:

In der Städteregion Aachen war im Juli ein Anstieg der Arbeitslosigkeit im Versicherungsbereich (Arbeitsagentur) zu verzeichnen. 6.123 Personen (+232 oder +3,9 Prozent) waren zum Monatsende arbeitslos gemeldet (-4 oder -0,1 Prozent weniger als im Juli 2018).  

In der Grundsicherung (Jobcenter StädteRegion Aachen) ging die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen gegenüber dem Vormonat leicht zurück. 14.999 Personen (-36 oder -0,2 Prozent) waren Ende Juli arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Juli 2018 waren 169 Personen (+1,1 Prozent) mehr arbeitslos.

 

Kreis Düren:   

Im Monat Juli 2019 stieg die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung leicht auf 2.649 Personen an. Gegenüber dem Vormonat waren damit 44 Personen (+1,7 Prozent) mehr arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verringerte sich die Zahl arbeitsloser Menschen um 213 Personen (-7,4 Prozent).

In der Grundsicherung verringerte sich die Zahl der von Arbeitslosigkeit Betroffenen im Kreis Düren gegenüber dem Vormonat. Die Zahl der in der Grundsicherung betreuten Menschen ging um 139 auf 6.429 Personen (-2,1 Prozent) zurück.  Verglichen mit dem Vorjahresmonat war ein Rückgang um 351 Personen (-5,2 Prozent) zu verzeichnen.

 

Kreis Heinsberg:

Im Juli stieg die Zahl arbeitsloser Menschen im Versicherungsbereich gegenüber dem Vormonat an. 2.865 Personen (+87 Personen oder +3,1 Prozent) waren zum Monatsende arbeitslos gemeldet. Damit lag die Arbeitslosigkeit um 6,7 Prozent (+180 Personen) über dem Wert des Monats Juli 2018.

In der Grundsicherung (Jobcenter Kreis Heinsberg) verringerte sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im Juli. Zum Monatsende ging ihre Zahl um 41 auf nun 3.952 Personen (-1,0 Prozent) zurück. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit um 4,9 Prozent zurückgegangen. 204 Personen waren gegenüber Juli 2018 weniger arbeitslos gemeldet.

 

 

Die Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt nach Standorten:

Durch die Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt veränderten sich auch die Arbeitslosenquoten an den zehn Standorten der Arbeitsagentur Aachen-Düren. Die Spanne reichte im Juli 2019 von 3,2 Prozent in Monschau bis 7,5 Prozent in Aachen.

Im Stadtgebiet Aachen beträgt die Quote 7,5% (Juni: 7,4%), in Alsdorf beträgt die Quote 6,5 % (Juni: ebenfalls 6,5%), in Eschweiler 7,4% (Juni: 7,3%), in Stolberg 7,4% (Juni: ebenfalls 7,4%), in Monschau 3,2% (Juni: ebenfalls 3,2%), in Düren beträgt die Quote 6,5 % (Juni: 6,6%), in Jülich 5,8% (Juni: 5,7%), in Erkelenz 4,8% (Juni: ebenfalls 4,8%), in Geilenkirchen 5,9% (Juni: ebenfalls 5,9%) und in Heinsberg 4,7% (Juni: 4,6%).

 

Weiterhin viel Bewegung auf dem Arbeitsmarkt

Auch im Monat Juli spiegelten die Zu- und Abgangszahlen im Agenturbezirk Aachen-Düren eine rege Bewegung auf dem Arbeitsmarkt wider. Im Juli konnten knapp 2.200 Personen (2.188) in eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt (ohne Ausbildung) einmünden. 7.300 Männer und Frauen beendeten ihre Arbeitslosigkeit. 7.500 Personen meldeten sich im Laufe des Monats erstmals oder erneut arbeitslos.

 

Nachfrage nach Arbeitskräften in der Gesamtregion:

Arbeitgeber im Agenturbezirk Aachen-Düren meldeten im Juli zwar weiterhin eine hohe Zahl an Arbeitsstellen, gegenüber dem Vorjahresmonat gab es jedoch einen deutlichen Rückgang. 

Im Juli war ein Zugang von 2.098 neuen Stellen für eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verzeichnen. 1.844 (87,9 Prozent) der gemeldeten Stellen waren für unbefristete Beschäftigungsverhältnisse.

Die Zahl neuer Stellen lag damit um 46 (-2,1 Prozent) unter dem Niveau des Vormonats (Juni: 2.144 Stellen). Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich die Anzahl beim Zugang neuer Stellen um 672 (-24,3 Prozent).

Im Juli waren insgesamt 9.624 Arbeitsstellen (-5,9 Prozent / -600 im Vergleich zum Juli des Vorjahres) gemeldet. 88,1 Prozent der gemeldeten Stellenangebote (8.479) betreffen unbefristete Beschäftigungsverhältnisse.

 

Arbeitslosigkeit nach Personenkreisen (Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung)

Ältere Arbeitslose über 50 Jahre

Im Juli ging die Zahl arbeitsloser älterer Menschen um 258 Personen (-2,2 Prozent) zurück und lag damit bei 11.433 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es einen leichten Rückgang um 42 Personen (-0,4 Prozent). Die Gruppe der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, macht aktuell knapp ein Drittel der gesamten Arbeitslosen aus (30,9 Prozent).

 

Jugendarbeitslosigkeit

Ende Juli waren 3.653 junge Frauen und Männer unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, 391 oder 12,0 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich sank die Jugendarbeitslosigkeit um 148 Personen (-3,9 Prozent).

9,9 Prozent aller arbeitslos gemeldeten Personen gehören diesem Personenkreis an.

 

Langzeitarbeitslose

Bei den langzeitarbeitslosen Menschen (Personen, die ein Jahr oder länger arbeitslos sind) ging die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Aachen-Düren leicht zurück. Ihre Zahl verringerte sich von Juni auf Juli um 133 auf 13.648 Personen (-1,0 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Zahl langzeitarbeitsloser Menschen stark um 1.676 Personen (-10,9 Prozent). 36,9 Prozent der arbeitslos gemeldeten Personen waren Ende Juli 2019 dieser Personengruppe zugehörig.

 

Arbeitslose Schwerbehinderte

Die Zahl arbeitsloser schwerbehinderter Menschen (5,9 Prozent aller arbeitslos gemeldeten Personen) erhöhte sich im Berichtsmonat Juli leicht. 2.202 Personen (+12 Personen oder +0,5 Prozent) dieser Personengruppe waren Ende Juli arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging ihre Zahl um 57 Personen (-2,5 Prozent) zurück.